Sono Motors – Blogbeiträge https://sonomotors.com/de/blog/ 2023-12-27T03:31:13+01:00 https://sonomotors.com/site/assets/files/1062/sonomotors-favicon.32x32.png 2023-02-24T14:00:00+01:00 2023-12-27T03:31:13+01:00 Die Zukunft ist solar

Heute haben wir bekannt gegeben, dass wir das Sion-Programm eingestellt haben. Wir haben beschlossen, uns von nun an ausschließlich auf das Solargeschäft zu konzentrieren.

Bevor wir ins Detail gehen, möchten wir uns zunächst bei allen bedanken, die uns im Laufe der Jahre auf unserem Weg unterstützt haben. Ein besonderes Dankeschön geht an unsere starke und treue Community, ohne die wir nie so weit gekommen wären. Eure Unterstützung ist das Rückgrat von Sono Motors und wir verdanken euch so viel. Ihr habt uns bei jedem Schritt auf unserer Reise begleitet. 

Ein langer Weg, gemeinsam Seite an Seite

Wir sehen es vor uns, als wäre es gestern gewesen – die kleine Garage, wir am Twingo. Die Gründung des Unternehmens mit Navina 2016. Unsere erste Crowdfunding-Kampagne. Das erste Release-Event mit dem SVC1. Unsere Probefahrt-Touren durch ganz Europa. Die unglaubliche #staysono-Kampagne mit über 50 Millionen € an Zusagen. Die Vorstellung des SVC2 auf der CES. Valmet Automotive als Auftragsfertiger. Die Entwicklung und Produktion der Serien-Validierungsfahrzeuge. Und als Krönung des Ganzen die erfolgreichen Crashtests. Während dieser ganzen Reise wart ihr unser Eckpfeiler. Ihr seid mit uns durch dick und dünn gegangen und wir sind wirklich sehr dankbar für jeden Moment, den wir gemeinsam erlebt haben.

Wir sind sehr traurig darüber, dass wir das Sion-Programm so kurz vor dem Ziel eingestellt haben. Allerdings sind wir nach wie vor fest entschlossen, die Mobilität grundlegend zu verändern und jedes Fahrzeug mit Solarzellen auszustatten. Deshalb haben wir die Entscheidung getroffen, nur noch unser B2B-Solargeschäft weiterzuführen – eine Entscheidung, die uns alles andere als leicht gefallen ist. 

Wie geht es jetzt weiter? 

Wir werden unser Geschäftsmodell so umstellen, dass wir unsere Solartechnologie ausschließlich in Fahrzeuge von Drittanbietern nachrüsten und integrieren. Dies ist ein wichtiger nächster Schritt in der Geschäftsentwicklung von Sono Motors. Unsere Solarlösungen, bestehend aus Hardware wie Leistungselektronik und Software, werden bereits heute von 23 Kunden in Europa, Asien und den USA eingesetzt und in einer Vielzahl von Fahrzeugen, darunter Autos von anderen OEMs, Bussen, Kühlfahrzeugen und Wohnmobilen, getestet. Die Einstellung des Sion-Programms spiegelt unsere Entscheidung wider, sich angesichts der schlechten Bedingungen auf dem Kapitalmarkt auf ein weniger kapitalintensives Geschäftsmodell zu konzentrieren – rund 90 % des Finanzierungsbedarfs für 2023 wurden durch das Sion-Programm verursacht. 

Trotz der mehr als 45.000 Reservierungen und Vorbestellungen für den Sion waren wir gezwungen, auf die anhaltende Instabilität der Finanzmärkte zu reagieren und unser Geschäft zu verschlanken. Da das Sion-Programm mit entsprechendem Personal ressourcenintensiv war, führen wir nun ein signifikantes Programm zur Kosteneinsparung durch. Dazu gehört auch die Entlassung von etwa 300 unserer derzeitigen Mitarbeitenden. Auch diese Entscheidung ist uns extrem schwergefallen, denn für ihre harte Arbeit und ihr Engagement sind wir unglaublich dankbar. 

Die Erfolge im Rahmen des aktuellen Serien-Validierungsprogramms des Sion mit 18 Fahrzeugen waren für uns der Beweis dafür, dass das Konzept eines Solar-Elektrofahrzeugs (SEV) funktioniert. Kurz vor dem Eintritt in die Vorserienproduktion war der Sion auf dem besten Weg, die Solartechnologie in der Automobilbranche zu revolutionieren. Wir sind nach wie vor davon überzeugt, dass dies eine Lösung ist, die von den Menschen im Alltag gewünscht und gebraucht wird – das zeigt auch die unermüdliche Unterstützung unserer Community. Dennoch mussten wir diesen Schritt in Anbetracht der schlechten Kapitalmarktbedingungen gehen.

Warum hat es nicht geklappt?

Verschiedene Umstände, die nicht alle in unserem Einflussbereich lagen, wie etwa die Covid-19-Pandemie, haben zu der gegenwärtigen Situation geführt. Im Wesentlichen gibt es jedoch drei Gründe:

  • Erstens konnten wir die Investoren angesichts der anhaltenden Instabilität der Finanzmärkte nicht davon überzeugen, in ein kapitalintensives Hardwareprodukt zu investieren.
  • Da wir kaum staatliche Fördergelder erhalten haben, müssen wir uns weiterhin auf unsere Community und die Kapitalmärkte fokussieren. Seit 2016 haben wir über 330 Millionen Euro Kapital einsammeln können, eine unglaubliche Summe für deutsche Verhältnisse. Aber nur weniger als 1 % davon kamen vom Staat.
  • Der dritte Grund sind Entscheidungen, die wir in der Vergangenheit getroffen haben, insbesondere in der Anfangszeit von Sono Motors. Wir haben unterschätzt, wie schwierig es ist, die notwendigen Mittel aufzubringen. Jede Verzögerung, die durch die Mittelbeschaffung oder andere Faktoren verursacht wurde, wirkte sich auf die Entwicklung und damit auf den Zeitplan aus, was wiederum mehr Mittel erforderte.

Für die angezahlten Sion-Reservierungen, die vor der #savesion-Kampagne getätigt wurden, haben wir einen Rückzahlungsplan erarbeitet. Dieser sieht die Rückzahlung in verschiedenen Raten einschließlich eines Bonus über die nächsten zwei Jahre vor, beginnend mit der ersten Rate im Mai 2023. Wir werden kein Geld von den Zahlungszusagen der #savesion-Kampagne einziehen.

Obwohl wir das Sion-Programm eingestellt haben, werden wir die patentierte Technologie, die wir entwickelt haben, weiterhin in unserem Solargeschäft einsetzen. 

Wir bleiben unserer Mission treu

Unser wachsendes Solargeschäft entwickelt sich stetig weiter und wir arbeiten derzeit als Entwicklungspartner und Zulieferer mit Unternehmen in zehn Märkten in Europa, Asien und den USA zusammen, u.a. mit Mitsubishi Europe, CHEREAU und den beiden Volkswagen-Tochterunternehmen Scania und MAN Truck & Bus. In Zukunft wollen wir uns speziell auf Busse und Autos von anderen OEMs konzentrieren. Dabei werden wir unsere Technologie weiter skalieren und mit der für das zweite Quartal 2023 geplanten Einführung der nächsten Generation des „Solar Bus Kit“ – einer massentauglichen Nachrüstlösung für einen umweltfreundlicheren ÖPNV –  beginnen. Gespräche mit potenziellen Investoren konzentrieren sich fortan ausschließlich auf das Solargeschäft. 

Das Potenzial unserer Technologie wurde nicht nur durch unsere kommerziellen Partnerschaften, sondern auch durch die Europäische Union bestätigt. Im Januar sicherten wir uns eine Finanzierung in Höhe von 1,46 Millionen Euro von der Europäischen Exekutivagentur für Klima, Infrastruktur und Umwelt (CINEA) der EU-Kommission, um die Entwicklung der firmeneigenen Solartechnologie voranzutreiben (Projekt "SEAMLESS-PV"). Außerdem konnten wir 52 erteilte oder angemeldete Patente bekannt geben. 

Die Zukunft ist solar 

Dieser Schritt ist nicht leicht, doch er bedeutet auch, dass wir unsere Mission „Solar on every vehicle“ fortsetzen. Damit bieten wir Lösungen an, mit der Treibhausgase reduziert und der Alltag von Menschen auf der ganzen Welt verbessert werden kann. Die Zeit für diese Mission ist jetzt und unsere Technologie ist bereit, sie umzusetzen. 

Wir danken euch allen noch einmal von Herzen für eure langjährige Unterstützung. Ihr seid der Grund, weshalb wir mit dem Sion so weit kommen konnten. Weshalb heute eine ganze Industrie über Solar-Integration nachdenkt. Ihr habt Veränderung bewirkt – und zwar große. 

Dies ist nicht das Ende. Unsere Zukunft ist solar. Für eine Welt ohne fossile Energien. 

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https://sonomotors.com/de/blog/the-future-is-solar/ Laurin
2023-01-12T08:00:00+01:00 2023-12-27T03:31:13+01:00 Warum der Sion auf die Straße muss

Erderwärmung und Klimawandel: Noch vor 20 Jahren schien das für die meisten von uns ganz weit weg. Für manche scheint es das immer noch zu sein. Doch Fakt ist: Die Klimakrise ist längst da. Vor unserer Haustür. Nicht im globalen Süden, nicht an den Polkappen, sondern hier in Deutschland.

Und auch überall sonst auf der Welt: ungewöhnliche Höchstwerte von bis zu 20 °C im Winter in Europa. Eiseskälte und Blizzards in den USA mit Tiefstwerten von minus 45 °C. Nicht genügend Schnee in den Alpen, Überschwemmungen rund um den Globus. Der Klimawandel passiert und keiner von uns ist mehr immun gegen seine Auswirkungen. Die Wissenschaft ist sich einig: Was wir jetzt gerade erleben, sind lediglich die Vorläufer, eines globalen Wandels, der unser aller Leben verändert und unsere Lebensgrundlagen bedroht. 

Dieser Wandel ist zu einem Bärenanteil auf eine Sache zurückzuführen: die Verbrennung fossiler Brennstoffe – insbesondere Erdöl. Den größten Teil, den wir von dieser endlichen Ressource verbrennen, geht für eine unserer allergrößten Leidenschaften drauf: die Mobilität. Ob Autofahren, Fliegen oder der Transport von Gütern – das erdölbasierte von A nach B hat verheerende Auswirkungen auf das globale Klima. 

Um das endlich zu ändern, brauchen wir jetzt realistische Lösungen. Lösungen, die Mobilität neu und ganzheitlich denken. Lösungen für die breite Masse und nicht nur für die oberen 1 %. 

Die Mobilitäts-Revolution auf vier Rädern 

Eine solche Lösung sieht für uns so aus: klimafreundliche Mobilität für alle – durch ein teilbares, alltagstaugliches Solar-Elektroauto – den Sion.

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Und so kann er zur Lösung beitragen: 

  • Ein fairer Preis von 29.900 €. Günstiger als vergleichbare E-Autos und erschwinglich für die durchschnittliche Fahrzeughalter:in.
  • Solar-Integration für kostenlose und emissionsfreie Reichweite – denn die Sonne schickt keine Rechnung. Das reduziert außerdem die Notwendigkeit, zu laden und macht den Sion potenziell zu einem der klimafreundlichsten E-Fahrzeuge der Welt. 
  • Bidirektionales Laden für maximale Unabhängigkeit – unterwegs und zu Hause. Der Sion versorgt andere mit Strom und funktioniert auch als Hausspeicher. Damit soll die Stabilisierung der Netze unterstützt und der Wandel zu 100 % erneuerbaren Energien beschleunigt werden. 
  • Der Sion kann via App geteilt werden. So möchten wir noch mehr Menschen den Zugang zu klimafreundlicher Mobilität ermöglichen. Integriertes Carsharing soll städtische Verkehrsinfrastrukturen entlasten und ermöglicht uns, unsere Autos deutlich effizienter zu nutzen.

Kurz gesagt: Für uns ist der Sion die Mobilitäts-Revolution auf vier Rädern. 

Eine Lösung, die die Welt jetzt braucht. Praktisch und klimafreundlich für den Alltag von Millionen von Menschen.

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Der Sion bietet Platz und Komfort für Familien, hat ein modernes Infotainment-System und ein intuitives und praktisches Design. Er ist das Schweizer Taschenmesser unter den E-Autos, nicht die teure Designer-Handtasche. Und falls es mal drauf ankommt, haben wir mit BOSCH einen verlässlichen und renommierten Service-Partner an unserer Seite, der sich um Reparaturen und Wartungen kümmert. Eigentlich sollte einer klimafreundlichen Lösung wie dieser nichts im Weg stehen. 

Es geht nur gemeinsam 

Obwohl der Sion als perfekte Lösung für so viele Probleme erscheint, haben wir in der aktuellen Wirtschaftslage Schwierigkeiten, die Produktion zu finanzieren. 

Eine globale Pandemie, hohe Inflationsraten und ein zerstörerischer Krieg in Europa haben zu instabilen Finanzmärkten geführt. Hinzu kommt, dass die Finanzmärkte und sogar ganze Regierungen erneut große Mengen Geld in Öl und Gas investieren. Neue Infrastrukturen und Anlagen entstehen, um noch mehr fossile Brennstoffe zu verarbeiten und zu verbrennen.

Diese Entscheidungen beschleunigen aktiv den Klimawandel und verhindern die selbst gesetzten Klimaziele, wie das so wichtige 1,5-Grad-Ziel. Wichtige Innovationen und klimafreundliche Technologien, die zur Bekämpfung der Klimakrise beitragen könnten, werden von Entscheidungsträger:innen vernachlässigt. Wenn Politiker:innen, Investor:innen und Konzerne sich weigern, in diesem kritischen Moment Verantwortung zu übernehmen, müssen wir selbst handeln – als Community.

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Wir glauben an diese Lösung, aber wir müssen für sie kämpfen – mit allen Mitteln, die uns zur Verfügung stehen. Wir brauchen 100.000.000 €, über 40.000.000 € haben wir bereits gesammelt. Das ist unglaublich, doch reicht noch nicht aus. 

Uns verbleiben jetzt noch 14 Tage, um das Ruder rumzureißen und um der Welt zu zeigen, dass der Sion die Lösung ist, an die wir glauben. In den letzten Wochen haben wir bereits Unglaubliches erreicht. Fast 8.000 Unterstützer:innen haben diese Kampagne zu einer der größten weltweit gemacht. Das Feedback auf der Tour ist klar: „Bringt den Sion auf die Straße!“ 

Doch dafür brauchen wir noch einen letzten Anstoß. Wir brauchen euch alle – ja, auch dich! Denn nur gemeinsam können wir die Verantwortung übernehmen, um die sich andere drücken. Nur gemeinsam können wir für eine bessere Zukunft kämpfen. Und nur gemeinsam verändern wir die Welt. 

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https://sonomotors.com/de/blog/why-the-world-needs-the-sion/ Laurin
2022-12-21T15:15:00+01:00 2023-12-27T03:31:13+01:00 Wir kämpfen gemeinsam

Wow – die letzten Tage und Wochen waren einfach unglaublich. Wir haben euch um eure Hilfe gebeten und ihr habt sofort reagiert. Wir haben gemeinsam zu viel erreicht, um jetzt einfach aufzugeben. Ja, wir haben Fehler gemacht, wir sind nicht perfekt, aber wir stehen heute hier, um für den Sion zu kämpfen.

#savesion hat gerade erst begonnen, wir haben noch einen langen Weg vor uns. Aber gemeinsam können wir es schaffen. Wir stehen zusammen, wir kämpfen zusammen. Warum? Seht selbst! 

Wir haben bereits viel erreicht

Eure Unterstützung hat es uns ermöglicht, die Entwicklung des Sion so weit voranzutreiben. Zu weit, um jetzt einfach aufzuhören. Das, was wir bereits erreicht haben, war nur dank eures Engagements und eures Vertrauens möglich:

1. Wir haben eine Flotte von 13 Fahrzeugen für die Serienvalidierung und 32 Rohkarrossen gebaut – ein gewaltiger Schritt in der Entwicklung. Es gibt Betriebsversuche, Testfahrten mit der Community, Solar-Laden, bidirektionales Laden. Unabhängige Automobiljournalisten bestätigen, dass der Sion bereits einen viel höheren technischen Reifegrad hat als erwartet.

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Mehr Details? Kein Problem!

  • Laden durch die Sonne: funktioniert! Unsere versprochenen Annahmen wurden durch erste Tests in einem Serienaufbau validiert. Unsere getestete Erhöhung des Ladezustands (SOC) entspricht 4 km (WLTP) zusätzlicher kosten- und emissionsfreier Solar-Reichweite pro Tag oder 28 km (WLTP) pro Woche im ungünstigsten Monat Dezember. Das sind 20 % weniger als die angestrebten 35 km im Dezember-Durchschnitt, die wir in unserem Infoblatt angeben. Doch wir werden unsere Algorithmen für die Effizienz noch bis zur Serie optimieren. Wir sind schon jetzt sehr zufrieden mit den Ergebnissen.
  • Bidirektionales Laden: Wir haben unsere V2V-Ladetechnologie mit 3 Phasen bei 13 Ampere (begrenzte Stromstärke während der ersten Testzyklen) erprobt, was in einem Test zu einer bidirektionalen Ladeleistung von 8 kW AC zwischen einem Sion und einem nicht modifizierten Serien-EV führt. Unser Ziel für die Serie sind 11 kW AC.
  • Wir befinden uns in einer intensiven Testphase mit Fahrzeugen auf der ganzen Welt. Zuverlässigkeits- und Qualitätstests in Spanien (Haltbarkeit, WLTP), Michigan (Kalibrierung), Schweden (NVH & Thermik), Italien (Crashtests), Ungarn (Kalibrierung elektrische Servolenkung) und Deutschland.

2. Wir sind in den USA an der Nasdaq – einem der am stärksten regulierten Märkte der Welt – an die Börse gegangen und haben seit der Gründung mehr als 330.000.000 € eingesammelt.

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  • Das zeigt: Wir sind in der Lage, Geld von Investoren zu beschaffen. 
  • Wir haben gerade eine 30-Millionen-Euro-Wandelanleihe bekannt gegeben und damit bewiesen, dass wir auch in diesen schwierigen Zeiten Geld von Investoren einsammeln können – auch wenn das leider noch nicht reicht. 
  • All dieses Geld wurde in die Kerntechnologie des Sion und in unsere Solar-Technologie investiert und führte zu 34 Patenten.

3. Wir haben ein unglaubliches Team aus 418 Branchenexperten (über 70 % davon Ingenieure) aufgebaut und wurden von den deutschen Behörden zu einem offiziell zertifizierten Automobilunternehmen, einem sogenannten OEM, ernannt.

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Niemand hätte geglaubt, dass das möglich ist. Aber wir haben es geschafft – und zwar gemeinsam. Wir haben euch versprochen, den Sion auf die Straße zu bringen. Und ihr habt uns euer Vertrauen gegeben. Lasst uns also den Neinsagern zeigen, dass sie falsch liegen. Lasst uns ihnen beweisen, dass diese Welt nicht nur von Taschenrechnern und Profiten regiert wird. Anstatt immer mehr Lösungen für das obere ein Prozent zu bauen, zeigen wir der Welt, dass wir bezahlbare SEVs und nicht luxuriöse SUVs auf den Straßen sehen wollen.

#savesion – alles zur Kampagne

Anfang Dezember haben wir eine ziemlich ehrgeizige Crowdfunding-Kampagne gestartet. 3.500 Sion in 50 Tagen. Bei einem Verkaufspreis von 29.900 € entspricht das 105.000.000 €.

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Was es braucht, um den Sion zu retten 

  • Mindestens 105.000.000 € – das ist der Wert von 3.500 Sion-Vollpreiszahlungen. Wir haben bereits über 21.000 Sion-Reservierungen. Wenn jeder heute den vollen Preis für sein Fahrzeug zahlen würde, entspräche das etwa 460.000.000 €. Wenn wir es schaffen, 105.000.000 € zu sammeln, können wir den Sion weiterbauen. Jeder zusätzliche Euro, den wir erhalten, verringert unsere Abhängigkeit vom Kapitalmarkt und senkt das Gesamtrisiko. Je größer die Community wird und je mehr Geld sie beisteuert, desto stärker sind wir.
  • Unterstützt uns mit einer Schenkung! Jeder Euro zählt. 
  • Teilt unsere Geschichte mit anderen! Wir können es nur schaffen, wenn sich noch mehr Menschen engagieren. Also erzählt euren Freunden von dieser Kampagne und aktiviert euer Netzwerk.

Was ihr bekommt 

  • Ein Rabatt von bis zu 2.100 € pro Sion. Der Rabatt verringert sich im Laufe des Aktionszeitraums. Je eher wir unser Ziel erreichen, desto eher können wir die Produktionsmaschinen bestellen, um Verzögerungen beim Produktionsstart zu vermeiden. Schnell sein hilft also uns und dir.

Wofür wir kämpfen

Es geht uns nicht um einen gemeinsamen Traum. Es geht nicht um Sono Motors. Es geht auch nicht um ein Elektroauto mit Solarzellen. Es geht darum, der Welt zu beweisen, dass Veränderung notwendig und von vielen gefordert wird. Darum, dass wir so nicht weitermachen können. Dass wir die Dinge selbst in die Hand nehmen und Politiker:innen, Investor:innen, Entscheidungsträger:innen und Unternehmen zeigen, wie echtes Handeln aussieht. 

Es geht um eine Bewegung. Um eine Community, die für eine feste Überzeugung einsteht. Und zwar, dass eine kleine Gruppe an Menschen den Status Quo verändern kann. 

Also lasst uns genau das tun. Lasst uns weitermachen. Lasst uns die Dinge selbst in die Hand nehmen. Für eine Welt ohne fossile Energien. 

Wir sind sicher, dass ihr Fragen habt, also lasst uns euch noch ein mehr Antworten geben. Hier findet ihr unseren FAQ-Bereich. In diesem Video erläutert unser CFO Torsten unsere Finanzstrategie im Detail. Außerdem könnt ihr euch gerne per E-Mail an uns wenden oder einen Termin für ein Telefonat vereinbaren. Und zu guter Letzt – habt ihr schon einmal daran gedacht, den Sion auf Tour oder in unserem Münchner Showroom zu erleben? Dann bitte hier entlang. Wir freuen uns darauf, euch zu treffen!

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https://sonomotors.com/de/blog/lets-fight-together-lets-save-sion/ Laurin
2022-10-07T16:30:00+02:00 2023-12-27T03:31:13+01:00 Sono Motors auf Tour: USA, wir kommen!

Es ist endlich so weit: USA, wir kommen! Am 10. Oktober beginnt unsere Celebrate the Change-Tour durch die USA. Fünf Städte stehen auf unserer Liste: New York City, Boston, Detroit, San Francisco und Los Angeles. Vor Ort geben wir Fans, Medien, Investor:innen und Vordenker:innen aus erster Hand Einblicke in den Sion und unsere Solarlösungen. Wir wollten euch, unsere Community, als Erstes darüber informieren, und erklären, warum wir diese weite Reise auf uns nehmen.

Dafür haben wir uns mit CEO Laurin und CFO Torsten zusammengesetzt, um euch einige Einblicke in die Tour zu geben und um darüber zu sprechen, warum wir uns dazu entschieden haben.

Die Klimakrise und ihre Auswirkungen waren noch nie so offensichtlich wie jetzt. Wenn wir nicht handeln, werden wir noch tiefer in diese Krise schlittern und unserem Planeten und der Natur noch mehr irreversible und irreparable Schäden zufügen. Um Treibhausgase zu reduzieren und die Zerstörung der empfindlichen Ökosysteme unseres Planeten aufzuhalten, brauchen wir reale und greifbare Lösungen, die jeder Mensch nutzen kann.

Wir verfolgen schon immer eine klare Vision: eine Welt ohne fossile Energien, nachhaltige Mobilität, bezahlbar für alle. Doch der Weg dahin hat sich in den letzten Jahren geändert. Unsere Solartechnologie wollen wir nicht nur für individuelle Mobilität, sondern auch für den kommerziellen Transport einsetzen. Viele Menschen auf der Welt besitzen kein eigenes Fahrzeug. Sie sind auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen, um an ihr Ziel zu gelangen. Also entwickelten wir unsere Mission weiter: „Solar on every vehicle”. 

SEV-Symbol auf dem NASDAQ-Turm am New Yorker Times Square.

„Solar on every vehicle” – das ist eine globale Mission. Wir können den Klimawandel nicht allein in Deutschland bekämpfen. Wir denken, dass jetzt der perfekte Zeitpunkt ist, um persönlich mit Menschen in Kontakt zu treten, die sich auf der ganzen Welt für eine klimafreundliche Zukunft einsetzen. Deshalb bringen wir „Celebrate the Sun" in die USA, um gemeinsam „Celebrate the Change" zu zelebrieren. Wir werden diese Gelegenheit nutzen, um dauerhafte und grundlegende Beziehungen zu Vordenker:innen, nachhaltigen Projekten, Gründer:innen von Greentech-Unternehmen, Medien, Investor:innen und Interessierten zu knüpfen. So können wir unsere Mission auf die nächste Stufe heben, Nachhaltigkeit auf globaler Ebene diskutieren und neuen Menschen saubere, bezahlbare und frei zugängliche Solarmobilität präsentieren.

Dafür reisen wir mit unserem Team, CEO Laurin, CFO Torsten und COO Thomas, vom Osten in den Westen der Vereinigten Staaten und beginnen in New York City, dem Ort, an dem wir letztes Jahr an die NASDAQ-Börse gegangen sind. Von New York aus werden wir nach Boston, Detroit, San Francisco und Los Angeles weiterreisen. Dort werden wir in Podiumsdiskussionen und Einzelgesprächen Ideen und Lösungen für eine nachhaltigere Lebensweise austauschen und zeigen, wie unsere Technologie wirklich etwas bewirken kann.

So viel zu den Hintergründen dieser Tour. Wir wissen, dass viele von euch berechtigte Fragen dazu haben. Zusammen mit Torsten und Laurin werden wir hier einmal die wichtigsten Punkte durchsprechen. 

Einmal ganz direkt gefragt: Warum gehen wir überhaupt in den USA auf Tour?

Laurin: Bevor wir auf das „Warum" eingehen, möchte ich euch einige Hintergrundinformationen geben, um sozusagen den Rahmen abzustecken. Letztes Jahr haben wir erkannt, dass wir Zugang zu den Kapitalmärkten brauchen, um unser Ziel „Solar on every vehicle" zu erreichen. Wir haben viele verschiedene Szenarien durchgespielt, bevor wir uns für einen Börsengang an der NASDAQ in New York im November 2021 entschieden haben. 

Der Börsengang ermöglichte uns den Zugang zu dem notwendigen Kapital, das wir für den Prototyp der 3. Generation brauchten. Wir brauchen dieses Kapital auch weiterhin, um unsere Vision und Mission voranzutreiben und wirklich ein Pionier und Marktführer im Bereich der nachhaltigen Mobilität zu werden. Während dieses Prozesses haben wir unseren US-Investoren versprochen, dass wir den Sion 2022 in die USA bringen werden. Wir haben erkannt, dass dies auch die perfekte Gelegenheit ist, um zu zeigen, wie unsere einzigartige Technologie wirklich etwas bewirken kann – ganz besonders in einem so großen und von Natur aus vielfältigen Land wie den USA.

Im November 2021 ging es für uns an die Börse – inklusive lautem Glockenläuten.

Aber warum sollte man das Serienauto zuerst in den USA und erst später in Deutschland zeigen? Wir sind schließlich ein deutsches Unternehmen. Werden wir auch hier, in Europa, auf Tournee gehen?

Laurin: Ende Juli dieses Jahres haben wir den Sion in seinem Serien-Design unserer Community und der Welt zum ersten Mal in München gezeigt. Nach vielen Diskussionen haben wir die Entscheidung getroffen, jetzt in die USA zu gehen. Die globale Klimaerwärmung kann nicht von München oder Deutschland aus behoben werden. Wir müssen international handeln.

Wie schon eingangs erwähnt, als wir letztes Jahr an die NASDAQ gegangen sind, haben wir unseren US-Investor:innen gesagt, dass wir den Sion zu ihnen bringen. Dadurch gibt es auch die Möglichkeit, mit weiteren potenziellen Investor:innen in Kontakt zu treten, um einen Teil unseres Finanzierungsbedarfs zu decken, bis wir zum SOP kommen. Natürlich werden wir auch eine Europatournee machen, die wir für 2023 geplant haben.

Der Sion im Serien-Design präsentiert in München bei Celebrate the Sun im Juli 2022.

Worum geht es bei dieser Roadshow eigentlich genau?

Torsten: Vereinfacht gesagt ist eine Roadshow eine „Tour", bei der eine Reihe von Treffen und Veranstaltungen in verschiedenen Städten und an verschiedenen Orten abgehalten werden. Dabei sprechen die Führungskräfte eines Unternehmens mit aktuellen oder potenziellen Investor:innen und anderen Interessenten. Sie sind sehr üblich, wenn ein Unternehmen einen Börsengang durchführen will, was wir bereits getan haben. Aufgrund von COVID und nicht zuletzt auch wegen unseres Anspruches, den Börsengang so nachhaltig wie möglich zu gestalten, haben wir im letzten Jahr darauf verzichtet.

Unsere Roadshow wird ein Mix aus der traditionellen Idee dahinter und einigen anderen Elementen. Wir treffen Investor:innen, tauschen uns aus und geben ihnen die Möglichkeit, uns als Unternehmen auch auf persönlicher Basis besser kennenzulernen. Gleichzeitig wollen wir die Zeit dort auch so effektiv und effizient wie möglich nutzen. Wir möchten mit Expert:innen vor Ort über Nachhaltigkeit diskutieren und viele Gespräche führen, um unsere Vision einer Welt ohne fossile Energien besser zu verdeutlichen.

Sollten wir die Kosten, die durch diese Reise entstehen, nicht besser für die Entwicklung des Sion verwenden?

Torsten: Solche Touren sind gängige Praxis und notwendig für Unternehmen, um sich weiterzuentwickeln und ein neues Bewusstsein für Sono Motors, unsere Vision und unsere Mission zu schaffen. Wir sind daher überzeugt, dass es gut investierte Zeit und Geld ist. 

Vielen Dank, Torsten und Laurin!

Abschließend noch ein kleiner Hinweis. Am liebsten würden wir euch alle mitnehmen, doch das geht natürlich nicht. Aber – keine Sono-Tour ohne unsere Community! Du bist in einer der Städte und möchtest den Sion hautnah erleben? Kein Problem, wir haben Termine in jeder Stadt für euch freigehalten. 

Termine in New York vom 10. – 12. Oktober 

Termine in Boston am 14. Oktober

Termine in Detroit am 17. Oktober

Unsere Erlebnisse und Eindrücke werden wir natürlich auch online mit euch teilen – zum Beispiel über unseren Newsletter oder den Blog. Für alle, die so live wie möglich dabei sein möchten, wird es auf Instagram und Twitter einiges zu sehen geben. Wir freuen uns auf eine spannende Tour! 

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https://sonomotors.com/de/blog/usa-here-we-come/ Lucy
2022-10-05T14:25:00+02:00 2023-12-27T03:31:13+01:00 Das waren unsere Highlights von der IAA Transportation

Für alles gibt es bekanntlich ein erstes Mal. Das gilt auch für unsere Beteiligung an der IAA Transportation in Hannover. Vom 20. bis 25. September haben wir auf der weltweit wichtigsten Plattform für Nutzfahrzeuge verschiedene Solarlösungen vorgestellt, die unsere Mission „Solar on every vehicle” weiter voranbringen.

Neben dem Debüt des neuen Solar Bus Kit, haben wir in Zusammenarbeit mit unseren Partnern CHEREAU, Kögel, Mitsubishi und Wingliner vier Sattelauflieger ausgestellt, die bereits mit unserer Solartechnologie ausgestattet sind.

Auf der IAA Transportation konnten wir so zusammen mit unseren Partnern anschaulich zeigen, wie Solartechnologie den Transport von morgen revolutionieren kann. Wir können damit Kraftstoff sparen, Betriebskosten senken und, vor allem, CO2-Emissionen reduzieren.  

Natürlich wollten wir mit euch einige Eindrücke der Messe teilen, also haben wir hier eine kleine Auswahl an Impressionen zusammengestellt. 

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Unser Ziel, einen Messestand zu bauen, der ohne Abfall auskommt, konnten wir zu etwa 90 % erreichen. Das bedeutet, dass wir fast alles, was wir auf der Messe aufgebaut haben, für unseren eigenen Showroom, unser Büro oder anderswo wiederverwenden können.

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Produkt-Managerin Amy präsentierte Messebesucher:innen das Solar Bus Kit. Mehr Infos dazu findet ihr hier.

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Wir wurden mit dem Trailer Innovation Award ausgezeichnet! In der Kategorie „Umwelt" belegte Sono Motors den zweiten Platz.

Alle Solarauflieger im Überblick

Zusammen mit unseren Partnern CHEREAU, Kögel, Mitsubishi und Wingliner haben wir vier Sattelauflieger mit integrierter Solarlösung vorgestellt. Die wichtigsten Details haben wir hier für euch zusammengefasst.

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KÖGEL (40-Tonnen-Sattelauflieger, mit Kühlung)

  • Gesamtleistung der Installation: 4,68 Kilowatt-Peak
  • Anzahl der Module: 26
  • Solarfläche: ~ 26 m² Solarfläche (nur Dachfläche)
  • Kühleinheit: Vector HE 19 (Carrier) – vollelektrische Kühleinheit
  • Energieertrag: 11,8 kWh/Tag Jahresdurchschnitt in München
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CHEREAU (40-Tonnen-Sattelauflieger, mit Kühlung)

  • Gesamtleistung der Installation: 9,8 Kilowatt-Peak
  • Anzahl der Module: 54
  • Solarfläche: ~ 58,9 m² Solarfläche (Dach- und Seitenflächen)
  • Kühleinheit: Elektrische Kühleinheit (Daikin)
  • Energieertrag: 21,2 kWh/Tag Jahresdurchschnitt in München
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Mitsubishi Europe (40-Tonnen-Sattelauflieger, Lamberet, mit Kühlung)

  • Gesamtleistung der Installation: 4,68 Kilowatt-Peak
  • Anzahl der Module: 26
  • Solarfläche: ~ 26 m² Solarfläche (nur Dachfläche)
  • Kühleinheit: MITSUBISHI TFV 150
  • Energieertrag: 11,8 kWh/Tag Jahresdurchschnitt in München
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Wingliner (Auflieger, Ausstellungsstück)

  • Gesamtleistung der Installation: 3,43 Kilowatt-Peak
  • Anzahl der Module: 16
  • Solarfläche: ~ 19 m² Solarfläche (nur Dachfläche)
  • Energieertrag: 8,6 kWh/Tag Jahresdurchschnitt in München
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https://sonomotors.com/de/blog/7-impressions-from-iaa-transportation/ Julius
2022-09-27T12:02:00+02:00 2023-12-27T03:31:13+01:00 Das sind die wichtigsten Unterschiede zwischen SVC2 und Validierungsfahrzeug

Auf unserem Event „Celebrate the Sun“ am 25. Juli war es uns eine ganz besondere Freude, unseren Unterstützer:innen vor Ort und online endlich unser Serien-Validierungsfahrzeug und das Produktionsdesign des Sion vorstellen zu dürfen. Falls ihr keine Gelegenheit hattet, dabei zu sein, oder euch einfach so dafür interessiert, wie genau sich das Serien-Validierungsfahrzeug vom vorherigen Prototypen, dem SVC2, unterscheidet, dann findet ihr nachfolgend weitere Informationen zu den wesentlichen Unterschieden. Viel Spaß beim Lesen!

SVC2 vs. SVV

Wir haben den SVC2 und das SVV (kurz für Series-Validation Vehicle oder Serien-Validierungsfahrzeug) hier für euch nebeneinander gestellt, um euch zu zeigen, wie sie sich im Aussehen unterscheiden. Wenn der Sion in Serie geht, soll das Außendesign genauso aussehen wie jetzt beim SVV.

Vielleicht ist euch schon aufgefallen, dass das SVV ein kleines bisschen, genauer gesagt 160 mm, länger ist. Verändert wurde dies wegen der Fahrzeugdynamik und aus unfall- und sicherheitstechnischen Gründen. Diese Abmessungen sind nun endgültig und werden für die zukünftigen Fahrzeuggenerationen beibehalten. Außerdem ist das Fahrzeug nun leichter – 1.750 kg statt bisher 1.830 kg. 

Auf den Bildern fällt auch ein weiteres spannendes Detail auf: Das Frontdesign wurde deutlich überarbeitet und wird sich, wie bereits erwähnt, in dieser Form ähnlich in unserem Serienfahrzeug wiederfinden. Die Fahrzeuge verfügen nun über neue, optimierte Scheinwerfer und Rückleuchten. Auch der Ladedeckel wurde überarbeitet. Neu hinzugekommen ist zudem eine Rückfahrkamera im Heck, die das Fahren noch angenehmer macht.

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Die Außenhaut des Sion wurde ebenfalls überarbeitet und mit der neuesten Generation an Solarzellen ausgestattet und damit im Vergleich zur vorangegangenen Generation und dem Prototypen noch einmal optimiert. Unser Team arbeitet derzeit noch unermüdlich am finalen Design der Solarmodule in der Außenhaut, die dann im Serienfahrzeug zum Einsatz kommen sollen.

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Auch der Innenraum hat einige Verbesserungen erhalten – darunter ein geräumigeres, geradliniges Interieur mit mehr Stauraum, neu gestaltete Vorder- und Rücksitze sowie ein neues Lenkrad.

Sion, Interieur, Cockpit, Infotainment, Lenkrad

Hier haben wir nun auch die neue Batterie mit 54 kWh verbaut, die wir euch letztes Jahr vorgestellt hatten. Die Batterietechnologie basiert auf LFP-Zellen (Lithium-Eisenphosphat), und die Batterie ist besonders langlebig und ressourcenschonend. Sie enthält kein Kobalt, Nickel oder Mangan und ist nur schwer entflammbar. Auch bei intensiver Nutzung weisen diese Batterien nur geringe Leistungsverluste auf. Die Reichweite des Sion wird so auf bis zu 305 km (geschätzte WLTP) mit einer Ladekapazität von bis zu 75 kW (Schnellladen DC) ausgedehnt werden.

Am 25. Juli haben wir das neue Design unserer Community und der Welt vorgestellt.

Ihr wollt noch mehr über unser Serien-Validierungsfahrzeug erfahren? Schaut doch mal in die Aufzeichnung der Q&A-Sessions, die live auf unserem „Celebrate the Sun“-Event abgehalten wurden, wo das Fahrzeug zum ersten Mal vorgestellt wurde. Falls ihr schon immer mal wissen wolltet, wie so ein Validierungsfahrzeug gefertigt wird – hier ist der passende Blogbeitrag. Wir empfehlen außerdem unsere Videoserie auf YouTube, bei der wir den Fertigungsprozess der Validierungsfahrzeuge im Detail begleiten. 

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https://sonomotors.com/de/blog/whats-changed-from-the-svc2-to-our-latest-validation-vehicle/ Lucy
2022-09-08T12:41:00+02:00 2023-12-27T03:31:13+01:00 Dieses Jahr sind wir auf der IAA Transportation! Aber warum eigentlich?

Wir sehen uns als Pionier für nachhaltige Technologien. Die Bereitstellung echter Lösungen für eine grünere Zukunft des Verkehrs ist für uns mehr als eine Herzensangelegenheit. Es ist der zentrale Grund, warum es uns überhaupt gibt. Wir möchten echten Wandel bewirken und kein Greenwashing betreiben. Deswegen fragen wir uns bei jeder Entscheidung, die wir treffen: “Ist das wirklich Sono?”

Für diejenigen unter euch, die uns schon lange verfolgen, ist es vielleicht eine Überraschung, dass wir dieses Jahr zum ersten Mal als Aussteller auf der IAA Transportation in Hannover vertreten sein werden. Und ihr habt auch recht. Diese Entscheidung zu treffen, war nicht gerade ein Spaziergang. 

Wir sehen zwar viele positive Veränderungen um uns herum, aber wir sehen auch viele Hürden auf dem Weg hin zu einem nachhaltigeren Mobilitäts- und Transportsektor. Die Fortschritte sind einfach nicht schnell genug. Nur ein Beispiel: Über 70 % aller neu zugelassenen Busse in der EU fahren immer noch mit Diesel.

Das Solar Bus Kit wird der Branche zum ersten Mal vorgestellt.

Wir bei Sono haben für gewöhnlich eine "No Trade Show"-Philosophie. Wir glauben, dass man heutzutage seine Produkte online und über direkte persönliche Kontakte vermarkten und eine starke Marke aufbauen kann, ohne viel Geld und Ressourcen für die Teilnahme an internationalen Messen auszugeben. Emissionen spart das zudem auch ein. 

Aber wir sind auch für Veränderungen bekannt und als wachsendes Unternehmen mit verschiedenen Geschäftsbereichen hinterfragen wir unsere eigenen Ansichten ständig. Wir haben erkannt, dass es für unser B2B-Geschäft die richtige Zeit und der richtige Ort ist, um die Transport-Branche auf ihrer wichtigsten Veranstaltung zu treffen und zu sehen, was das bewirkt.

In Zusammenarbeit mit unseren Partnern werden wir vier Anhänger-Prototypen wie diesen Kühlanhänger von CHEREAU enthüllen.

Wir kommen mit offenen Augen und Ohren und haben eine Menge toller Lösungen im Rucksack. Die ganze Branche an einem Ort zu treffen, ist eigentlich ein ziemlich effizienter und nachhaltiger Weg, um in Kontakt zu kommen. Ein echter Bonus für uns.

Auch weil wir euch gegenüber transparent sein möchten, haben wir hier einige der Dinge aufgelistet, die uns für den Messebesuch wichtig sind und wie wir dabei gleichzeitig “Sono bleiben”. 

  • Null-Abfall-Messestand: Wir haben uns das sehr ehrgeizige Ziel gesetzt, einen Messestand zu bauen, der ohne Abfall auskommt. Dieses Ziel haben wir zu etwa 90 % erreicht. Das bedeutet, dass fast alles, was wir bauen, für unseren eigenen Ausstellungsraum, unser Büro oder anderswo wiederverwendet wird. 
  • Kommunikationspolitik: Wenn wir CO2-Zahlen kommunizieren, veröffentlichen wir auch die CO2-Emissionen, die zur Herstellung unserer Technologie nötig sind – der sogenannte "CO2-Rucksack"
  • Transparenz: Wir zeigen nicht nur unsere neuesten Technologien, sondern kommunizieren auch offen unsere Projekt-Updates. 
  • Wir bringen unsere Sono-Werte auf eine klassische Messe: veganes Essen und Getränke, keine Flüge zur Anreise und kein Papier, sprich keine Flyer, Visitenkarten, etc. 
  • Unterbringung: geteilte Airbnbs, keine überteuerten Hotelzimmer; 
  • Nur Sono-Mitarbeiter:innen am Stand, keine Hostessen; jeder übernimmt Verantwortung, auch wenn es um den Abwasch von Kaffeetassen geht; 

Wenn wir euer Interesse geweckt haben, kommt uns doch in Hannover besuchen: Halle 26, Stand CO2. Dort erlebt ihr nicht nur unsere einzigartige Solar-Technologie und die Menschen dahinter, sondern auch wie wir an einer Messe teilnehmen und dabei trotzdem Sono bleiben. 

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https://sonomotors.com/de/blog/sono-goes-to-iaa-transportation-but-why/ Julia
2022-08-18T12:19:00+02:00 2023-12-27T03:31:13+01:00 "Kosten sparen und Emissionen reduzieren": Ein Update zu Sono Solar

Sono Solar ist im Laufe der letzten eineinhalb Jahre zu einer wichtigen Säule von Sono Motors geworden. Auf der Consumer Electronics Show im Januar 2021 haben wir zum ersten Mal bekannt gegeben, unsere Solartechnologie an andere Unternehmen zu lizenzieren. Damit möchten wir einen wichtigen Beitrag zur Transformation des globalen Transportsektors leisten und Fahrzeuge effizienter und nachhaltiger machen. Unsere Mission? Solar on every vehicle! 

Inzwischen hat sich einiges getan. Die Zahl an Unternehmen, die mit uns zusammenarbeiten, wächst, verschiedene Prototypen wurden bereits installiert und auf dem Celebrate the Sun-Event durften wir euch und der Öffentlichkeit unsere erste Produktauskopplung vorstellen: das Solar Bus Kit. Höchste Zeit also für ein kleines Update. Dafür haben wir mit Lars, dem Head of Product bei Sono Solar gesprochen.

Hallo Lars! Stell dich unseren Leser:innen doch einmal ganz kurz vor. Wer bist du, was machst du bei Sono? 

Hallo! Ich bin Lars und ich bin für den Ausbau der Solar-Integration als B2B-Geschäft zuständig. Außerdem kümmere ich mich um die generelle strategische Weiterentwicklung von Sono Solar – dem Solar-Geschäftsbereich von Sono Motors. Studiert habe ich Wirtschaftswissenschaften und Innovationsmanagement. Schon vor meiner Zeit bei Sono war ich in der Automobilbranche tätig. Innovationsthemen sowie Markterschließung haben mich schon immer fasziniert und begeistert, was einer der Gründe ist, warum ich Sono so spannend finde.

Lars Löhle, Head of Product bei Sono Solar

Seit 2018 bist du bei uns an Bord. Wie hat sich das Solar-Geschäft in dieser Zeit verändert? Was war dein persönliches, was dein professionelles Highlight bisher? 

Als ich 2018 bei Sono angefangen habe, waren wir noch weitaus weniger Mitarbeiter:innen, damals um die 50. Wir haben uns alle auf ein großes gemeinsames Ziel konzentriert: den Sion auf die Straße bringen. 2020 haben wir gemerkt, dass das nicht ausreicht, um unsere Vision, einer Welt ohne fossile Energien, zu verwirklichen. Wir haben auch das Potenzial erkannt, das unsere innovative Solartechnologie birgt und dass sie in vielen verschiedenen Industrien hilfreich und nützlich sein kann, um Emissionen einzusparen. Daraufhin haben wir einen eigenständigen Geschäftsbereich aufgebaut: Sono Solar. Dessen Zweck ist es, unseren Kund:innen die Stärken und Vorteile von fahrzeugintegrierter Photovoltaik näherzubringen und zu zeigen, was damit alles möglich ist. Mittlerweile haben wir uns stark spezialisiert und fokussieren uns heutzutage hauptsächlich auf die Bereiche Busse, E-Transporter sowie Kühltransporter. 

"Mit Solar ist so viel möglich, das möchten wir den Menschen zeigen."

Mit unseren Geschäftspartner:innen und Kund:innen arbeiten wir dafür sehr eng zusammen und bieten von der technischen Konzeption über die eigentliche mechanische und elektronische Integration bis hin zum After-Sales-Service alles aus einer Hand an. Aktuell befinden wir uns in der Transformationsphase von der Prototypenentwicklung hinzu skalierbaren und kosteneffizienten Lösungen für die verschiedenen Märkte, wie beispielsweise unser Solar Bus Kit.

Seit 2021 arbeitet Sono Solar mit anderen Fahrzeugherstellern zusammen und verbaut dort die proprietäre Solartechnologie. Kannst du uns ein bisschen zu den Ergebnissen in den verschiedenen Bereichen erzählen?   

Nachdem wir bereits wenige Monate nach den ersten Kundengesprächen unseren ersten Vertrag unterschreiben konnten, haben wir im letzten Jahr sehr viele weitere Kundengespräche geführt, gemeinsam Solar-Konzepte und -Prototypen entwickelt und zeitgleich unsere Technologie für die verschiedenen Branchen ausgebaut. Die polymerbasierte Solartechnologie, die ihr vom Sion kennt, haben wir für andere Fahrzeugtypen weiterentwickelt.

Inzwischen sind wir sehr stolz schon 19 Partnerschaftsvereinbarungen unterschrieben zu haben – unter anderem mit Unternehmen wie MAN, easymile, der Münchner Verkehrsgesellschaft MVG, CHEREAU oder Rhenus Logistics. Einige der ersten Prototypen werden aktuell getestet sowie auf der IAA Transportation im September ausgestellt.

Im Bereich Solarkühlanhänger stellen wir gleich mehrere Fahrzeuge in Hannover aus, beispielsweise in Zusammenarbeit mit CHEREAU, einem französischen Premium-Kühlanhänger-Hersteller. 

Das alles trägt dazu bei, nicht nur Kosten, sondern auch CO2 einzusparen. Wir sind davon überzeugt, mit fahrzeugintegrierter Photovoltaik einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz und zur lokalen und nachhaltigen Energiegewinnung beitragen zu können. Zumal wir gerade im Bereich Photovoltaik erleben, wie leistungsfähig die heutigen Solarzellen bereits sind – und das bei stetig sinkenden Preisen.

Interessant! Du darfst uns auch gerne etwas mehr zu den letzten Monaten erzählen. Was ist 2022 denn alles schon so passiert? In welchen Bereichen haben wir Fortschritte gemacht?  

Ich versuche mal die einzelnen Bereiche zu umreißen, auf die wir uns aktuell konzentrieren. Stichwort Busse: Hier arbeiten wir an zwei verschiedenen Themen. Einmal möchten wir es Flottenbetreibern ermöglichen, Geld und Emissionen einzusparen. Das kann gelingen, wenn Dieselbusse aus den Flotten mit Solarmodulen ausgestattet werden. Ein sehr gutes Beispiel für diesen Anwendungsfall ist unsere Kooperation mit der Münchner Verkehrsgesellschaft MVG.

"Wir möchten es Flottenbetreibern ermöglichen, Geld und Emissionen einzusparen."

Ende Juli haben wir auf unserem Event Celebrate the Sun das neue Solar Bus Kit vorgestellt. Dabei handelt es sich um eine standardisierte und skalierbare Nachrüstlösung für Dieselbusse, die wir für die gängigsten 12-Meter-Stadtbusse entwickelt haben. Systeme wie etwa die Klimaanlage eines Busses können so teilweise mit erneuerbarer Energie betrieben werden. Das spart, wie auch schon die Kooperation mit der MVG zeigt, Kraftstoff, CO2 und Kosten. Ein mit dem Solar Bus Kit ausgestatteter Bus der VBR Verkehrsbetriebe – unterwegs für den Münchner Verkehrs- und Tarifverbund – war auf dem Event auch zu sehen. Demnächst folgt ein weiterer Bus für die MVV-Flotte.

Das Solar Bus Kit auf einem 12-Meter-Stadtbus in München

Das nächste Thema in diesem Bereich dreht sich um Lösungen für elektrische Busse. Hier möchten wir Hersteller unterstützen, mithilfe unserer Solartechnologie die Reichweite der Fahrzeuge zu verlängern, die Abhängigkeit von der fehlenden und häufig teuren Ladeinfrastruktur zu verringern und Standzeiten zu verkürzen. Aktuell arbeiten wir hier an einem ersten Projekt, um unsere Solar-Integration auf E-Bussen zu testen und zu validieren.

Und dann gibt es noch die Kategorie Kühlfahrzeuge. Mit unserem Kunden CHEREAU arbeiten wir an einem ersten Fahrzeug, das verschiedene Daten sammeln soll und mit dem wir die elektrische Integration im Hochvoltbereich validieren. Das Ziel ist, diese Lösungen dann in die Serie zu bringen und den Flottenbetreibern in ganz Europa, nachhaltigere sowie dauerhaftere, rein elektrische Kühlung zu gewährleisten. Weitere Kühlfahrzeuge mit anderen Herstellern sind ebenfalls in der Umsetzungsphase und werden auf der IAA Transportation im September ausgestellt.

Die Sono Solar-Technologie soll einen Kühlauflieger mit bis zu 9,8 Kilowatt-Peak versorgen

Ein weiteres spannendes Feld ist der Bereich E-Transporter. Auch hier laufen bereits mehrere Projekte. Unter anderem haben wir ein Testfahrzeug, einen 15-Tonner der Rhenus Gruppe, mit Sono Solar-Messtechnik ausgestattet. Diese Datenerfassung unterstützt die weitere Optimierung unserer Solartechnologie. Das Testfahrzeug ist in Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern unterwegs. 

Das ist wirklich eine Menge. Was steht für 2022 noch alles auf eurer Agenda?

Es stehen noch viele weitere spannende Projekte an, besonders im Bereich der Prototypen-Planung und -Fertigung. Viele unserer Projekte, die wir letztes Jahr angestoßen haben, gehen jetzt in die konkrete Umsetzung. Allerdings legen wir auch weiterhin einen großen Fokus auf die interne Serienentwicklung – sowohl im Bereich elektrische Integration als auch bei der Erweiterung unserer technologischen Lösungen. Aktuell arbeiten wir an verschiedenen technologischen Innovationen für ViPV, also im Bereich der Vehicle integrated Photovoltaics. 

Arbeit an Solarmodulen in der Sono-Werkstatt

Und natürlich, die Weiterentwicklung und Vorbereitungen für den offiziellen Produkt-Launch des Solar Bus Kit. Wir freuen uns sehr darauf, dieses Produkt auf die Straße zu bringen und damit zur Emissionsreduzierung im öffentlichen Nahverkehr beizutragen. Wie immer nehmen wir euch gerne mit bei dieser Reise! Bleibt also gespannt, spätestens zur IAA Transportation geben wir euch weitere Updates dazu. Bis dahin unterstützt uns gerne, falls ihr einschlägige Kontakte zum Verkehrssektor habt. Wir freuen uns über Post unter: solar-integration@sonomotors.com.

Alles klar! Vielleicht abschließend noch eine Frage. Was bedeutet dir die Arbeit für Sono Solar persönlich? Oder etwas direkter gefragt: Wieso bist du hier und nicht woanders? 

Warum ich zu Sono gekommen bin? Ganz einfach: vor einigen Jahren habe ich versucht verschiedene Dinge wie Ernährungs- sowie Reisegewohnheiten nachhaltiger zu gestalten. Da ich allerdings den Großteil meiner Zeit in der Arbeit verbringe, wollte ich möglichst noch während meiner Arbeitszeit einen Beitrag zu einer nachhaltigeren Welt leisten. Ein großer Hebel ist nun mal die Energiegewinnung sowie die effiziente Nutzung dieser gewonnenen Energie – möglichst dezentral und mit möglichst geringen Transportverlusten. Das sind Themen, die wir bei Sono Solar direkt beeinflussen können und das treibt mich an! 

Das Team von Sono wächst stetig

Besonders sind bei Sono aber nicht nur die Produkte und die Vision, sondern vor allem auch das Miteinander. Werte wie Mut, Empathie, Integrität, Verantwortung und Vertrauen sind für uns nicht nur modische Buzzwords. Sie bestimmen die Art und Weise, wie wir zusammenarbeiten. Die Arbeit in einem einladenden, unterstützenden Umfeld ist mir sehr wichtig und das wird hier gelebt.

Lars, vielen Dank für deine Zeit und diesen interessanten Einblick in die Welt von Sono Solar. Wir sprechen uns hoffentlich bald wieder und freuen uns auf viele weitere spannende Projekte!

Wer Sono Solar und das Team einmal live erleben möchte, dem sei die IAA Transportation in Hannover ans Herz gelegt. In der Halle 26, Stand C02 ist Sono Solar vom 20. bis zum 25. September vertreten. 

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https://sonomotors.com/de/blog/save-money-and-reduce-emissions-an-update-on-sono-solar/ Julius
2022-08-10T16:34:00+02:00 2023-12-27T03:31:13+01:00 Celebrate the Sun – das waren die Highlights

A day to remember! Nach jahrelanger Entwicklung durften wir am 25. Juli 2022 den Sion im fertigen Produktionsdesign präsentieren. Ein weiterer entscheidender Meilenstein, den wir ohne euch – unserer Community – nicht erreicht hätten. Danke an alle, die Teil des Events waren und uns auf unserem Weg begleiten und unterstützen. Durch euch stehen wir heute dort, wo wir sind.

Umso mehr war es uns auch eine große Freunde, euch bei dem Event mit einer zweiten Premiere überraschen zu können: die Vorstellung des Solar Bus Kits. Durch die komplette und effiziente Solar-Nachrüstlösung für Dieselbusse soll weiterer Kraftstoff eingespart werden. Damit steht das Projekt komplett unter unserer Mission “Solar on every vehicle”. 

Für uns war es etwas ganz Besonderes diese zwei Premieren mit über 1.500 Menschen live vor Ort und mit mehr als 8.600 Menschen online teilen zu können. Ein Tag voller Emotionen, Eindrücke und Austausch mit der Community, die uns immer noch bewegen. Wir sind komplett überwältigt!

Ein besonderer Moment: die Enthüllung des Produktionsdesigns des Sion mit der Sono Community.

Und weil es etwas so besonderes war, haben wir für euch eine Zusammenfassung des Events erstellt. Unter diesem Link gelangt ihr direkt zum Video, in dem ihr nochmal alle Highlights des Tages sehen könnt. Wer weder live noch online dabei sein konnte, findet hier auch die Aufzeichnung der Premiere.

Weil wir wissen, dass nicht jeder Englisch perfekt beherrscht, aber wir euch die wichtigen Neuigkeiten rund um das Produktionsdesign des Sion, die Sono Carsharing App und das Solar Bus Kit nicht vorenthalten wollen, haben wir das Video von der Premiere jetzt auch mit deutschen Untertiteln versehen. Diese könnt ihr im Youtube-Player aktivieren.

Danke für eure Unterstützung und dieses einmalige Erlebnis!

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https://sonomotors.com/de/blog/here-are-the-highlights-from-celebrate-the-sun/ Sarah
2022-07-21T11:43:00+02:00 2023-12-27T03:31:13+01:00 Sisu! Oder warum Valmet Automotive der perfekte Partner für die Serienproduktion ist

Wie füreinander gemacht! Im April dieses Jahres haben wir Valmet Automotive als unseren Partner für die Serienproduktion des Sion bekannt gegeben. Unsere Teams arbeiten bereits eng zusammen. Während das Fahrzeugprogramm für die Serienvalidierung voranschreitet, bereitet unser Entwicklungsteam zusammen mit unserem Auftragsfertiger die Produktion vor. Alle Arbeitsabläufe sind angelaufen und Ingenieur:innen beider Teams arbeiten schon jetzt an der Verbesserung der aktuellen Fahrzeuggeneration und an der Vorbereitung der Fertigung – ein großer Meilenstein auf dem Weg, den Sion an unsere Community zu liefern. 

Diesem Meilenstein folgend, möchten wir euch heute Valmet Automotive etwas näher vorstellen. Denn nicht alle aus unserer Community sind leidenschaftliche Expert:innen für Themen, die die Automobilbranche betreffen. Einige von euch denken sich vielleicht: „Okay, sie bauen den Sion mit dieser Firma aus Finnland, was ist schon dabei?" Hier sind also einige Infos über unseren Partner aus der Stadt mit dem wunderschönen Namen Uusikaupunki. Fangen wir mit den Grundlagen an! 

Wer ist eigentlich Valmet Automotive?

Das 1968 gegründete Unternehmen Valmet Automotive ist einer der weltweit größten Auftragshersteller von Fahrzeugen. Ursprünglich wurde das Unternehmen als Joint-Venture zwischen dem schwedischen Automobilhersteller Saab und dem finnischen Staat gegründet. Einer der Gründe dafür war die hervorragende Lage: Die Stadt Uusikaupunki liegt ganz in der Nähe der Ostsee, was für die Logistik sehr vorteilhaft ist. Heute ist die Produktionsstätte die größte Einzelproduktionsstätte in Finnland. 

Eingang zum Produktionsgelände in Uusikaupunki

Valmet Automotive betreibt auch Werke in Polen und Deutschland. Insgesamt sind dort 4.500 Menschen beschäftigt. In den mehr als 50 Jahren seines Bestehens hat das Unternehmen die erstaunliche Zahl von über 1,7 Millionen Fahrzeugen produziert. Und als ob das noch nicht genug wäre, stellt das Unternehmen bereits seit 2009 E-Autos her. Fünf verschiedene Elektrofahrzeugmodelle wurden von Valmet Automotive gefertigt, was unseren Partner zu einem der weltweit führenden Hersteller von Elektrofahrzeugen macht.

Fahrzeuge herstellen – aber in nachhaltig

Doch in dem Unternehmen steckt mehr als beeindruckende Zahlen und jahrzehntelange Erfahrung. Valmet Automotive ist nicht nur ein weltweit führender Hersteller von Elektrofahrzeugen, sondern in der Branche auch ein Pionier in Sachen Nachhaltigkeit. In allen eigenen Aktivitäten ist das Unternehmen bereits CO2-neutral. Wie bei uns ist auch in Uusikaupunki Nachhaltigkeit mehr als nur ein hippes Modewort. Es ist ein Leitprinzip und ein integraler Bestandteil des Unternehmens, das alle Aktivitäten und Entscheidungen bestimmt. Deshalb verwendet Valmet Automotive für die Produktion nur erneuerbare Energien. 

Ein Blick in eine Produktionshalle bei Valmet Automotive.

Sollten Treibhausgasemissionen entlang der Lieferkette oder bei der Produktion unvermeidbar sein, werden diese durch geeignete Maßnahmen vollständig ausgeglichen. Das hat uns wirklich beeindruckt, und wie ihr vielleicht wisst, haben wir vor, dasselbe mit der Produktion des Sion zu tun. 

Außerdem hat sich Valmet Automotive ethische Richtlinien geschaffen, die eine optimale Zusammenarbeit sicherstellen sollen. Dazu gehören gegenseitiger Respekt, Vertrauen und Integrität - Prinzipien, die auch wir bei Sono hochhalten und zu 100 Prozent leben. 

Sisu! Die typisch finnische Mentalität

Nicht zuletzt haben wir bei der Zusammenarbeit mit den Mitarbeitenden von Valmet Automotive eine ganz besondere Mentalität erlebt. Unser geschätzter Kollege Thomas Hausch hat das in unserem letzten Video so beschrieben: „Die Menschen dort sind sehr entschlossen und bauen Fahrzeuge mit einer Kombination aus, ich würde sagen, bescheidenem Stolz und sehr hoher Präzision." 

Eine Mitarbeiterin bei der Qualitätskontrolle

Bei unseren Recherchen sind wir auf den Begriff „sisu" gestoßen – ein finnisches Wort, das eigentlich in keine andere Sprache übersetzt werden kann, wie der finnische Autor und Redakteur von „thisisFINLAND" Peter Marten schreibt: „Das finnische Wort 'sisu' ist unübersetzbar, aber das hält die Leute nicht davon ab, es zu versuchen: Entschlossenheit, Mut, Härte, Tapferkeit und Willenskraft sind einige der Begriffe, die man verwendet." 

Um ein besseres Verständnis dafür zu bekommen, haben wir unsere Partner:innen aus Uusikaupunki in ihren eigenen Worten erklären lassen, was dieses Konzept bedeutet: „Sisu ist eine sehr finnische Denkweise, eine sehr finnische Mentalität", sagt Olaf Bongwald, CEO von Valmet Automotive. „Es bedeutet in etwa: 'Mach das Unmögliche möglich, gib nicht auf und sei manchmal ein bisschen stur'", fügt er hinzu. 

Wir sind überzeugt, dass diese Denkweise perfekt ist, um die Herausforderungen unserer modernen Welt zu meistern. Wenn man sich die Geschichte von Sono Motors anschaut, ist Sisu, oder Beharrlichkeit, wie wir es eher nennen würden, ein Charakterzug, den unsere Gründer:innen, Reservierer:innen, unsere Community und natürlich auch unser Team alle teilen. Erst diese Beharrlichkeit hat es uns ermöglicht, unsere Mission stetig voranzutreiben. Und natürlich müssen wir auch genau das weiterhin tun, um unsere Vision einer Welt ohne fossile Energien zu verwirklichen. 

Zum Glück haben wir in Valmet Automotive einen Partner gefunden, der nicht nur technisch und fachlich bestens ausgestattet ist, um uns auf unserem Weg zu begleiten, sondern auch eine ganz ähnliche Einstellung hat, wenn es um Herausforderungen geht. Schließen wir also den heutigen Blog mit der Erkenntnis, dass man manchmal, wie Olaf Bongwald, CEO von Valmet Automotive, sagte, ein bisschen stur sein muss, um das Unmögliche möglich zu machen. Oder mit anderen Worten: sisu! 

Wenn ihr mehr über Valmet Automotive und unsere Partnerschaft erfahren möchtet, schaut euch unser neuestes Video und unsere Website an. Natürlich halten wir euch auch weiterhin auf dem Laufenden! 

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https://sonomotors.com/de/blog/sisu-or-why-valmet-automotive-is-the-perfect-partner-for-building-the-sion/ Julius
2022-07-16T07:00:00+02:00 2023-12-27T03:31:13+01:00 Pride is for life, not just for June

Gegen Ende des letzten Monats haben wir auf Twitter gepostet: „Pride is for life, not just for June“. Viele Unternehmen setzen im Pride Month Juni auf die Themen Pride und Diversität. 

Wir haben darüber nachgedacht, wie wir unsere Unterstützung und unseren Respekt für den Pride Month authentisch zeigen können, ohne daraus einfach ein Marketinginstrument zu machen. Als Unternehmen erkennen wir Diversität in all ihren Formen an und schätzen sie. Für uns ist die Unterstützung von Diversität eine sich kontinuierlich weiterentwickelnde Reise. Und wir wollen diese Reise richtig beschreiten. Wir sind offen dafür, bei jedem Schritt etwas Neues zu lernen. Das ist der Grund, warum wir sagen: Pride ist nicht nur im Juni wichtig, sondern ein ganzes Leben lang. 

Anlässlich der Christopher Street Day Parade am 16. Juli in München möchten wir darüber schreiben, wie wir unser Unternehmen mit verschiedenen Initiativen zu einem noch sichereren und inklusiveren Arbeitsplatz machen möchten.

Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, wie wir die Inklusion in unserer Organisation verbessern können. Vielleicht ist euch bereits aufgefallen, dass wir auf unserer Website sowohl in der deutschen als auch in der englischen Version auf geschlechtsspezifische Wörter verzichten. Diese Initiative ist in den Leitfäden für Sprache klar festgelegt. Anstelle von geschlechterspezifischen Endungen nutzen wir die Schreibweise „:innen“, um auf die Vielfalt von Geschlechtsidentität aufmerksam zu machen und diese adäquat zu repräsentieren. Wir nutzen den Doppelpunkt, da Vorleseprogramme für Menschen mit Sehbehinderung diesen nicht aussprechen, sondern eine Pause machen. So wurde beispielsweise aus „Investor“ nun „Investor:innen“. Mitarbeitende werden zudem ermutigt, ihre bevorzugten Pronomen in ihren Slack-Profilen bei uns oder in ihrer E-Mail-Signatur zu hinterlegen. Im Deutschen ist es etwas schwieriger als im Englischen, denn diese Sprache basiert stark auf geschlechterspezifischen Wörtern und Formulierungen. 

Eine weitere Initiative betrifft unsere Bürogebäude: Schon sehr bald werden überall Toiletten/Waschräume für alle Geschlechter eingeführt. Wir glauben, dass geschlechtsneutrale Toiletten zu einem inklusiven Umfeld beitragen, in denen sich alle wohlfühlen können. Deshalb haben wir uns ganz bewusst dafür entschieden, die Beschilderung der Toiletten an unserem Hauptsitz zu ändern. Anstelle von „Männer“ oder „Frauen“ zeigen die Schilder dann Symbole für das, was sich hinter der Tür befindet. Das bedeutet also, dass es Schilder mit Urinalen und solche mit Toiletten geben wird, welche die geschlechtsspezifische Beschilderung ersetzen.

WC All-Gender 

Diese Initiativen stammen von unserem Diversity Circle. Diese von Mitarbeitenden geführte Gruppe hat auch das LGBTQ+ Netzwerk ins Leben gerufen. Zurzeit umfasst dieses Netzwerk zwei Slack-Kanäle. Einer ist offen für Menschen, die sich als LGBTQ+ identifizieren und Menschen, die damit sympathisieren. Der zweite Kanal ist nicht öffentlich und lediglich für Menschen, die sich als LGBTQ+ identifizieren. Er bietet einen sicheren Ort, an dem sich Mitglieder miteinander vernetzen und Themen diskutieren können, die sie lieber nicht in einem öffentlichen Kanal besprechen möchten.

Der Diversity Circle erarbeitet auch Richtlinien für ein inkludierendes Verhalten, das nicht nur auf Geschlechtern oder sexuellen Orientierungen basiert, sondern auch auf Hintergrund und Ethnizität. Diese werden offizieller Bestandteil der Unternehmensrichtlinien und werden von unserem Normative Circle genehmigt, der sicherstellt, dass alle Entscheidungen im Unternehmen mit unseren ethischen Grundsätzen übereinstimmen und alle Mitarbeitenden sich an sie halten. Wir haben viele weitere Initiativen geplant, darunter einen Begegnungstag für LGBTQ+ Mitarbeitende und Freunde, eine Schulung für Führungsrollen zu den Themen Diversität und Inklusion sowie Workshops, um das Bewusstsein für LGBTQ+ Themen zu schärfen und entsprechende Informationen bereitzustellen. 

Unsere Mitarbeiter:innen sind der wichtigste und wertvollste Aspekt unseres Unternehmens. Nur gemeinsam können wir Herausforderungen bewältigen und unsere Ziele erreichen. Daher möchten wir ein sicheres und gesundes Umfeld schaffen, in dem sich alle wohlfühlen. Wir möchten eine Welt und einen Arbeitsplatz ermöglichen, in denen sich Menschen frei fühlen, so zu sein, wie sie sind.

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2022-07-08T16:30:00+02:00 2023-12-27T03:31:14+01:00 5 Gründe, warum die Sono Motors Carsharing App für euch interessant ist

"Moment mal, Sono Motors hat eine Smartphone App? Entwickelt das Unternehmen nicht ein Solarauto? Warum bietet es eine App an? Was kann sie? Das Auto ist noch nicht mal raus!!”

Habt ihr euch schon mal eine dieser Fragen gestellt? Dann solltet ihr weiterlesen. Die fünf Minuten lohnen sich.

Ein paar Fakten

Sono Motors Carsharing ist seit Dezember 2021 für iOS und Android verfügbar. Die App kann weltweit heruntergeladen werden, der Dienst selbst ist aus rechtlichen Gründen jedoch aktuell nur in Deutschland verfügbar. Die App ermöglicht es euch, private Fahrzeuge mit Menschen in der Umgebung zu teilen. Gründet also Gemeinschaften und ladet eure Freunde, Familie, Kollegen und Nachbarn ein. Teilt euer Auto, wenn ihr es nicht braucht. Entdeckt neue Gemeinschaften in eurer Umgebung, während ihr ein Auto für eine Spritztour sucht. So einfach ist das!

Mit der Sono Carsharing App teilt ihr euch einfach Autos, die sonst nur rumstehen würden.

Ihr braucht noch mehr Gründe, um euch für Sono Motors Carsharing zu interessieren? Kein Problem, haben wir! Hier sind fünf Gründe, warum ihr es unbedingt ausprobieren solltet!

1. Gutes für die Umwelt tun

Wir möchten individuelle Mobilität ermöglichen und dabei das bewahren, was uns am wichtigsten ist: Umwelt, Mensch und Natur. In Deutschland stehen etwa 43 Millionen Autos einfach ungenutzt herum. Das machen Fahrzeuge durchschnittlich übrigens 95 % der Zeit. Egal, ob ihr einkaufen geht, in der Arbeit sitzt oder zu Hause schlaft – eure Autos stehen im Durchschnitt 23 Stunden pro Tag still. Das ist ganz schön ineffizient! Immerhin sind beim Bau eurer Autos eine Menge wertvoller Ressourcen verwendet worden und der Definition nach sind Fahrzeuge dafür da, zu fahren. Die Sono Motors Carsharing App ermöglicht es euch also, Autos effizienter zu nutzen, indem ihr sie mit anderen teilt.

2. Ressourcen sparen, Geld sparen

Geteiltes Leid ist halbes Leid. Nutzt ihr ein Auto gemeinsam, könnt ihr eine Menge an monatlichen Unterhaltskosten sparen – tatsächlich bis zu 85 %. Und wenn ihr ein Fahrzeug von einem anderen Mitglied der Gemeinschaft mietet, müsst ihr kein Geld für ein eigenes Auto ausgeben. Immerhin würde es sowieso 23 Stunden am Tag stehen, schon vergessen?

3. Engagiert euch in Gemeinschaften und lernt neue Menschen kennen

Warum ein Auto von einer großen Autofirma leihen, wenn ihr einfach die Autos von Menschen in eurer Umgebung nutzen könnt? Gründet private Carsharing-Gemeinschaften in eurer Nähe oder entdeckt bestehende und tretet diesen bei. Lernt so neue Menschen kennen und helft euren Mitmenschen. Die freundlichste und entspannteste Art, ein Auto zu leihen.

Gemeinsam Autos nutzen! Mit der Sono Carsharing App einsteigen

4. Helft bei der Gestaltung eines Produkts

Genau wie den Sion entwickeln und gestalten wir diese App für euch und mit euch. Wir wollen Eigenschaften, Funktionen und Design der App im Laufe der Zeit ständig verbessern. Aber ehrlich gesagt, ohne das Feedback von echten Menschen unter realen Alltagsbedingungen ist das ziemlich schwierig. Je mehr Menschen die App nutzen, desto mehr erfahren wir über eure Bedürfnisse und euer Nutzungsverhalten.

5. Holt euch ein Auto, das zu euren Bedürfnissen passt

Ob für Wochenendausflüge, Arzttermine, einen spontanen Ausflug an den See oder einen Besuch im Möbelhaus – Sono Motors Carsharing gibt euch die Flexibilität, sofort ein Auto zu mieten oder eine Reise in der Zukunft zu planen.

Na, sind das nicht alles ziemlich gute Gründe, die App herunterzuladen und sie auszuprobieren? Natürlich! So findet ihr die App:

  1. Öffnet den App Store eurer Wahl. Google Play Store und App Store funktionieren beide.
  2. Sucht nach "Sono Motors Carsharing".
  3. Installiert die App und erstellt ein Konto.
  4. Wenn ihr ein Auto besitzt, stellt euer Fahrzeug in der Plattform ein.
  5. Wenn ihr kein Auto besitzt, sucht eine Gemeinschaft in eurer Nähe und sendet eine Beitrittsanfrage.

Wie bereits erwähnt, arbeitet unser Team ständig an der Verbesserung unseres Produkts. In den kommenden Wochen und Monaten wird es regelmäßige App-Aktualisierungen geben. Bleibt also am Ball und teilt uns euer Feedback mit – am besten über das Menü in der Sono Motors App. Wir halten euch auf dem Laufenden!

P.S. Noch bis Ende September haben wir einen Rabatt auf die Sono Gebühr. Schaut also gern in der App vorbei und nutzt den limitierten Rabatt. 

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https://sonomotors.com/de/blog/5-reasons-why-you-should-care-about-the-sono-carsharing-app/ Julius
2022-06-01T16:18:00+02:00 2023-12-27T03:31:14+01:00 Sion-Update: So werden die Fahrzeuge für die Serien-Validierung gebaut

Seit wir der Welt den ersten Prototypen des Sion am 27. Juli 2017 vorgestellt haben, lassen wir euch an der Entwicklung, am Design und natürlich am Bau der nächsten Fahrzeuggenerationen Teil haben. Während der Prototypen-Phase haben wir immer wieder euer Feedback und eure Meinung eingeholt – sei es bei Probefahrten, durch Umfragen oder bei einer Car Clinic. Diese wichtige Phase ist seit März abgeschlossen. Inzwischen stecken wir mitten in einem der spannendsten Momente der Fahrzeugentwicklung: die Fertigung der Serien-Validierungsfahrzeuge.

Unterstützt werden wir dabei von thyssenkrupp und Bertrandt, zwei sehr erfahrene Partner, die nicht nur umfassende Expertise im Bereich Automotive-Engineering haben, sondern auch die notwendige Infrastruktur und Kapazitäten, um die Serien-Validierungsfahrzeuge schnell und qualitativ hochwertig zu fertigen. 

Da wir euch auch im Jahr 2020 Einblicke in den Bau unserer SVC2-Prototypen gegeben haben, wollen wir euch natürlich bei diesem wichtigen und einmaligen Prozess nicht außen vor lassen. Auf unseren Social Media-Kanälen gab es schon immer mal wieder einige Fotos und Infos aus der Fertigung zu sehen, heute haben wir uns aber einmal den doch sehr wichtigen Fragen gewidmet, die vielleicht besonders für Laien interessant ist: Was passiert denn da eigentlich genau? Wie wird so ein Serien-Validierungsfahrzeug zusammengebaut? Und wie geht’s dann weiter? Wir haben das für euch einmal zu digitalem Papier gebracht. 

Alles beginnt mit der Rohkarosserie 

Als Experte für integrierte Karosseriebaulösungen ist thyssenkrupp Automotive Body Solutions für die Produktion des Aluminium Space Frames zuständig. Im zweiten Schritt übernimmt Bertrandt die Montage der neuen Sion-Testflotte hier in München. thyssenkrupp fertigt zunächst die sogenannten Body-in-white, also die Rohkarosserie der Fahrzeuge. Dafür werden alle benötigten Aluminium-Profile, Bleche und alle sonst noch benötigten Aluminium-Kleinteile gefertigt und im nächsten Schritt miteinander verbunden.

Layout der Aluminium-Komponenten des Body-in-white.

Bereits vor der Montage bei Bertrand bekommt der Aluminum Space Frame eine KTL-Beschichtung. “KTL” steht für Kathodische Tauchlackierung, ein lange haltbarer Korrosionsschutz. Später wird der Space Frame dann mit unseren Solar Body Panels verkleidet. Hier lautet unser Motto: Solar statt Lack! 

Der Aluminum Space Frame eines Serien-Validierungsfahrzeugs in der KTL-Anlage.

Lasst die Montage beginnen

Insgesamt besteht der Sion aus über 1.500 Teilen, welche in der Endmontage zusammengeführt werden müssen. Hier zeigt sich auch, ob und wenn ja welche Anpassungen in der Konstruktion vor der Serienfertigung noch vorgenommen werden müssen. 

Der Body-in-white verfügt über eine VIN-Nummer, die Vehicle-Identification-Number. Sie begleitet das Fahrzeug von der Montage, über den gesamten Lebenszyklus und ist ein wichtiges Identifikationsmerkmal für jedes Fahrzeug. Viele der nun folgenden Schritte laufen parallel, bevor sie zu einem späteren Zeitpunkt zusammen laufen.

Der Ablauf der Montage der Serien-Validierungsfahrzeuge.

Die Montage startet, indem alle beweglichen Komponenten der Rohkarosserie, nämlich Türen, Motorhaube und Heckklappe von der Karosserie entfernt und auf eigens dafür vorbereitete Vormontagebereiche verlagert werden. Dort erhalten sie die Solar-Integration, die elektrische Integration, die Verkleidung, die Dämmung und die notwendigen Schalter. 

Beim Zusammenbau all dieser Komponenten zeigt sich, wo sich für die Serie noch notwendige Verbesserungen ergeben, die dann in die Serienproduktion überführt werden müssen. Die Montagelinie des Exterieurs bildet die führende Montagelinie, auf der alle Komponenten schrittweise zusammengeführt werden. 

Im Body-in-white wird in diesem Prozess simultan auch der sogenannte Wiring Harness, der Kabelbaum, verlegt. Der Kabelbaum ist das zentrale Nervensystem der elektrischen Architektur des Fahrzeuges und verbindet alle elektrischen Komponenten miteinander. Ihre Funktionalität wird vor der Integration in das Fahrzeug auf einem Yellow Board geprüft. Dort testen die Ingenieur:innen ob alles korrekt gefertigt wurde. Bei den tausenden von Kabeln kann es vorkommen, dass sich kleine Fehler einschleichen. Diese müssen vor der Integration in das Fahrzeug natürlich behoben werden. Erst dann werden Blinker, Warnleuchten, sämtliche Lichter und alle dazugehörigen Schalter in ihrer Funktion abgenommen.

Nach der Integration des Kabelbaums folgt die Montage des Interieurs. In vielen verschiedenen Schritten werden nun Mittelkonsole, Teppiche, Himmel, Sitze, Innenverkleidung, wie auch das Armaturenbrett im Fahrzeug integriert. Das Armaturenbrett wird ebenfalls in einem eigenen Montagebereich zusammengesetzt und als Einheit in das Fahrzeug integriert und montiert. Die Schwerpunkte bilden hier die Luftkanäle, das Instrument-Cluster, das Infotainment und natürlich das Moos. 

Ohne Antrieb kein Vortrieb

Ohne das Herzstück eines jeden Autos tut sich natürlich nichts: der Antrieb. Auf der dafür vorgesehen Montagefläche für das Fahrgestell des Sion, werden verschiedene schwere Komponenten zusammengeführt. Das Fahrwerk ist ein komplexer Verbund bestehend aus Federn, Dämpfern, sowie Felgen mit Reifen, Gummilagern, der Lenkung, Stabilisatoren und den Bremsen. Im vorderen Bereich des Unterbodens liegt der elektrische Motor. In einer extra dafür vorgesehen massiven Halterung wird er fest montiert. An dieser Stelle wird sich später der elektrische Vortrieb auf die Vorderachse übertragen. 

Auch das bidirektionale Ladegerät wird im vorderen Teil des Fahrzeuges montiert und ermöglicht zu einem späteren Zeitpunkt unter anderem das Laden der Batterie. Die wohl schwerste Komponente ist die Hochvoltbatterie – sie befindet sich zwischen der Vorder- und Hinterachse. Auch diese Komponente wird auf einem dafür vorgesehenen Montagebereich montiert. Dabei ist nicht nur höchste Konzentration gefragt, sondern auch die Unterstützung von mehreren Hebevorrichtungen. So eine Batterie wiegt immerhin etwa 360 kg. 

Im nächsten Schritt werden die verschiedenen Komponenten den Fahrgestells, also die Achsen, die E-Maschine und der Antriebsstrang, an die Karosserie montiert und mit ihr zusammengeführt – der wohl wichtigste Schritt in der komplexen Montage des Validierungsfahrzeugs. Auf der Zielgeraden werden dann Heckklappe, Türen und Motorhaube aus den Montagebereichen wieder am Fahrzeug angebracht. Damit das Fahrzeug während des gesamten Prozesses immer frei zugänglich ist, passiert dieser Schritt ganz am Schluss. 

Und jetzt?

Die Montage der Serien-Validierungsfahrzeuge mit über 1.500 Teilen ist dann zwar abgeschlossen, der Prozess der Fahrzeugfertigung allerdings noch nicht. In einem letzten, aber sehr wichtigen Schritt erfolgt die sogenannte Kommissionierungsphase. Dann werden die Fahrzeug zum ersten Mal zum Leben erweckt. Die elektrischen Systeme werden aktiviert und die Steuergeräte mit der Software “geflasht”. Alle Steuergeräte sowie alle elektrischen Komponenten werden dann schrittweise auf ihre Funktionalität überprüft und abgenommen.

Dann zeigt sich die intensive Entwicklungsarbeit von ihrer schönsten Seite. Etwas, dass so noch nie vorher zusammengebaut wurde, erstrahlt in seiner fertigen Form und lässt sich erstmals bewegen. 

Die Montage ist ein intensiver und hochkomplexer Prozess, an dem insgesamt hunderte Leute beteiligt sind – sei es in der Vorbereitung, im Bereich Forschung und Entwicklung, oder in der Fertigung selbst. Wir möchten uns an dieser Stelle auch für die großartige Arbeit all der Menschen bedanken, die diesen großen und wichtigen Schritt auf dem Weg in die Serienfertigung des Sion ermöglichen.

Ein Body-in-white bei Bertrand, bereit für die Montage.

Über die kommenden Wochen und Monate werden wir insgesamt 16 Gesamtfahrzeuge und 21 Versuchsträger anfertigen. Damit erproben, validieren und zertifizieren wir den Sion bevor er im kommenden Jahr dann zum ersten Mal in Finnland vom Band laufen kann. Diese Testwagen absolvieren dabei kompromisslose Praxistests unter extremen Bedingungen. Dazu zählt die Erprobung in verschiedenen Klimazonen, die Optimierung der Solar-Technologie, die Absicherung plus Abstimmung der Fahrdynamik auf Teststrecken und im Straßenverkehr sowie Crashtests. Uns steht also weiterhin eine mehr als spannende Reise bevor, auf die wir euch natürlich hier und auf unseren Social Media-Kanälen mitnehmen möchten. Schaut also immer mal wieder rein, es lohnt sich!


P.S. Die ersten Solar Panels für unsere Serien-Validierungsfahrzeuge sind eingetroffen. Ingenieur Dominik und Community-Vertreter Sebastian sprechen über Beschaffenheit und Materialien sowie über die Herausforderungen, denen wir uns bei der Entwicklung gestellt haben. Spannend: Insgesamt konnten wir mehr Zellen unterbringen als zuvor. Wie genau wir das geschafft haben, erfahrt ihr in diesem Video.

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Die Reise, die wir in den letzten Jahren gemeinsam zurückgelegt haben, ist etwas Einzigartiges. Wir haben Hochs und Tiefs erlebt, Erfolge gefeiert und aus Fehlern gelernt. Ihren Anfang nahm sie vor nun fast 10 Jahren, als Jona und Laurin in einer kleinen Garage begannen, ihre Vision von einer Welt ohne fossile Energien in die Tat umzusetzen. Einen großen Meilenstein erreichte diese Reise, als wir vergangenen November unter dem Tickersymbol “SEV” an der New Yorker Börse NASDAQ aufgenommen wurden – ein vollkommen neues Level für unser Unternehmen.

Genau diese Reise – aus der Garage an die Börse – wurde von der Filmproduktionsfirma HAWKINS & CROSS in Zusammenarbeit mit Grimme-Preis Trägerin Lena Leonhardt umgesetzt. Mit viel Fingerspitzengefühl und einem Blick für emotionale Details zeigt sie eindrucksvoll, was es bedeutet, ein Automobilunternehmen zu führen, das nur ein zentrales Ziel verfolgt: den Schutz der Umwelt.

Die dabei entstandene Dokumentation möchten wir selbstverständlich mit euch teilen. Am 19. Mai können wir diese gemeinsam “live” auf YouTube gucken.

Link zum Filmabend

Wann? Donnerstag, 19. Mai 2022
Wo? Auf YouTube
Wie viel Uhr? 19 Uhr

Wir freuen uns auf euch!

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https://sonomotors.com/de/blog/sono-documentary-to-be-shown-live-on-youtube/ Sina
2022-04-14T15:00:00+02:00 2023-12-27T03:31:14+01:00 Warum die Heilbronner Falken das Sono Motors-Logo auf ihrem Trikot tragen

Seitdem Laurin, Jona und Navina unser Unternehmen 2016 gegründet haben, begleiten uns eine Vielzahl von Menschen – als Mitarbeitende, als Unterstützer:innen, als Reservierer:innen oder auch als Investor:innen und Gesellschafter:innen. Einer dieser langen Weggefährten ist Franz Böllinger. Er ist geschäftsführender Gesellschafter der BÖLLINGER GROUP, die seit 2017 als Gesellschafter der Sono Motors GmbH fungiert.

Neben seinem langjährigen Engagement für Sono ist Franz außerdem begeisterter Eishockey-Fan und einer der vier Gesellschafter der Heilbronner Falken. Da diese auch das Logo von Sono Motors auf ihrem Rücken tragen, haben wir uns mit ihm zusammengesetzt, um ihn euch einmal vorzustellen und herauszufinden, was es mit dieser Kooperation genau auf sich hat. 

Hi Franz, freut mich sehr dich kennenzulernen. Kannst du dich unseren Leser:innen kurz vorstellen? 

Franz: Klar! Mein Name ist Franz Böllinger und ich leite als Geschäftsführender Gesellschafter in zweiter Generation unsere mittelständische Unternehmensgruppe die BÖLLINGER GROUP, die sich auf die Herstellung komplexer Prototypen- und Sonderserienbauteile für die Automobilindustrie, die Luft- und Raumfahrtindustrie sowie den Maschinenbau spezialisiert hat. 

Franz Böllinger, geschäftsführender Gesellschafter der BÖLLINGER GROUP. Quelle: BÖLLINGER GROUP

Spannend! Ist so auch die Verbindung zu Sono Motors entstanden? 

Franz: Auf Sono Motors aufmerksam geworden worden bin ich durch einen Artikel in einer namhaften deutschen Sonntagszeitung. Dort wurde sehr umfangreich über die Sono-Gründer:innen und deren Ideen und Motivationen berichtet. Dem folgte eine Kontaktaufnahme mit Laurin und Jona, mit der Intention auszuloten, wie die BÖLLINGER GROUP dieses Projekt unterstützen könnte.

Zunächst stand der Ansatz im Vordergrund, Sono mit unserem operativen Know-how in Sachen Engineering und Prototypenherstellung zu unterstützen. Daraus wollten wir dann später verschiedene Anknüpfungspunkte identifizieren. Schon nach kurzer Zeit wurde über eine Mitwirkung als Gesellschafter nachgedacht – was dann schlussendlich auch Realität wurde.

Warum habt ihr euch dazu entschlossen, in Sono Motors zu investieren und bis heute dabei zu bleiben?

Franz: Es war der Reiz und gleichzeitig die Erkenntnis, dass sich viele Dinge, die wir im Zusammenhang mit Mobilität kennen, verändern müssen und auch werden. Überzeugt hat uns die Leidenschaft sowie der Wille der Gründer:innen und Ideengeber:innen gepaart mit einer Fülle an Innovationen. Es geht bei Sono nicht wie bei anderen Fahrzeugherstellern um klassische Ziele wie eine höhere Performance, sondern um kluge Wege Ressourcen zu nutzen und um die Kreation von neuen Dienstleistungen. 

Welcher Aspekt bei Sono begeistert dich persönlich am meisten? Das Fahrzeug selbst, die Solartechnologie oder die Mobilitätsdienste?

Franz: Es ist definitiv der Mix aus allen drei Bereichen. Der besondere Wert liegt aber aus meiner persönlichen Warte, ganz zweifelsohne in der integrierten Solartechnologie und den Mobilitätsdiensten, die Sono von den etablierten und auch neuen Playern am Markt unterscheidet.

So viel zu Sono. Klär uns doch kurz auf: Was ist deine Rolle bei den Heilbronner Falken?

Franz: Ich bin einer von vier Gesellschaftern der Falken, die Profieishockey auf hohem Niveau in der DEL2 (A. d. Red.: Deutsche Eishockey Liga 2) in Heilbronn spielen. Die Leidenschaft für diesen Sport habe ich seit 1986 und bin damit in unserer Familie nicht alleine. Eine hohe Dynamik im Spiel, die spürbare Leidenschaft der Akteure auf und neben dem Eis und nicht zuletzt die Möglichkeit wirtschaftliche Logik mit der besonderen Terminologie im Profisport zu verbinden ist eine maßgebliche Triebfeder für mich und meine Gesellschafter-Kollegen. Seit mehr als 20 Jahren sind die Heilbronner Falken zudem Werbebotschafter für unserer Unternehmensgruppe.

Franz Böllinger (2. v. l.) mit zwei Spielern der Heilbronner Falken. Quelle: PMFDESIGN

Wie kam es dazu, dass das Sono-Logo auf dem Trikot des Teams zu sehen ist?  

Ich hatte dabei die Intention, Sono einem noch breiteren Publikum über die wertgeschätzte Community hinaus näherzubringen. Die Präsenz des Sono-Logos auf dem Trikot und die damit verbundene Reichweitenerhöhung in Sachen Markenbekanntheit soll die vielfältigen Marketing-Aktivitäten ergänzen. Sono bezahlt nichts für diese Werbefläche. Das ist ein Gesellschafter- und Investoren-Beitrag unsererseits.

Für die Heilbronner Falken bedeutet die Zusammenarbeit mit Sono ebenfalls eine erhöhte Aufmerksamkeit und im besten Fall ein Gewinn an neuen Fans und damit Reichweite – also eine echte Win-Win-Situation.

Das sehen wir auch so! Wir drücken euch für die Zukunft natürlich die Daumen. Vielen Dank für deine Zeit und deinen Beitrag.

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https://sonomotors.com/de/blog/why-the-heilbronner-falken-ice-hockey-team-jersey-is-sporting-the-sono-motors-logo/ Julius
2022-03-11T11:00:00+01:00 2023-12-27T03:31:14+01:00 Das Community-Unternehmen: Unterstützer:innen wählen neues Sono-Logo

In unserer Umfrage von vorletzter Woche haben wir euch gebeten, eure Stimme für das Logo eurer Wahl abzugeben. Und ihr habt geantwortet! 18.462 Menschen haben an der Umfrage teilgenommen – so viele wie noch bei keiner unseren Community-Umfragen – und damit über den Look des neuen Sono Motors-Markenlogo entschieden. Unter drei Varianten habt ihr eines ausgewählt und hier ist der klare Gewinner: 

Logo, Abstimmung, Umfrage Ergebnis

Das neue Sono Motors-Logo ist eine logische Weiterentwicklung seines Vorgängers – sozusagen seine Evolution. Während es alles Gute des vorherigen Logos beibehält – Minimalismus, Sonnensymbol, Einfachheit – verleiht das Update ihm neue Energie und Lebendigkeit. Die Typografie ist dem derzeitigen Logo sehr ähnlich, allerdings haben wir die scharfen Kanten abgeschwächt. Es ist jetzt freundlicher und einladender. 

Das neue Sono Motors-Logosystem

Das finale Logo wird natürlich auch auf dem Sion zu sehen sein. Vielen Dank an alle, die ihre Stimme mit uns geteilt haben. Wir wollen auch weiterhin ein Unternehmen sein, dass seine Community einbezieht und eure Meinung wertschätzt. Das gilt nicht nur für die Entwicklung des Sion, sondern auch für die gesamte Marke. 

Unsere Kreativdirektorin Gesa hat das neue Logo entworfen

Sono als Community-Unternehmen

Seit Jona, Laurin und Navina Sono gegründet haben, verfolgen wir in der Produktentwicklung einen anderen Ansatz als viele traditionelle Autohersteller. Mit der Crowdfunding-Kampagne, welche unsere Gründer:innen 2016 starteten, bezogen sie Interessent:innen, Reservierer:innen, und Unterstützende von Beginn an in verschiedene Entwicklungsentscheidungen mit ein. Ihr Motto: “Sion. Ein Solarauto für jeden.”

2016 sah das Design des Sion noch etwas anders aus.

“Als wir Navina in das Projekt eingeweiht haben, hatten Jona und ich ja bereits knapp vier Jahre lang das erste Konzeptauto in Eigenregie gebaut. Wir kamen dann auf die Idee mit dem Crowdfunding. Damit wollten wir herausfinden, ob es dort draußen Menschen gibt, die unsere Vision teilen. Glücklicherweise haben wir genau diese Menschen gefunden”, sagt Gründer und CEO Laurin über den Start der Kampagne 2016. Insgesamt sammelten die Drei über 800.000 € Euro ein und übertrafen damit ihre eigenen Vorstellungen bei weitem.

Ohne die Begeisterung der zahlreichen Menschen, die das damals noch kleine Projekt mit einer Reservierung finanziell unterstützen, würde es Sono in der heutigen Form nicht geben. Für Jona, Laurin und Navina war daher klar, dass diese Menschen bei der Entwicklung des Sion auch immer eine Form von Mitspracherecht haben sollten. 

Von der Straße in die Entwicklung und wieder zurück

Schon während der Entwicklung der ersten Prototypen 2017, involvierten wir mithilfe von Umfragen unsere immer weiter wachsende Community. Dadurch haben wir viele Vorschläge und Ideen zur Weiterentwicklung des Sion bekommen. Unser Team legte mehrere intensive Nachtschichten ein, um die zahlreichen Anregungen im Modell umzusetzen. Das Ergebnis präsentierten wir der Welt am 27. Juli in München.

Der SVC1 bei der Weltpremiere im Münchner Technologiezentrum.

Das war allerdings erst der Anfang. Auf den folgenden Probefahrt-Touren durch Deutschland, Österreich, Schweiz, Niederlande, Italien und Frankreich sammelten wir nicht nur noch mehr Feedback, sondern knüpften auch zahlreiche enge Verbindungen zu unseren Reservierer:innen, die bis heute bestehen. Wir bekamen so ein Gefühl dafür, welche Aspekte der Community wirklich wichtig sind und welche nicht. Über 18.000 Menschen haben unsere Protoytpen bereits Probe gefahren und mit ihrem Feedback die Entwicklung des Sion beeinflusst – beispielsweise bei unserer Car Clinic in Memmingen

Eine Test-Gruppe bereitet sich auf ihre Probefahrt vor.

Wie in der Frage um das neue Logo, haben wir während der letzten Jahre unsere Community mithilfe von Umfragen immer wieder direkt einbezogen. Soll der Sion ein Fünf- oder Sechssitzer sein? Welche Farbe soll das Auto haben – weiß oder schwarz? Welche Farben sollen die Felgen bekommen? Wie viel Ladeleistung? Welche Frontscheinwerfer? Welche Anforderungen muss das Infotainment erfüllen? Echtzeitdaten, die wir durch die Umfragen erhalten, ermöglichen es uns, den Autoentwicklungsprozess neu zu überdenken und das Feedback der Community direkt in die Entwicklung einfließen zu lassen. 

Einige Beispiele für Abstimmungen, die wir in den letzten Jahren durchgeführt haben.

Natürlich konnten wir nicht immer alle Wünsche und Ideen umsetzen. Aber dennoch hat die Meinung der Community maßgeblich nicht nur die Entwicklung, sondern auch Sono als Unternehmen beeinflusst. Das war auch einer der Gründe, warum wir uns dazu entschlossen haben, eine Stelle innerhalb des Unternehmens zu schaffen, die unsere Community repräsentiert. Nach unserem Aufruf erhielten wir rund 400 Bewerbungen für die Stelle und am Ende entschied sich die Community für Sebastian Böttger als ihren Repräsentanten.

Nach unserem Börsengang im November letztes Jahr wurde Sebastian zudem in den Aufsichtsrat von Sono berufen und vertritt dort auch die Community und ihre Interessen. Ebenso ist er regelmäßiger Gast in unseren Livestreams, bei denen er Fragen aus der Community an unsere Experten stellt. Sebastian ist eine wichtige Stimme und ein wertvoller Sparringspartner im Unternehmen.

Sebastian bei der ersten Probefahrt des SVC2 im vergangenen Frühjahr.

Für die besondere Beziehung zu unserer Community sind wir sehr dankbar. Sie ist ein wesentlicher Bestandteil des Unternehmens und ohne sie wären wir nie so weit gekommen. Gemeinsam haben wir ein Fahrzeug entwickelt, das an die Wünsche und Bedürfnisse der Menschen angepasst ist, die dessen Entwicklung immer wieder gefördert haben. Wir werden natürlich auch in Zukunft immer wieder Wege finden, um unsere Community in die Entwicklung des Unternehmens und seiner Produkte zu involvieren. Denn Sono ist und bleibt ein Community-Unternehmen. 

Wenn ihr lesen möchtet, was unsere Community über uns zu sagen hat, dann schaut doch mal auf dieser Seite vorbei. Dort haben wir verschiedene Meinungen und einige Infos über diesen Teil unseres Unternehmens gesammelt. Viel Spaß beim Stöbern!

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Seit 2021 arbeitet ein immer weiter wachsendes Team an der Konstruktion, dem Design und der Feinabstimmung von verschiedenen Solar-Prototypen. Das alles passiert in unserer firmeneigenen Werkstatt, die in unmittelbarer Nähe zum Büro im Münchner Norden liegt. Auf der CES im selben Jahr haben wir unseren Solar-Auflieger vorgestellt. Damit konnten wir die langfristigen Ziele unseres Sono Solar-Teams präsentieren und gleichzeitig die Kooperationen und Tests mit einer Vielzahl von Unternehmen aus dem Transportsektor auf den Weg bringen. 

Um hier Fortschritte zu machen, mussten wir unser Fachwissen und unsere Energie mit voller Kraft in die Prüfung und Verbesserung unserer Solartechnologie stecken. Dazu haben wir ein Team mit verschiedensten Fähigkeiten zusammengestellt, das eng an der Seite unserer Ingenieur:innen arbeitet. An dem Ort, an dem das alles stattfindet, befinden wir uns für das heutige Interview. Denn wir haben mit Werkstattleiter Johannes gesprochen, der uns all unsere Fragen zu diesem Arbeitsbereich beantwortet.

Johannes, Werkstattleiter bei Sono Motors

Lucy: Hallo Johannes! Danke, dass du dir die Zeit nimmst, um mit uns ein wenig über die Werkstatt zu sprechen. Könntest du dich unseren Leser:innen kurz vorstellen

Johannes: Hallo Lucy! Danke, dass du uns hier besuchst. Ja, natürlich: mein Name ist Johannes. Ich bin Kfz-Meister und der Leiter unserer Werkstatt. Ich habe die für meine Branche typische Karriere gemacht, über die Jahre bei verschiedenen Automobilunternehmen gearbeitet und dabei meine Fähigkeiten immer weiter ausbauen können. Ich hab allerdings auch eine Zeit als Rettungssanitäter gearbeitet, einfach weil es mir wichtig ist, einen Job zu machen, der mich stolz macht und der etwas Gutes bewirkt. Als ich auf meiner Suche nach neuen Herausforderungen dann auf Sono Motors gestoßen bin, war ich von der Mission und dem Spirit so angetan, dass ich wusste: das passt perfekt. Zum Glück ging es Sono mit mir genauso. Ich bin 2019 dazugekommen und habe seitdem im Grunde all die Aufgaben erledigt, um die sich jetzt unser stetig wachsendes Team kümmert. Ich war Elektriker, Automechaniker, Monteur und Konstrukteur in einer Person.

Lucy: Danke Johannes, spannend! Wenn man in die Werkstatt kommt, merkt man gleich, dass eine Menge los ist. Was genau passiert hier?

Johannes: Diese Halle wird hauptsächlich für die Prototypenfertigung und die verschiedenen Partnerschaftsprojekte von Sono Solar genutzt. Hier arbeiten wir an allem, was bei Sono mit Technik, Homologation, Fertigung, Materialwissenschaft, Photovoltaik und elektrischer und mechanischer Integration zu tun hat. Wir führen Tests und verfahrenstechnische Aufgaben an allen Fahrzeugen durch, sei es der Sion oder etwas für einen B2B-Solarkunden – also Busse, Lkw, Anhänger, E-Vans und Wohnmobile. Das landet alles bei uns. Außerdem arbeiten wir jeden Tag eng mit unserem Ingenieurteam zusammen. Sie haben auch ihre Büros hier drüben – damit sind wir alle zusammen mitten im Geschehen.

Das Team deckt eine Vielzahl an Arbeitsbereichen ab, zum Beispiel Holz- und Schweißarbeiten oder Elektrik-Installationen.

In dieser Werkstatt werden also der Großteil der physischen Tests durchgeführt, denn wir müssen sicherstellen, dass das, was unser Entwicklungsteam entworfen und konstruiert hat, auch in der Realität umsetzbar ist. Zusätzlich arbeiten wir an Projekten, die das Unternehmen als Ganzes braucht, wie zum Beispiel Messestände oder Equipment für die Probefahrten-Touren. Wenn wir Zeit haben, helfen wir auch im Büro selbst mit.

Lucy: Oh wow, das ist ja ganz schön vielfältig. Die Räumlichkeiten scheinen perfekt für dich und dein Team zu sein, denn sie liegen auch ganz in der Nähe des Firmensitzes von Sono. Wie kam es dazu, dass wir unsere Werkstatt hier aufgebaut haben?

Johannes: Also, das ist wirklich eine interessante Geschichte. Als ich 2019 anfing, saß ich allein in einem Raum, der kleiner war als der, in dem wir jetzt sitzen [Anmerkung der Redaktion: Wir sitzen in einem 30 m² großen Büro im Obergeschoss der Werkstatt]. Ich habe mich um all das gekümmert, was wir jetzt als Team erledigen. Zum Glück sind seitdem sowohl das Team als auch unsere Räumlichkeiten gewachsen. Letztes Jahr haben wir dann erfahren, dass die Werkstatt eines großen Automobilzulieferers gegenüber von unserem Hauptsitz zu vermieten war.

Die Werkstatt wird für verschiedene Bauprojekte genutzt.

Als wir eingezogen sind, haben wir die Halle gründlich entkernt, damit wir bei Bedarf große Fahrzeuge und Geräte hineinbringen können. Das hat unsere Arbeits- und Produktionskapazitäten wirklich verändert und wir haben es bereits geschafft, sie mit der Vielzahl der Projekte, an denen wir arbeiten, zu füllen. 

Lucy: Das ist wirklich ein riesiger Unterschied. Jedes Mal wenn ich hier bin, gibt es etwas Neues zu sehen. Die zwei Sion-Prototypen sind hier oft zu Entwicklungszwecken, aber es gibt auch eine ganze Reihe von Fahrzeugen, die mit unseren Solar-B2B-Kooperationen zusammenhängen. Kannst du mit uns über eines dieser Fahrzeuge sprechen?

Johannes: Wir haben schon an vielen verschiedenen Fahrzeugen wie Bussen, Anhängern und Last-Mile-Fahrzeugen gearbeitet. Um die Reichweite zu erhöhen, haben wir für ARI Motors unsere Solartechnologie in die Ladebox eines solchen Prototyps integriert. Dieser wurde letztes Jahr auf der Intersolar-Messe in München ausgestellt. Die Steigerung der Reichweite ist ein klarer Vorteil der Solarmobilität, denn dadurch können enorme Kosten eingespart werden. Zum Vergleich: Ein normaler Lkw legt in seinem Lebenszyklus etwa 1 Million km zurück. Das birgt ein großes Potential.

Letztes Jahr haben wir zusammen mit ARI Motors unseren neuesten Solarprototyp vorgestellt.

Während des Integrationsprozesses standen wir immer in sehr engem Kontakt mit ARI Motors. So haben wir sichergestellt, dass wir einen umfassenden Einblick in jeden Aspekt haben, der mit der Integration unserer Technologie verbunden ist. Wir haben mit den internen Entwicklungs- und Ingenieurteams zusammengearbeitet, um genau zu planen, wie wir unser Ziel erreichen können. Wir mussten das Fahrzeug außerdem gründlich inspizieren, um so die spezifischen Parameter, mit denen wir arbeiteten, vollständig zu verstehen.

Der Prototyp von ARI Motors unterwegs auf dem Werkstattgelände.

Wir haben schon viele verschiedene Fahrzeugtypen in unserer Werkstatt auf die unterschiedlichsten Bereiche geprüft, die bei der Integration von Solartechnik eine Rolle spielen. Dazu gehören die Integrationsmethoden selbst sowie Wärmetests, die elektrische Integration und der Vergleich verschiedener Photovoltaik-Technologien. 

Lucy: Dein Team ist also von Anfang bis Ende an der Anpassung der Fahrzeuge beteiligt. Es gibt eine große Vielfalt an Fahrzeugtypen. Das macht es wahrscheinlich schwierig, eine einheitliche Lösung zu finden, die für alle passt.

Johannes: Ja, genau. Jedes Projekt ist anders. Kein Fahrzeug ist wie das andere. Alle Fahrzeuge werden unterschiedlich nach den jeweiligen Bedürfnissen gestaltet und spezifiziert. Bei einem Fahrzeug kann sich die Antenne zum Beispiel hinten befinden, bei einem anderen vorne. Das eine hat umfangreiche elektronische Systeme, die zusätzliche Leistung benötigen, und so weiter und so fort. Deshalb haben wir bei der Entwicklung unserer Vorgehensweise darauf geachtet, dass wir von Anfang an dabei sind.

Janek ist ein echtes Multitalent mit viel Erfahrung in der Solartechnik.

Wir müssen prüfen, wo wir die PV-Paneele installieren können. Wir müssen auch wissen, wie unsere MPPT-Einheit – die MCU – in die vorhandene Fahrzeugelektronik integriert wird und wie sie an die Hoch- oder Niedervolt-Batterie des Fahrzeugs angeschlossen werden kann. Grundsätzlich passen wir unsere Installationsverfahren auf das jeweilige Projekt an. Diese Flexibilität erfordert eine große Vielfalt an Fähigkeiten, also habe ich unser Team entsprechend zusammengestellt.

Lucy: Dein Team hat seit 2019 schon viel erlebt. Kannst du ein bisschen etwas zu deinen Kollegen erzählen?

Johannes: Ja, natürlich. Wir haben Kristijan, unseren Elektriker; Thomas, der viele Jahre Erfahrung im Modellbau mitbringt; Janek ist Zimmermann und hat unglaublich viel Erfahrung mit Solartechnik, ein echter Allrounder. Dann haben wir noch Rouven, der viel Erfahrung mit dem Bau von Expeditionsfahrzeugen und der Integration von Solartechnik in Fahrzeuge wie Wohnmobile hat. Jakob ist unser Kfz-Mechaniker und seit kurzem wird er von Alexander unterstützt. Denn mit den kommenden Fahrzeugen für die Serienvalidierung und mehreren B2B-Kooperationen in diesem Jahr wird das Arbeitspensum erheblich zunehmen.

Lucy: Ich kann mir gut vorstellen, dass ihr genau so weitermachen wollt, wie ihr angefangen habt. Was sind die großen Herausforderungen für das Team im Jahr 2022?

Johannes: Natürlich wollen wir als Team weiter wachsen und unseren Projektkatalog erweitern. Wie schon erwähnt, sind wir dabei, weitere Kooperationen aufzubauen. Das bedeutet für uns mehr Reisen, mehr Equipment und mehr Tests. Es ist eine aufregende Zeit und sie bietet viele Möglichkeiten für uns.

Lucy: Das klingt sehr vielversprechend. Ihr habt ein wirklich solides Team mit sehr unterschiedlichen Fähigkeiten zusammengestellt. Ich kann mir vorstellen, dass es eine ziemliche Aufgabe ist, Leute zu finden, die sowohl die fachlichen Ansprüche erfüllen, als auch zur Unternehmenskultur passen.

Johannes: Ja, absolut. Als ich anfing, das Team zu erweitern, war es mir sehr wichtig, festzulegen, welche Fähigkeiten wir brauchen, um unsere Arbeit zu optimieren. Gleichzeitig war es mir auch wichtig, dass dieses Team wie eine Familie ist. Wir arbeiten sehr eng miteinander zusammen und müssen einander vertrauen. Unser Job ist einerseits körperlich sehr anstrengend, andererseits sind wir bei Sono wirklich wie eine Familie. Wir unterstützen uns gegenseitig, wir haben ein offenes Ohr füreinander und wir haben alle eine große Leidenschaft für unsere Arbeit. Ich bin sehr zufrieden damit, wie sich unser Team entwickelt hat und bin gespannt, wie wir uns in Zukunft entwickeln werden.

Lucy: Gab es einen Moment, in dem dir klar wurde, dass Sono das richtige Unternehmen für dich ist? 

Johannes: Es gibt ein paar Momente, auf die ich wirklich stolz bin. Ein paar Monate nach meinem Start habe ich an der Crowdfunding-Kampagne mitgearbeitet. Dazu musste ich quer durchs Land fahren, jeden Tag in eine andere Stadt, und den Auf- und Abbau unseres gesamten Equipments sowie alle Reparaturen an den Fahrzeugen, die wir damals hatten, übernehmen. Ich habe erlebt, wie sehr die Menschen an Sono Motors und die Vision glauben. Diese Zeit war einerseits extrem inspirierend, andererseits auch wirklich anstrengend. Rückblickend hat es sich sehr gelohnt, denn wir haben viel erreicht und die nötige Unterstützung erhalten. Damals habe ich gemerkt, dass Sono ein Unternehmen ist, für das ich sehr gerne arbeite. Ich bin stolz hier dabei zu sein.

Johannes ist gelernter Kfz-Mechaniker und arbeitet seit 2019 bei Sono Motors.

Lucy: Es ist sicher ein gutes Gefühl, wenn Träume in gewisser Weise Wirklichkeit werden. Was glaubst du, was die Zukunft bringt?

Johannes: Das Tolle für mich ist, dass kein Tag wie der andere ist. Wir arbeiten immer an wirklich spannenden und bahnbrechenden Projekten, die Mobilität ohne fossile Brennstoffe ermöglichen können. Auf dem Weg, jedes Fahrzeug mit Solarzellen auszustatten, sind wir echte Pioniere. 

Lucy: Ein passendes Schlusswort. Die Arbeit, die ihr hier leistet, ist für die Zukunft von Sono wirklich wichtig, findet aber doch eher hinter den Kulissen statt. Es freut mich sehr, dass wir heute einmal zeigen konnten, was hier alles passiert. Vielen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast, Johannes. Jetzt heißt es wohl: weitermachen!

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https://sonomotors.com/de/blog/forming-the-future-of-solar-technology/ Lucy
2021-12-22T14:03:00+01:00 2023-12-27T03:31:14+01:00 Warum wir überzeugt sind, dass Solarmobilität das nächste große Ding wird

Wenn wir uns die Mobilität der Zukunft vorstellen möchten, dann hilft es, einen Blick in die Fiktion zu wagen. Bücher und Filme waren schon immer Orte, an denen Menschen ihre Ideen über die Zukunft festgehalten haben. Egal ob in Filmen wie "Star Wars", "Blade Runner" oder "Das fünfte Element", in Bezug auf Mobilität drängt sich sofort die Vorstellung des fliegenden Autos auf, das durch die Häuserschluchten der dicht besiedelten Großstädte gondelt – klassische Science-Fiction eben.

Ein anderes typisches Motiv sind selbstfahrende Autos wie in "Minority Report", "I, Robot" oder der 80er Jahre Kultserie "Knight Rider". Weniger prominent ist das Motiv der solarbetriebenen Mobilität. Zwar lädt der kleine Aufräum-Roboter WALL-E aus dem gleichnamigen Disney-Film seine Batterien mit Hilfe von Solarzellen wieder auf, nach Solarautos, die Protagonisten nachhaltig von A nach B transportieren, sucht man in Hollywood allerdings vergebens.

In der Realität sieht das schon etwas anders aus. Zwar wird an allen drei Konzepten - fliegende Autos, autonomes Fahren und Solarladen - seit Jahren intensiv geforscht und gearbeitet, die Integration von Solarzellen in Fahrzeuge ist jedoch spätestens seit dem Baker Solar Electric Car von 1955 mehr Realität als Fiktion. In diesem Jahr stellte der Ingenieur William G. Cobb von General Motors sein erstes Konzept eines Solarautos in Chicago vor. Über drei Jahrzehnte später sorgten Solar-Rennwagen - mit ihrem aerodynamischen Äußeren - auf der Tour de Sol in der Schweiz und in den USA für Aufsehen und belebten die eingeschlafenen Ambitionen in Sachen Solarmobilität.

Verschieden Konzepte von Solarautos

Doch warum ist dem Solarauto bisher weder auf der Leinwand noch in der Realität der große Durchbruch gelungen? Oder anders gefragt: Warum sollte Solar-Integration gerade jetzt das nächste große Ding werden? Was bringt Unternehmen wie uns oder Lightyear dazu, Solarautos zu bauen? Genau diesen Fragen möchten wir uns in diesem Beitrag widmen. Einen Teil der Antwort finden wir in der Geschichte des E-Autos. 

Das E-Auto ebnet den Weg

Es gibt eine Vielzahl von Gründen, warum sich bestimmte Technologien zu bestimmten Zeitpunkten in der Geschichte durchsetzen. So waren Autos mit elektrischem Antrieb gegen Ende des 19. Jahrhunderts verbreiterter als Verbrennungsmotoren. Sie galten als fortschrittlicher, da sie weniger Lärm machten, weniger Abgase produzierten und komfortabler waren. Doch die technische Weiterentwicklung des Verbrennungsmotors zu Beginn des 20. Jahrhunderts brachte benzinbetriebenen Autos Wettbewerbsvorteile gegenüber dem E-Auto ein. Auch damals ging es schon um Kosten und Reichweite. Erdöl war massiv vorhanden, an den Klimawandel dachte wohl kaum jemand und so begann, was wir heute als das Jahrhundert des Autos bezeichnen.

Doch gegen Ende dieses Jahrhunderts begann ein Umdenken. Auslöser waren neue wissenschaftliche Erkenntnisse in der Klimaforschung, historische Ereignisse wie die Ölkrise und technologische Fortschritte in der Forschung. Zwar ist der Verbrennungsmotor in Deutschland immer noch der beliebteste Antrieb, jeder 5. Neuwagen hierzulande ist inzwischen allerdings ein E-Auto. Heute helfen elektrische Fahrzeuge dabei, Abgase und auch den Lärm in unseren Städten zu verringern. Der wachsende Erfolg von E-Autos ist dabei auch dem Fortschritt in der Technologie zu verdanken. 

Statistics on the decrease in the price per kilowatt hour over the years

Laut dem US-amerikanischen Nachrichtenportal Bloomberg sind seit 2010 die Preise für Batteriepacks um rund 89 % gefallen. Kostete 2010 die kWh durchschnittlich noch 1.191 US-Dollar, waren es 2020 nur noch 137 US-Dollar. Gleichzeitig steigt die Energiedichte der Akkus. Lithium-Ionen-Akkus bringen heute ein besseres Wh/kg-Verhältnis als Verbindungen wie Nickel-Metallhydrid oder Blei-Säure. Die Forschung im Bereich der Zellchemie boomt.

E-Autos sind die Gegenwart, Solarautos sind die Zukunft

Batterien die mehr Reichweite für weniger Geld bieten – ein Grund für den Erfolg von E-Autos und gleichzeitig ein wichtiger Baustein für Solarautos wie den Sion. Ebenso hat sich im Bereich Photovoltaik in den vergangenen Jahren vieles getan. Auch hier sind die Preise für Solarzellen gefallen, die Effizienz der Zellen ist gestiegen.

Preise PV-Module sinken, während die Effizienz steigt.

In einer vielbeachteten Studie benannte die Internationale Energieagentur (IEA) 2020 Solarenergie als die weltweit günstigste Stromquelle. Die Integration von Solarzellen in Fahrzeuge ist somit ein logischer Schritt, allerdings nicht nur um Autos mit elektrischem Antrieb noch günstiger und nachhaltiger zu machen. Unsere Modelle zeigen, dass der Sion gegenüber einem E-Auto mit gleicher Batteriekapazität und gleichem Verbrauch dank der Solar-Integration weniger häufig geladen werden muss. 

Statistik zeigt: 4x mal mehr Reichweite für den durchschnittlichen Pendler

Möglich wird das allerdings erst durch die richtige Technologie. Hier setzen wir als Unternehmen einen Schwerpunkt. Was unsere Solar-Integration so besonders macht, haben wir in diesem Artikel erläutert. Unser patentiertes Fertigungsverfahren ermöglicht es uns, sichere und leichte PV-Module in das Fahrzeug zu integrieren. Diese sind flexibel und auch an komplexe Karosserie-Geometrien anpassbar. Mehrere Patente wurden hier erteilt, weitere sind bereits angemeldet. Wir sind sehr zuversichtlich, dass wir hier in Zukunft weitere Meilensteine erreichen und den Prozess weiter verbessern können. 

5 Generationen der Solar-Integration

Aber natürlich steckt mehr als nur ein spezielles Fertigungsverfahren hinter unserer Solar-Integration. Hinzu kommen die nötige Leistungselektronik in Form der MCU, welche die Nutzung und Speicherung des Solarstroms erst ermöglicht und dank der Mehrkanal-Technologie auf maximalen Ertrag getrimmt werden kann. Ein weiterer Punkt ist unsere Software, die in Echtzeit Energiedaten zur Verfügung stellen kann und die Energieerträge optimieren soll.

Das Sono Solar Team ist hier sehr vielseitig aufgestellt und arbeitet mit Hochdruck an der Marktreife der verschiedenen Komponenten. Vielversprechend sind dabei auch die Erweiterung des Geschäftsbereichs auf andere Fahrzeugtypen wie LKW, Busse, Vans und Boote. Seit der Vorstellung eines Solar-LKW auf der Consumer Electronics Show (CES) im Januar 2021 sind wir mit zahlreichen namhaften Herstellern und OEMs aus Transport und Logistik Kooperationen eingegangen und konnten so erste Umsätze aus gemeinsamen Projekten generieren.

Wachsendes Interesse an Solar-Integration

Eine sonnige Zukunft

Preis, Effizienz, Technologie – die Gründe, warum wir auf Solar-Integration setzen, sind vielseitig. Und wir sind damit nicht allein. In der Alliance for Solar Mobility, kurz ASOM, haben sich verschiedene Unternehmen zusammengefunden, um die Solarmobilität weiter nach vorne zu bringen.

Der erste Elektroleichtfahrzeug-Prototyp von ARI Motors mit Solar-Integration feiert auf der Intersolar Messe 2021 Premiere

Es tut sich also einiges in der Automobilbranche – und das ist auch gut so, aus ökonomischer sowie ökologischer Perspektive. Sinkende Preise für Batterie- sowie Solarzellen gehen mit einer immer weiter wachsende Effizienz einher. Diese gilt es mit Hilfe der richtigen Technologie zu nutzen. In einem Artikel für das deutsche Nachrichtenmagazin Focus weist Autor Michael Förtsch außerdem auf das gigantische Potential von Solar-Integration in Fahrzeugen hin. Laut dem Forschungsprojekt PV2Go repräsentieren die 44 Millionen PKW in Deutschland eine Dachfläche von rund 320 Quadratkilometern: "Würde nur ein Teil davon mit Solarzellen ausgestattet, könnten diese zusammen zahlreiche kleine Solarkraftwerke darstellen."

Unsere Mission ist es, jedes Fahrzeug mit Solarzellen auszustatten

In Verbindung mit bidirektionalen Ladegeräten und der passenden Wallbox kommen wir nicht nur der mobilen Autarkie einen Schritt näher. Dieses Potential gilt es zu nutzen und deshalb sagen wir: Solar on every vehicle! Und wer weiß, vielleicht kommt mit dem Durchbruch von Solar-Integration auf den Straßen auch der Durchbruch in Hollywood. Einen Knight Rider mit Solarzellen fände ich zumindest ziemlich cool.

]]> https://sonomotors.com/de/blog/solar-will-be-the-next-big-thing/ Julius 2021-12-10T12:24:00+01:00 2023-12-27T03:31:14+01:00 Börsengang, Sono Punkte, Solarreichweite: Die acht wichtigsten Fragen und Antworten aus dem Livestream

Nach unserem erfolgreichen Börsengang stellten sich fünf unserer Expert:innen den zahlreichen Fragen aus der Community. Die Zuschauer:innen stimmten im Vorhinein ab, welche Themen auf keinen Fall zu kurz kommen sollten. Für alle, die keine Chance hatten, die Präsentationen zu verfolgen, haben wir hier die wichtigsten Erkenntnisse in Kürze noch einmal zusammengefasst.

Den kompletten Livestream, der neben ausführlichen Fragerunden auch spannende Präsentationen von Torsten (Finance), Mathieu (Solar), Thomas (Sion), Friedrich (Human Resources) und natürlich Laurin und Jona enthält, findet ihr hier. Jetzt aber ein Blick auf die acht wichtigsten Fragen und Antworten. 

1. Der Chef des Auftragsfertigers NEVS sagte kürzlich Medienberichten zufolge: „Wir haben keine Produktionsvereinbarungen mit Sono Motors. Zunächst müssen sie ihren Börsengang durchführen und Geld beschaffen.” Wie geht es nun weiter?

Zu dieser Frage gibt es ein Update vom 05.04.2022. Alle Informationen findet ihr hier.

Chief Operations Officer Thomas Hausch teilte einige Updates zur Produktion

2. Könnt Ihr Daten präsentieren, die in der Praxis erzielte Ladeleistungen über einen längeren Zeitraum darstellen? Beispielsweise eine Kurve, welche die Ladeleistung über einen Tag bei unterschiedlichen Wetterbedingungen veranschaulicht?

Der Sion kann unter idealen Bedingungen durchschnittlich 112 Kilometer pro Woche (in einer sonnigen Woche maximal 245 km) zusätzliche Reichweite allein durch Sonnenenergie generieren. Sion-Nutzer:innen können ihre durchschnittliche Pendelstrecke zur Arbeit nahezu autark bewältigen und müssen das Auto im Vergleich zu einem herkömmlichen Elektroauto bis zu viermal seltener aufladen. Zur Veranschaulichung haben wir diese Grafik erstellt.

4x weniger Laden bei durchschnittlichem Pendeln

Unter diesem Link findet ihr übrigens auch noch Informationen zur Solar-Integration in anderen Fahrzeugtypen. Diese Anwendungsfälle basieren auf Berechnungen mit Wetterdaten aus unserer Heimat München. Sobald wir genauere Testergebnisse haben, werden wir diese selbstverständlich veröffentlichen. 

Group Lead Sono Solar Mathieu Baudrit erklärte die Vorteile der Solartechnologie

3. Stimmt es, dass zusätzlich zu den jetzt eingesammelten 156 Millionen US-Dollar noch weitere finanzielle Mittel bis zum Produktionsstart benötigt werden? 

Mit dem Börsengang haben wir insgesamt einen Nettoerlös von 156 Millionen US-Dollar (137 Millionen Euro) eingenommen. Diese Mittel nutzen wir vor allem, um die Entwicklung der Serien-Validierungs-Fahrzeuge des Sion zu finanzieren. Bis zum Start der Serienproduktion benötigen wir nach aktueller Planung mehr als 350 Millionen Euro. Richtig ist daher, dass wir nochmals mindestens 200 Millionen Euro einnehmen müssen.

Als börsennotiertes Unternehmen werden wir nun eine höhere Flexibilität haben, weiteres Kapital auf dem Aktienmarkt aufzunehmen. Hinzu kommen weitere Finanzierungsoptionen wie Darlehen oder Wandelanleihen.

4. Was ist eigentlich aus den Sono Punkten geworden? Wie wirkt sich der Börsengang auf die Punkte aus? 

Mit dem Börsengang ändert sich grundsätzlich nichts an den Sono Punkten. Die Punkte sind sogenannte Gewinnbezugsrechte für die Anteile von Jona, Navina und Laurin. Sie halten diese Anteile auch weiterhin und wollen damit ein Vorbild sein, wie Unternehmertum gelebt werden kann.

Jona und Laurin sprachen über Vergangenheit und Zukunft des Unternehmens

Da wir nach dem erfolgreichen Börsengang nun öffentlich am NASDAQ gelistet sind, ist es für die Gründer:innen leichter möglich, eine bestimmte Anzahl von Anteilen zu verkaufen. Der Gewinn daraus kann dann auch anteilig – und nach Abzug von Steuern und Kosten – an Reservierer:innen mit bestehenden Punkten ausgezahlt werden. Wer noch mehr über Sono Punkte erfahren möchte, findet alle wichtigen Infos unter Häufige Fragen

5. Wärt Ihr wirklich im Dezember pleite gewesen oder hattet Ihr noch einen Plan B? 

Wie auch im Prospectus bei der SEC nachgelesen werden konnte, sind wir - wie viel junge Unternehmen - auf weitere Finanzierung angewiesen. Richtig ist, dass wir sehr zuversichtlich waren, was die Aussichten auf einen erfolgreichen Börsengang angingen. Aus dem Rückspiegel betrachtet, ist somit genau das eingetreten, worauf wir hingearbeitet haben: ein gelungenes Börsendebüt. Ein weiterer Meilenstein auf dem Weg, den Sion an unsere Community auszuliefern und unsere Mission zu verwirklichen. 

6. Sind die 10 Millionen Wandel-Darlehen aus der Crowdfunding-Kampagne von 2020 mittlerweile da? Wenn nein, warum nicht? 

In der Crowdfunding-Kampagne von Anfang 2020 haben wir insgesamt 53 Millionen Euro an Zahlungszusagen erhalten. Davon sind 37 Millionen Euro abgerufen worden, beziehungsweise, bei uns eingegangen. Die 10 Millionen Euro wären eine Wandelanleihe gewesen. Diese Wandelanleihe wurde nicht abgerufen, weil wir durch den Börsengang bessere Konditionen erhalten haben. 

7. Warum ist den Vorbesteller:innen kein Angebot zur Zeichnung vor dem Börsengang unterbreitet worden? 

Mit der Entscheidung in die USA zu gehen, konnten wir unseren Börsengang nicht mehr in Deutschland bewerben. Wir durften nur noch Investoren zulassen, die unter den SEC-Regularien investieren. Für Deutschland hätten wir beispielsweise einen BaFin Prospekt erstellen müssen, was unter den gegebenen Umständen nicht möglich war. Wir haben uns für die NASDAQ, also eine US-Börse entschieden, weil es das Beste für das Unternehmen und somit auch für die Reservierer:innen und alle weiteren Unterstützer:innen ist.

Aufsichtsratsmitglied Sebastian stellte zahlreiche Fragen aus der Community

Die Aktie von Sono Motors ist inzwischen über die NASDAQ handelbar. Einige Broker und Banken ermöglichen die Handelbarkeit der Aktie auch in Deutschland. Prinzipiell sind wir unter dem Ticker “SEV”, in Deutschland WKN: A3C7QW, zu finden.

8. Wie können die Investoren, die über Seedrs Anteile erworben haben, diese in ihr Aktiendepot übertragen lassen?

Nach dem Börsengang werden Eure Anteile weiterhin von Seedrs über deren Broker gehalten, bei dem es sich derzeit um Cannaccord handelt. Alle Anleger:innen, die ihre Aktien verkaufen möchten, müssen Seedrs benachrichtigen. Sobald die Aktien notiert werden und die Anleger:innen verkaufen können, wird Seedrs weitere Informationen dazu bereitstellen. Nach unserem Kenntnisstand werden die existierenden Anteile in Sono mit einem Faktor von 1,71 umgerechnet. In Euren individuellen Seedrs-Konten sollte das entsprechend bald ersichtlich sein. Wie bei Börsengängen üblich gibt es eine 180-tägige Sperrfrist. Ihr könnt Eure Aktien daher die ersten 180 Tage nach dem Börsengang nicht verkaufen.

Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version dieses Artikels sprach der Autor von "der nächsten Prototypengeneration”. Dies wurde in einer überarbeiteten Version des Artikels am 03.02.2022 angepasst.
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https://sonomotors.com/de/blog/ipo-sono-points-solar-range-the-eight-most-important-questions-and-answers-from-the-livestream/ Julius
2021-11-26T12:25:00+01:00 2023-12-27T03:31:14+01:00 „Das macht euch einzigartig“: Aufsichtsratsvorsitzender Wilko Stark und Vize Martina Buchhauser über Sono Motors

Für Unternehmen, die an der Börse notiert sind, gibt es bestimmte Strukturen, Pflichten und Aufgaben, für die der Aufsichtsrat verantwortlich ist. Vorsitzender Wilko Stark und seine Stellvertreterin Martina Buchhauser sprechen im Interview über die Stärken von Sono Motors und welche Herausforderungen das Unternehmen in den kommenden Jahren noch zu meistern hat. 

Julius: Hallo Wilko, hallo Martina. Ich freue mich sehr, dass das heute geklappt hat. Stellt euch doch kurz unseren Leser:innen vor. 

Wilko: Danke für die Einladung! Mein Name ist Wilko Stark, ich fungiere in Zukunft als Aufsichtsratsvorsitzender von Sono Motors. 

Martina: Freut mich! Ich bin Martina Buchhauser und bin stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende, sowie Mitglied von zwei der entsprechenden Ausschüsse im Aufsichtsrat. 

Julius: Herzlich willkommen! Ihr seid beide schon sehr lange in der Automobilindustrie tätig und verfügt über eine breite Expertise in euren jeweiligen Fachgebieten. Könnt ihr eure jeweiligen beruflichen Werdegänge kurz skizzieren?

Martina: Ich habe meine Karriere bei Opel, damals noch Teil von General Motors, begonnen. Dort habe ich über die Jahre, auch im Headquarter in den USA, maßgeblich an der Entwicklung zur Globalisierung von Komponenten und Organisationen beigetragen. Bei MAN hatte ich Gesamteinkaufsverantwortung für Trucks und Busse und bei BMW war ich verantwortlich für Interior und Electric/Electronics, sowie für die Inhouse-Fertigung von Sitzen und Instrumententafeln. 

Bis vor kurzem war ich als Chief Procurement Officer und Teil des Vorstandes bei Volvo Cars in Schweden tätig. Dort war ich vor allem an der Transformation zur nachhaltigen Elektromobilität und an der damit verbundenen Batteriekapazitätssicherung, wettbewerbsfähigen Kosten und einer verantwortungsbewussten und CO₂-reduzierten Lieferkette beteiligt.  

Wilko: Ich habe meinen Berufsweg bei der Boston Consulting Group begonnen. Danach war ich für die Volkswagen AG als Leiter Produktplanung tätig, später als Leiter Produkte bei der Seat S.A. in Barcelona. 2012 wechselte ich zur Daimler AG als Leiter Produkte und Module Daimler Trucks. 2013 wurde ich Leiter der Daimler Konzernstrategie sowie Produktplanung Mercedes-Benz PKW. Im Jahre 2017 kamen die Verantwortung für die CASE (connected, autonomous, shared, electric) Aktivitäten sowie die neue Elektrofahrzeugplattform bei Mercedes-Benz PKW hinzu. 
2018 wurde ich in den Bereichsvorstand Mercedes-Benz PKW für Einkauf und Lieferantenqualität berufen. Inzwischen bin ich als Aufsichtsrat in mehreren Unternehmen mit dem Schwerpunkt erneuerbare Energien, Elektromobilität und Automotive tätig. Insofern unterstütze ich die Mission von Sono Motors sehr gerne.   

Julius: Das sind beides durchaus beeindruckende Laufbahnen. Ihr beide habt schon sehr viele Berührungspunkte mit Elektromobilität gehabt. Wir sind natürlich sehr glücklich darüber, dass wir euch und eure Expertise für den Aufsichtsrat gewinnen konnten. Wie seid ihr auf Sono Motors aufmerksam geworden und was hat dabei euer Interesse geweckt? 

Martina: Ich wurde über einen langjährigen Geschäftspartner auf euch aufmerksam. Wenn man wie ich sehr lange in einem Bereich tätig ist, dann sucht man natürlich manchmal auch wieder nach neuen Herausforderungen. Wir konnten uns dann bald kennenlernen und ich muss sagen, dass ich ziemlich schnell von der Vision begeistert war. Alleine zu sagen, wir entwickeln ein Auto aus dem primären Antrieb heraus, nachhaltige Mobilität zugänglicher zu machen – das hat mich schon beeindruckt. Ganz besonders interessiert mich euer Ansatz, Komplexität zu reduzieren, speziell im Hinblick auf resilientere Lieferketten. Also einmal auszulagern, was auszulagern ist, beispielsweise die Fertigung des Fahrzeugs, aber auch das Auto so zu entwickeln, dass man sagt: Worauf kommt es wirklich beim Kunden an? Was sind Standards, die ich benutzen kann, die für den Kunden nicht differenzierend sind – Stichwort Übernahmebauteile. Wie können wir effiziente, ressourcenschonende und kostengünstige Lösungen schaffen, und dem Kunden dabei ein Erlebnis bieten, das für ihn die Welt einfacher, nachhaltiger, vernetzter macht? Ich habe euch kennengelernt und gemerkt, ihr verfolgt diesbezüglich einfach einen sehr vielversprechenden Ansatz. 

Wilko: Das sehe ich ähnlich, wobei ich auch die einzelnen Features des Fahrzeugs sehr spannend finde. Ähnlich wie Martina bin ich durch einen Geschäftspartner mit euch in Kontakt gekommen, auch wenn ich von Sono Motors selbst bereits früher gehört habe. Man verfolgt natürlich immer, was andere Wettbewerber so machen und welche Technologien in der Zukunft interessant werden könnten. Wenn es um Solarzellen in Fahrzeugen geht, kommt man um Sono Motors ja kaum vorbei – einerseits am Sion, andererseits an der Technologie selbst. Ich bin felsenfest davon überzeugt, dass die Elektrifizierung auch vor LKWs, Anhängern und Bussen keinen Halt machen wird – besonders, wenn es um Hilfsgeräte oder Kühlaggregate geht. Da ist es natürlich von Vorteil, wenn man mit der passenden Solartechnologie Strom erzeugen kann. Das hat mich an Sono sofort interessiert. 

Julius: Also einmal eher der Blick auf nachhaltige Lieferketten, andererseits die neuartige Solartechnologie. Wir betonen häufig, dass wir trotz einiger bedeutender Meilensteine immer noch einige Hürden zu meistern haben, bis der Sion auf den Markt kommt und unsere Technologie serienreif wird. Wo seht ihr die größten Chancen und die größten Risiken für Sono? 

Wilko: Ich denke, dass das, was mich – und ich glaube, ich spreche da auch für Martina – überzeugt hat, ist gleichzeitig eine der größten Stärken des Unternehmens: der Spirit. Sono ist ein sehr junges Unternehmen, dass es aber schon sehr weit gebracht hat. Das haben wir zuletzt mit dem erfolgreichen Börsengang gesehen. Da muss man wirklich sagen, Respekt. Ihr habt eine klare Vision und ein unglaublich starkes Team, das gemeinsam an einem Strang zieht. Nur so lässt sich diese große Aufgabe auch wirklich bewältigen. 

Martina: Ja, absolut. Dieser Pioniergeist, der die Gründer und das Team antreibt – das macht das Unternehmen wirklich sehr einzigartig. Genau das begeistert die Menschen da draußen. Ihr habt mit einem weißen Blatt Papier angefangen und ihr steht nicht vor der Herausforderung, euch, wie viele etablierte Unternehmen, neu erfinden zu müssen. Der Wandel, in dem die Autoindustrie sich aktuell befindet, ist etwas so noch nie dagewesenes. Das muss man wirklich so sagen. Diesem Wandel seid ihr aber schon einen Schritt voraus. Das bedeutet allerdings gleichzeitig, dass sich Sono nicht auf Prozesse verlassen kann, die über Jahrzehnte perfektioniert wurden. Das ist selbstverständlich eine große Herausforderung.  

Wilko: Exakt. Ein Produkt erfolgreich auf den Markt zu bringen, ist nie einfach. Das gilt für jedes Start-up – auch im Automotive-Bereich. Die Industrialisierung eines Produkts, die Auslieferung an den Kunden und die Generierung von Nachfrage, das sind auf jeden Fall noch Herausforderungen, die auf Sono zukommen. Aber ihr habt diesbezüglich ja auch schon vorgearbeitet. Ihr habt eine starke Community im Rücken, die an euer Produkt glaubt sowie eine klare Roadmap für die Entwicklung. 

Martina: Und jetzt einen Aufsichtsrat, dessen Mitglieder ihre Erfahrung und Expertise in die Bewältigung dieser Herausforderung mit einfließen lassen wird. 

Julius: Was mich gleich zur nächsten Frage bringt: Was genau werden eure Aufgaben in Zukunft sein? 

Wilko: Für Unternehmen, die an der Börse notiert sind, gibt es bestimmte Strukturen, Pflichten und Aufgaben, für die der Aufsichtsrat verantwortlich ist. Wir haben zunächst einmal eine Aufsichtspflicht gegenüber dem Unternehmen. Unsere Aufgabe ist es sicherzustellen, dass alle nötigen Regeln, die für Sono Motors gelten, eingehalten werden. Hinzu kommt unsere Verantwortung, die Interessen des Unternehmens und der Anteilseigner zu wahren. Dafür gibt es verschiedene Komitees, beispielsweise einen Prüfungsausschuss. Dort werden Jahresabschlüsse überprüft und formal verabschiedet. Des Weiteren gibt es ein Nominierungskomitee. Dort werden vom Aufsichtsrat die Geschäftsführung und die Vorstände offiziell bestellt und auch Verträge diskutiert. Vereinfacht gesagt ist ein Aufsichtsrat ein Kontrollgremium, das Unternehmensstrategie und Finanzierungsrahmen genehmigt sowie überwacht.

Julius: Das heißt, hier profitiert Sono besonders von eurer Expertise? 

Wilko: Wir wollen natürlich mit Rat und Tat zur Seite stehen. Operativ ist der Vorstand verantwortlich.  

Martina: Neben dem, was rechtliche Regelungen für einen Aufsichtsrat ganz generell voraussetzen, möchten wir unseren jeweiligen Background mit einbringen und auch als Sparringspartner für die Geschäftsführung fungieren. Die Unternehmensstrategie soll sich ja nachhaltig und vor allem langfristig tragen. Ich denke, der Aufsichtsrat bringt hier noch mal viel Erfahrung mit rein, besonders bei einem Team, dass so in der Industrie noch nicht zusammengearbeitet hat. Wir können uns hier gemeinsam sehr gut ergänzen und daran arbeiten, dass die Ambitionen, die Sono Motors als Unternehmen hat, auch Realität werden.  

Wilko: Alle Aufsichtsratsmitglieder sind schon sehr gespannt auf die gemeinsame Zusammenarbeit. Dazu gehören neben uns beiden ja auch Community-Beirat Sebastian Böttger, der Vorsitzende des Prüfungsausschusses Robert Jeffe und der Repräsentant der Mitarbeitenden, Johannes Trischler. 

Julius: Und wir freuen uns, euch an Bord haben zu dürfen. Danke für eure Zeit! Wir sind schon alle sehr gespannt auf die gemeinsame Zukunft! 

Hier findet ihr neben der offiziellen Pressemitteilung auch einen Überblick über die weiteren Aufsichtsratsmitglieder und die verschiedenen Komitees. 
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https://sonomotors.com/de/blog/blog-wilko-stark-martina-buchhauser-about-sono-motors/ Julius
2021-11-18T15:45:00+01:00 2023-12-27T03:31:14+01:00 Community-Aufsichtsratmitglied Sebastian stellt die acht wichtigsten Fragen zum Börsengang

Es ist vollbracht. Mit dem Börsengang hat Sono einen weiteren Meilenstein erreicht, um den Sion auf die Straße zu bringen. Diese Entwicklung ergab sich natürlich nicht über Nacht – monatelange Vorbereitungen gingen ihr voraus. Auf der Homepage der SEC, der amerikanischen Börsenaufsicht, kann man sehen, dass bereits vor mehreren Monaten die ersten Unterlagen erstellt wurden.

In den letzten Wochen hat Sono die großen Themen gelöst, die nötig waren, um jetzt auf dem Börsenparkett Erfolg haben zu können.

  1. Der Sion wurde technisch auf den neuesten Stand aktualisiert: Mit dem neuen 54-kWh-Akku, der erhöhten Ladeleistung und der vollflächigen Solar-Integration ist das Produkt absolut wettbewerbsfähig. 
  2. Die Gesamtplanung wurde aktualisiert und kontinuierlich mit allen Stakeholdern abgestimmt. 
  3. Der Preis wurde angepasst, um die Erreichung der Gewinnschwelle besser darstellen zu können. Besonders freut mich natürlich als Community-Beirat, dass der alte Preis für alle Bestandsreservierer:innen gehalten werden konnte. 

Mit dem Börsengang wurden die finanziellen Mittel beschafft, um die finale Entwicklungsphase des Sion einzuleiten. Das Projekt Sion steht damit aktuell besser da als jemals zuvor. Auch als Unternehmen schreitet Sono mit diesem Schritt in die nächste Phase der Unternehmensentwicklung voran. Hier gibt es viele neue und große Aufgaben sowie Risiken zu bewältigen:

  1. Mehrere Prototypen in einer Manufaktur bauen ist das eine – jetzt muss die Serienfertigung in Trollhättan vorbereitet werden. 
  2. 11 Serien-Validierungs-Fahrzeuge müssen bis Sommer 2022 in der Absicherung und Entwicklung beweisen, dass sauber vorgearbeitet wurde. 
  3. Als Unternehmen muss Sono neue Strukturen aufbauen und ein schnelles Wachstum bewältigen. Eine Vielzahl von neuen Mitarbeitern werden benötigt, um das Fahrzeug auf die Straße zu bringen und in Kundenhand zu übergeben.

Viele Automobil-Startups der letzten Jahre sind genau an diesen Schritten gescheitert. Manche wie Tesla, BYD und Weltmeister haben es geschafft. Sie liefern die Blaupause, wie diese Schritte erfolgreich gegangen werden können.

Viele von uns Reservierer:innen haben eine Menge Fragen. Seit Bekanntgabe des Börsengangs haben mich dazu viele Mails erreicht. Leider durfte ich als “Insider” keine Antworten geben. Dafür aber in diesem Blog umso mehr. Ich hatte die Gelegenheit, mit Torsten Kiedel – Chief Financial Officer (CFO) von Sono Motors – über den Börsengang zu sprechen. Die wichtigsten acht Fragen und Antworten habe ich in diesem Blogpost gesammelt. Viel Spaß beim Lesen! 

Sebastian: Hallo Torsten, schön, dass du dir die Zeit nimmst! Der Börsengang ist geschafft, Herzlichen Glückwunsch!

Torsten: Hallo Sebastian, danke dir! Ich freue mich sehr, dass wir die Möglichkeit haben, diese neue Entwicklung zu besprechen. 

Sebastian: Bevor wir mit den großen Fragen loslegen, erzähl mal, wie gehts dir nach diesem großem Schritt?   

Torsten: Mir geht es super, ich bin sehr glücklich, dass wir diesen Schritt gemeinsam gehen konnten. 

Sebastian: Das glaube ich dir. Vielleicht fangen wir mit der Basis an. Warum seid ihr an die Börse gegangen? Wie passt Nachhaltigkeit und das Ziel, weniger Autos auf den Straßen durch Sharing zu haben, zum stetigen Wachstum der Börse? 

Torsten und Sebastian Böttger sprechen zum IPO

Torsten: Im Kern hat das einen ganz zentralen Grund: Wir haben mit dem Börsengang 156 Millionen US-Dollar eingesammelt, um die nächste Phase unseres Wachstums zu beschleunigen. Der Börsengang ist ein wichtiger Meilenstein, den Sion auf die Straße zu bringen und somit den Weg für eine klimafreundliche Mobilität zu ebnen.

Sebastian: Warum habt ihr euch für die USA und für NASDAQ in New York entschieden? Wären europäische Börsen nicht naheliegender?

Torsten: Der Grund für die USA und für NASDAQ ist erstmal, dass der amerikanische Kapitalmarkt eine hohe Flexibilität gewährt. Amerikanische Investoren sind etwas offener gegenüber Unternehmen, die sich noch in der sogenannten Early Stage, also “pre-revenue” befinden. Zumindest im Bereich des Sions generieren wir noch keine Umsätze und da ist einfach mehr Risikofreude bei den US-Investoren da, also auch mehr Offenheit, Sono-Aktien zu kaufen oder in uns zu investieren. 

Sebastian: Sono Motors ist nun öffentlich gelistet. Besteht das Risiko, dass Sono übernommen wird? Vielleicht weil sich andere Firmen die Technologie und das Know-How kaufen wollen? 

Torsten: Um das zu beantworten, vielleicht ein paar grundlegende Worte zum Thema Börsengang. ​​Dabei werden ja zusätzliche Anteile ausgegeben, um so neues Geld einzusammeln. Es handelt sich also um eine Kapitalerhöhung und nicht um den Verkauf der Anteile der Gründer:innen oder anderer Gesellschafter:innen. Die Gründer:innen halten weiterhin die Mehrheit der Stimmrechte, wodurch eine Übernahme gegen den Willen der Gründer:innen aktuell ausgeschlossen ist.

Sebastian: Okay, das wird viele beruhigen. Wie du weißt, vertrete ich die Community innerhalb des Unternehmens. Als Sono Ende 2019 kurz davor war, bankrott zu gehen, erhöhten zahlreiche Unterstützer:innen ihre Anzahlungen oder reservierten neue Fahrzeuge. Dafür vergabt ihr die sogenannten Sono Punkte, also die Möglichkeit, an den zukünftigen finanziellen Gewinnen der Gründer:innen teilzuhaben. Je mehr Sono Punkte man besitzt, desto größer ist der Anteil am Gesamtpool und damit eine potenzielle Auszahlung. Was passiert jetzt nach dem Börsengang mit diesen Punkten? 

Im Anschluss an die erfolgreiche Crowdfunding-Kampagne 2019, tourte das Team durch Deutschland und erklärte die nächsten Schritte.

Torsten: Die Sono Punkte sind ein Versprechen der Gründer:innen Laurin, Jona und Navina an die Reservierer:innen und die Community. Das hat erstmal nichts direkt mit dem Unternehmen zu tun, sondern bezieht sich auf die Anteile, die die drei halten. Dadurch, dass wir Sono Motors jetzt an die Börse gebracht haben, ändert sich daran auch erstmal nichts, denn es hat keine direkten Auswirkungen auf die Punkte. Die Gewinnbezugsrechte, die die Gründer:innen für die Sono Punkte vorgesehen haben, blieben weiterhin dafür reserviert.

Da wir nach dem erfolgreichen Börsengang nun öffentlich am NASDAQ gelistet sind, ist es für die Gründer:innen leichter möglich, eine bestimmte Anzahl von Anteilen zu verkaufen. Der Gewinn daraus kann dann auch anteilig – und nach Abzug von Steuern und Kosten – an Reservierer:innen mit bestehenden Punkten ausgezahlt werden. 

Sebastian: Alles klar! Und wie sieht es mit den Seedrs-Anteilen aus? Ich habe selber Anteile, sowie rund 4.500 andere Menschen auch. Bekomme ich nun Anteile in mein Depot? 

Torsten: Diese Anteile werden weiterhin von Seedrs verwaltet. Prinzipiell können solche Anteile in Aktien umgewandelt werden. Für weitere Details musst du dich an das Team von Seedrs wenden. 

Sebastian: Viele Mitglieder der Community sind schon sehr lange mit dabei. Durch den Börsengang ändert sich einiges. Es werden auch Menschen auf Sono aufmerksam, die weniger an Nachhaltigkeit und mehr an erfolgreiche Aktienkurse denken. Damit umzugehen, könnte für viele in der Community schwierig sein. Ich denke auch, dass es ab dem Börsengang auch wichtig wird, ob der Kurs steigt oder fällt – und damit möchten Menschen Geld verdienen. Wird das einen Einfluss auf euer Tagesgeschäft haben? 

Torsten: Nein, denn wir sind an der Börse, um den Sion auf die Straße zu bringen. Ob ein zukünftiger Aktienkurs steigt oder fällt, beobachten wir – ich als CFO – natürlich besonders. Direkte Auswirkungen auf das operative Tagesgeschäft der Entwicklungsteams hat es jedoch nicht. Und außerdem sehen wir unser Projekt langfristig – kurzfristige Kursschwankungen sind normal und werden wir auch nicht überbetonen.

Der Börsengang ist der nächste Schritt auf dem Weg in die Serienproduktion.

Sebastian: Stichwort Produktion und NEVS. Die Börsengang-Anmeldung, das “Filing”, listet auf mehreren Seiten Risiken auf und welche Verträge noch geschlossen werden müssen. Bei vielen kam gut an, dass ihr trotz Unruhen immer zu NEVS als Fertiger gestanden seid. Möchtest Du dazu was sagen?

Torsten: Wir haben mit NEVS einen Produktionspartner gefunden, der unsere Vision einer zukunftsweisenden und klimafreundlichen Mobilität teilt. Die Produktionsbedingungen im ehemaligen Werk der Kultmarke SAAB sind für uns optimal: die entsprechenden Produktionskapazitäten, ein erfahrenes Team und die Produktion unter Verwendung von Strom aus 100 Prozent erneuerbarer Energien.

NEVS ist seit 2019 unser Produktionspartner und wir stehen seitdem im engen Austausch, so auch aktuell. Die Produktion des Sion ist von der Restrukturierung bei NEVS zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht betroffen und die Vorbereitungen der Produktionsanlagen für die Vorserienproduktion 2022 und die Serienproduktion im ersten Halbjahr 2023 laufen bereits. NEVS hat sich bereits den aktuellen Entwicklungen angepasst und bei der Anpassung des Personalstands waren die für Sono Motors notwendigen Kapazitäten bisher nicht betroffen.  

Sebastian: Abschlussfrage. Ein Börsengang in den USA – müssen wir uns jetzt vorstellen, dass Laurin und Jona bald mit der Stretchlimousine auf der 5th Avenue herumcruisen? Was ist aus unserem kleinen Münchner Startup geworden? 

Torsten: Auch wenn das durchaus eine amüsante Vorstellung ist, denke ich nicht, dass wir uns da Sorgen machen müssen. Du kennst die drei Gründer:innen ja auch schon ein paar Jahre und kannst das dementsprechend gut einschätzen. Das sind Werte, die überhaupt nicht zu ihnen passen und das ist auch nicht das, für was sie damals angetreten sind. Wir haben außerdem immer noch einen langen Weg vor uns. Da bleibt für Limousinen-Ausflüge gar keine Zeit. Wir bleiben hier in München und arbeiten weiter daran, den Sion auf die Straße und Sono Motors weiter voranzubringen. Das machen wir so seit über fünf Jahren und das werden wir auch weiterhin tun. 

Sebastian: Da mache ich mir tatsächlich auch keine Sorgen. Vielen Reservierer:innen geht es nicht nur um das Auto, sondern auch um die Idee dahinter, und den Wunsch, etwas zu verändern. Der IPO war jetzt ein großer und wichtiger Schritt zum Ziel, deswegen an dieser Stelle noch einmal - im Namen aller Reservierer:innen - Glückwunsch und vielen Dank Torsten! Weiterhin alles Gute! 

Torsten: Danke dir Sebastian und danke an die Community für die starke Unterstützung. Wir bleiben natürlich weiterhin in Kontakt.  

Lese hier die offizielle Pressemeldung

Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version dieses Artikels sprach der Autor von "16 Vorserienfahrzeugen". Dies wurde in einer überarbeiteten Version des Artikels am 27.01.2022 angepasst. 
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https://sonomotors.com/de/blog/community-advisor-sebastian-poses-the-most-important-questions-about-going-public/ Sebastian Böttger
2021-11-09T13:00:00+01:00 2023-12-27T03:31:14+01:00 16.000 Sion: mehr als 1.000 Reservierungen in nur einer Woche

Was für eine Woche! Nur wenige Tage nachdem wir die geplante Preiserhöhung bekannt gegeben haben, dürfen wir gemeinsam mit euch 16.000 Reservierungen feiern! Dass so viele Menschen so schnell die Gelegenheit nutzten, freut uns natürlich besonders. Danke für eure Unterstützung und euer Vertrauen!

Übrigens: Die durchschnittliche Anzahlung für den Sion beträgt rund 2.500 € netto. Wären alle Sion bereits voll angezahlt, entspräche das einem Gesamtauftragswert von rund 342 Millionen Euro netto. 

Ursprünglich hatten wir angekündigt die Preisanpassung spätestens am 15. November vorzunehmen, es sei denn, wir knacken zuvor die 16.000er-Marke. Da genau das in nur wenigen Tagen eingetreten ist, haben wir die Anpassung jetzt schon vorgenommen. Während alle die noch rechtzeitig reserviert haben, den alten Bruttopreis von 25.500 € bezahlen, liegt der neue Preis bei 28.500 € brutto. 

Die Vorbestellungen für den Sion kommen nach wie vor überwiegend aus Deutschland und der übrigen DACH-Region. Aktuell verzeichnen wir allerdings auch aus Ländern wie Frankreich, den Niederlanden, Italien, Spanien und Portugal steigende Zahlen. Auf zu den nächsten 16.000 also!

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https://sonomotors.com/de/blog/16-000-reservations/ Julius
2021-10-06T18:00:00+02:00 2023-12-27T03:31:14+01:00 Das sind die wichtigsten Neuigkeiten aus der Sion-Entwicklung

Fünf Experten aus unserem Entwicklungsteam haben euch vergangene Woche ein Update zum Stand der Sion-Entwicklung gegeben. Mit von der Partie waren unser CTO Markus Vollmer, Infotainment-Direktor Mitchell Zarders, Serhan Sezer, verantwortlich für Crash & Safety, Bene Zeilberger für das Thermal-System und Leonhard Saibel, Senior Manager Automotive Body. Das übergeordnete Thema des Abends war der Design Release, zu deutsch, die Komponenten-Freigabe. Wir haben für euch die wichtigsten Punkte aus dem rund einstündigen Livestream hier noch einmal zusammengefasst. 

1. Das Entwicklungs-Update: Wo stehen wir, was gibt’s Neues?   

Gleich vorweg stellte Markus eine zentrale Sache klar: Der Start der Produktion bleibt, wie bisher kommuniziert, das erste Halbjahr 2023. Aktuell sind wir mit großen Schritten auf dem Weg in die Serien-Validierung. Diese wird noch sehr viel ausgereifter sein als die aktuelle 2. Generation der Prototypen und wird uns besonders im Hinblick auf die Validierung Erkenntnisse liefern, wo wir bei Bedarf noch bestimmte Stellschrauben nachziehen müssen. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt sind wir so weit mit der Entwicklung fortgeschritten, dass wir keine grundlegenden Änderungen mehr vornehmen werden. Wir sind noch dabei, Dinge auszutarieren und haben parallel auch schon angefangen, Bauteile zu bestellen. Was wir am Ende der gegenwärtigen Phase zudem noch sicherstellen, ist die Produzierbarkeit der verschiedenen Komponenten – sprich, jedes Teil, das im Fahrzeug verbaut ist, kann auch so gefertigt und montiert werden. 

Wir konnten leider nicht wie ursprünglich geplant alle Komponenten bis zum 10. September freigeben. Das hat verschiedene Gründe. Einer der ausschlaggebendsten ist die neue Batterie, welche noch einige Anpassung im Bauraum und an anderen Schnittstellen erforderte. Ein anderer Grund sind Verhandlungen mit Zulieferern, die noch finalisiert werden müssen. Dabei sind wir leider immer von externen Faktoren abhängig.

Hinweis: Zur Produktion des Sion gibt es seit dem 05.04.2022 ein Update. Alle Informationen findest du hier.

2. Das Infotainment

Für das Infotainment des Sion präsentierte Mitchell einige Updates. Alle kritischen Komponenten konnten erfolgreich freigegeben werden. Die nötigen Teile für den Prüfstand werden rechtzeitig bis zum 01. Dezember geliefert. Somit werden auch alle nötigen Komponenten für das LabCar, also das Simulationsmodell, verfügbar sein.

Aktuell bauen wir außerdem das Infotainment-Team weiter aus. Das gilt für den Bereich Software wie auch Hardware. Ein gegenwärtiges Risiko ist die globale Chip-Krise, die unseren Einkauf beeinflussen könnte. Wir versuchen das weitestgehend möglich zu umgehen, indem wir die nötigen Teile so früh wie möglich bestellen. Mitchell präsentierte außerdem die genauen Systemspezifikationen des Infotainments. 

Die Spezifikationen des Infotainment-Systems

3. Die Karosserie

In puncto Karosserie hat Leonhard einige Infos bereitgestellt. Die 3D-Daten für den SVC3 werden bereits in dieser Kalenderwoche freigegeben. Die Machbarkeit der Einzelteile wurde geprüft und durch verschiedene Optimierungsprozesse ist es ihm und seinem Team gelungen, Gewicht zu reduzieren. Weitere Optimierungen stehen aktuell noch bezüglich der Crash-Performance an.

Ein kleiner Wermutstropfen: Das Befestigungskonzept für das Dachmodul und die Sonnenblenden ist noch nicht final bestätigt. Dort stehen noch Verhandlungen mit Lieferanten aus. Das erfolgt natürlich bis Ende der aktuellen Entwicklungsphase Anfang Dezember.

4. Crash & Safety

Auch bei Crash & Safety hat sich einiges getan. Ein Highlight: Bisher liefern die Crash-Simulationen gute bis sehr gute Ergebnisse. Serhan und sein Team haben die Crash-Ziele erfolgreich an die neue HV-Batterie angepasst und außerdem die Bewertung des Schaden-Risikos bei niedriger Geschwindigkeit vorgenommen. Dieser Punkt spielt besonders für die Versicherungseinstufung eine wichtige Rolle.

Wie schon bekannt ist das Fahrzeug nach der erneuten Überarbeitung nun 16 cm länger geworden – einerseits für eine längere Knautschzone, andererseits damit mehr Platz für zusätzliche Hardware zur Verfügung steht. Eine Herausforderung ist hier die Anforderungen des Ladesystems korrekt zu erfüllen. Außerdem konnten wir bisher leider noch keine physischen Tests vornehmen. Doch auch die Simulationen sind für die Entwicklung sehr aufschlussreich. 

5. Das Thermal-System

Den großen Vorteil des Thermal-Systems nennt Bene in unserem Stream gleich zu Anfang. Hier können viele Übernahme-Bauteile verwendet werden, sodass wir keinen Zeitdruck hinsichtlich der Entwicklung haben. Die von uns ausgewählten Zulieferer sind bereit für den SVC3, das aktuelle Design des Systems ist herstellbar und wurde bestätigt. Auch in diesem Bereich sorgt die größere HV-Batterie für einen höheren Arbeitsaufwand, allerdings wird dieser mithilfe neuer Kolleg:innen erfolgreich bewältigt.

Eine aktuelle Baustelle: Der Kühlmittel-Füllstandsensor funktioniert noch nicht. Daher können wir aktuell noch nicht auslesen, wann Kühlflüssigkeit nachgefüllt werden muss. Bis zur Serie werden wir das aber auf jeden Fall in den Griff bekommen. Für den SVC3 ist dieser Aspekt nicht kritisch. Für alle, die mit den aktuellen Spezifikationen noch nicht ganz vertraut sind, hat Bene eine aufschlussreiche Übersicht erstellt.

Das Thermal-System des Sion

Neben den hier aufgelisteten Punkten haben meine Kollegen natürlich noch weitere Dinge besprochen und vorgestellt. Auch für Fragen aus der Community haben wir uns viel Zeit genommen – wem also schon lange eine Frage zum Entwicklungsstand unter den Nägeln brennt, wird im letzten Drittel des Streams eventuell fündig.

Den kompletten Mitschnitt des Livestreams findet ihr auf unserem Youtube-Kanal "Sono Motors Community". Wir freuen uns schon auf die nächste Runde mit euch! 
 

Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version dieses Artikels sprach der Autor von einer "3. Generation der Prototypen”. Dies wurde in einer überarbeiteten Version des Artikels am 27.01.2022 angepasst.
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https://sonomotors.com/de/blog/heres-the-latest-news-from-the-sion-development/ Julius
2021-10-04T17:00:00+02:00 2023-12-27T03:31:14+01:00 Wir sind auf der Intersolar vom 6. – 8. Oktober 2021 in München

Auf der diesjährigen Intersolar vom 6. bis 8. Oktober in München werden wir auf unserem Stand A6.551 in Halle A6 an drei Tagen unsere Solar-Integration sowie verschiedene Anwendungsbeispiele neben dem Sion vorstellen. 
Auf der Messe wird ebenfalls das Power2Drive Forum in Halle B6 am Stand B6.430 stattfinden an dem wir bei drei Terminen ebenfalls unser Fachwissen zur Solar-Integration einbringen. 

  • Mittwoch, 6.10 14:00 – 15:00 Uhr
    „Elektrische Transformation in der Mobilität: Von E-Scooter bis zum E-Flugzeug“ auf Deutsch
  • Donnerstag, 7.10 13:30 – 14:30 Uhr 
    „Vehicle2Grid as Game Changer of the New Mobility World“ (Panel) auf Englisch
  • Freitag, 8.10 10:15 – 11:30 Uhr
    „Mobilitätsdienstleistungen: Motor für die Neue Mobilität“ auf Deutsch

Wir freuen uns euch an unserem Messestand A6.551 in Halle A6 sowie auf dem Power2Drive Forum in Halle B6 am Stand B6.430 begrüßen zu dürfen, um mit euch über die Einsatzmöglichkeiten unserer Technologie für euer Vorhaben zu sprechen.

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https://sonomotors.com/de/blog/sono-motors-at-intersolar-2021/ Sono Motors
2021-09-23T08:00:00+02:00 2023-12-27T03:31:14+01:00 Die Sono Wallbox bekommt ein glattes Kabel

Nachdem das Design der Sono Wallbox seit Mitte September bereits feststeht, konnte unsere Community nun abschließend über das Kabel entscheiden. Zur Wahl standen ein spiralförmiges und ein glattes Kabel. 
Über 1.710 Stimmen wurden ausgezählt und gewonnen hat mit 72,2%: Das glatte Kabel!

Das Wallbox Kabel Design liegt vor

Unsere Sono Wallbox, die 2023 auf den Markt kommen wird, ist deutlich preiswerter als vergleichbare bidirektionale Wallboxen. Ihr möchtet benachrichtigt werden, ab wann die Wallbox reserviert werden kann? Dann tragt euch in unseren Verteiler ein und wir melden uns, sobald es Neuigkeiten gibt. 

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https://sonomotors.com/de/blog/cable-design-sono-wallbox/ Sono Motors
2021-09-14T17:00:00+02:00 2023-12-27T03:31:14+01:00 Das Design der Sono Wallbox: Ein erstes Ergebnis liegt vor

Am 2. September war es endlich soweit und wir konnten euch die Sono Wallbox vorstellen. Bidirektional, preiswert und perfekt für den Sion!

Typisch Sono haben wir euch über das finale Design der Wallbox abstimmen lassen und was sollen wir sagen: Die Menge an Rückmeldungen war überwältigend! Vielen Dank für’s fleißige Abstimmen. Insgesamt haben 6.955 Personen aus der Community an der Abstimmung teilgenommen. Nun liegt bereits ein erstes Ergebnis vor. Ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Design-Option Nr. 4 und Nr. 6 war zu beobachten. Letztendlich gewinnt das Design Nr. 6 mit insgesamt 26,34% der Stimmen. Aber seht am besten selbst:

Das Ergebnis unserer Wallbox Umfrage

Wir arbeiten nun mit Hochdruck an unserer Sono Wallbox und freuen uns schon auf den Marktstart 2023. Ihr möchtet es als erstes erfahren wenn die Wallbox reserviert werden kann? Dann könnt ihr euch hier unverbindlich in unseren Verteiler eintragen. Wir melden uns, sobald es dazu Neuigkeiten gibt.

Unser Wallbox Design:

Das finale Design unserer Wallbox

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https://sonomotors.com/de/blog/design-of-the-sono-wallbox/ Sono Motors
2021-09-03T10:00:00+02:00 2023-12-27T03:31:14+01:00 Inside Sono Motors Event

Donnerstag, 9. September 2021, ist ein historischer Tag bei Sono Motors. Wir freuen uns, euch zum ersten Mal in der Geschichte von Sono Motors aufzeigen zu können, was uns als Arbeitgeber auszeichnet und von vielen anderen Unternehmen in der Automobilbranche unterscheidet.

Lerne uns kennen und erfahre, was die Sono Kultur ausmacht und wie wir sie tagtäglich leben, welche offenen Stellen es gibt und was uns als Arbeitgeber und als Unternehmen wichtig ist.

Datum: 9. September 2021

Uhrzeit: 17:30 - 21:00 Uhr

Agenda:

  • 17:30 - 18:00: Ankunft und Covid-19 Check/Check-In, Erste Orientierung
  • 18:00 - 19:00: Treffen unser HR Team, Hiring Manager und Sono Culture Ambassadors
  • 19:00 - 20:00: Podiumsdiskussion* "Was macht Sono zu Sono?" *mit Jona Christians (Gründer und CEO), Friedrich Wolf (Head of HR und Organisation), Mitchell Zarders (Director Infotainment) und Julia Varga (Head of Culture).
  • 20:00 - 21:00: Ihre Fragen - Unsere Antworten

*Die Diskussion wird auf Englisch stattfinden.

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Wichtig für deinen Besuch:

Auf unseren Veranstaltungen herrscht FFP2-Maskenpflicht.

Bitte beachtet zudem die 3G-Regel:

Wir benötigen von dir bei Ankunft eine der folgenden Nachweise:

  1. Ein negatives Testergebnis (per Schnelltest 24h, PCR-Test 48h)
  2. Eine Durchimpfung (via App oder Impfausweis)
  3. Nachweis für eine Genesung

Wichtig: Bitte komme nur zu deinem Termin, wenn du dich gesund fühlst und keine Symptome aufweist. Auch wenn du kurz vor dem Termin einen Risikokontakt hattest, sage den Termin bitte (auch kurzfristig) ab.

Auch bei uns gelten die AHA-Regeln.

Abstand – Bitte halte immer einen ausreichenden Mindestabstand von 1,5 Metern ein.

Hygiene – Achte auf gründliches Händewaschen und huste/niese in die Armbeuge. Wir werden auch Desinfektionsmittel am Eingang vor Ort zur Verfügung stellen.

Alltagsmasken – Wir bitten dich außerdem während des Besuches eine saubere FFP2-Maske zu tragen.

HIER kostenlos zum Event anmelden

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https://sonomotors.com/de/blog/inside-sono-motors-event/ Sono Motors
2021-09-02T07:00:00+02:00 2023-12-27T03:31:14+01:00 Wir entwickeln eine bidirektionale Wallbox – und ihr könnt entscheiden, wie sie aussieht

Während einige unserer Leser:innen mit dem Thema schon vertraut sind – vielleicht selbst bereits ein entsprechendes Gerät installiert haben – ist es für andere noch komplettes Neuland. Die Rede ist natürlich von Wallboxen, auch Wandladestationen genannt. Dabei handelt es sich im Prinzip um kleine Ladestationen für Elektroautos, die man an Hauswänden oder Säulen montiert.

Diese übernehmen dann die Verbindung des Fahrzeugs zum Stromnetz und kommunizieren die verfügbare Stromstärke zum Laden an das fahrzeuginterne Bordladegerät. Das garantiert, dass die Batterie des Autos immer mit der maximal verfügbaren Leistung geladen werden kann. Dank eines Typ 2-Ladekabels sind so bis zu 11 kW möglich – also fast fünfmal so viel wie über eine herkömmliche Haushaltssteckdose. 

Klingt doch eigentlich sehr sehr nützlich – besonders für Eigenheimbesitzer:innen. Gerade in ländlichen Gegenden können Wallboxen so die oft noch schwache Ladeinfrastruktur sehr gut ergänzen. Auf dem Markt gibt es bereits eine Vielzahl von Modellen, warum entwickeln wir jetzt noch unsere eigene? Die Antwort liegt im magischen Wort “bidirektional” – also die Fähigkeit nicht nur Strom abzugeben, sondern auch in das Netz zurückzuspeisen. Wallboxen dieser Art gibt es bereits, doch sie sind noch immer sehr teuer. Bidirektionale Wandladestationen kosten je nach Modell, Features und Hersteller bis zu 6.000 €. Hinzu kommen die Installationsgebühren, welche stark vom Aufwand der Installation abhängig sind. Zwischen 400 € und 2.300 € fallen dabei an. 

Die Energierevolution – vor deiner Haustür

Soviel also zur generellen Funktion einer Wallbox. Doch welche Anwendungsfälle kommen dafür überhaupt in Frage? Und um wieviel günstiger wird die Sono Wallbox sein? Um Antworten auf diese und andere Fragen zu finden, habe ich meinen geschätzten Kollegen Tillmann Laux um Hilfe gebeten. Als Produktmanager ist er bei Sono für das Kundenerlebnis rund um das Thema bidirektionales Laden zuständig und betreut die Entwicklung der Sono Wallbox. 

Julius: Tillmann, ganz einfach gefragt: Was unterscheidet unsere Wallbox von anderen Modellen? 

Tillmann: Da sind zwei Dinge ganz ausschlaggebend. Erstens handelt es sich um eine bidirektionale Wallbox. Das bedeutet, dass sie nicht nur Strom aus dem Netz an den Sion weitergibt, sondern auch den Strom, der im Sion gespeichert ist, weitergeben kann – beispielsweise an das lokale Hausnetz oder das nationale Stromnetz. 

Tillmann arbeitet als Produktmanager für bidirektionales Laden bei Sono Motors

Zweitens handelt es sich bei unserem Modell nicht um eine DC-bidirektionale Wallbox, sondern um eine AC-bidirektionale Wallbox. Bisher sind ausschließlich DC-bidirektionalen Wandladestationen verfügbar. Diese haben einen Wechselrichter verbaut, um Wechselstrom in Gleichstrom umzuwandeln. Da wir den Sion jedoch bewusst so entwickelt haben, dass er Wechselstrom abgeben kann, benötigen wir keinen Wechselrichter in der Wallbox und können somit massiv Kosten sparen. Das wird unser Modell voraussichtlich bis zu 70 % günstiger machen als DC-Geräte. 

Julius: Was für eine Rolle spielt die Wallbox in der Reihe von Features, die der Sion bietet? 

Tillmann: In erster Linie ist es das Gerät, dass es erst möglich macht, den Sion auch als Heimspeicher zu nutzen. Mit der Sono Wallbox kann der Sion seinen Strom auch an Gebäude abgeben. Wir sprechen dann von sogenannten Vehicle-to-X-Anwendungen. 

Julius: Mehr als ein Auto also? Welche Anwendungsfälle ermöglicht die Wallbox? 

Tillmann: Momentan ist unser Fokus auf dem Thema Vehicle-to-Home. Dabei wird das Elektrofahrzeug als mobiler Stromspeicher für ein Gebäude genutzt, welches an das öffentliche Stromnetz angeschlossen ist. So kann beispielsweise überschüssiger Strom einer Photovoltaik-Aufdachanlage, der nicht im Haus verbraucht werden kann, in der Fahrzeugbatterie zwischengespeichert werden. In Zeiten, in denen die PV-Anlage keinen oder nur wenig Strom erzeugt, kann dieser wieder aus dem Sion entnommen werden, um das Hausnetz mit Energie zu versorgen. 

Wenn wir in die Zukunft Blicken, wird das Thema Vehicle-to-Grid eine tragende Rolle bei der Energiewende spielen. Bei Vehicle-to-Grid ist das Fahrzeug direkt oder indirekt über ein Gebäude an das Stromnetz angeschlossen. Die gespeicherte Energie wird zurück ins Netz gespeist. Das hat einige Vorteile. Statt Windräder in Zeiten von Energieüberschuss abzuschalten, könnte die überschüssige Energie beispielsweise in der Fahrzeugbatterie zwischengespeichert werden. Ein Verbund von mehreren Elektroautos könnte dadurch sogar Lastspitzen abfedern. Allerdings gibt es dafür noch gesetzliche Hürden, auf die wir keinen direkten Einfluss haben. 

Tausende von Autos könnten ein virtuelles Kraftwerk bilden 

Julius: Stichwort SOP: Wieso entwickeln wir jetzt zum Sion auch noch eine Wallbox? Hält uns das nicht auf? 

Tillmann: Das hat mehrere Gründe: Die Frage nach der geeigneten Wallbox ist eine der häufigsten Fragen aus der Community. Unsere Unterstützer:innen wünschen sich das. Außerdem benötigt auch eine bidirektionale Wallbox Entwicklungszeit. Wir fangen daher jetzt schon an, um die Verfügbarkeit zum SOP des Sion im Frühjahr 2023 zu garantieren. Wir möchten genug Zeit haben, die Wallbox und den Sion ausführlich zusammen zu testen. Immerhin ist die Wallbox ein sehr wichtiges Puzzlestück in unserer Vision von einer Welt unabhängig von fossilen Energien. 

Julius: Noch eine Frage zum Heimspeicher. Wie genau kann man den Sion als Speicher benutzen? 

Tillmann: Fahrzeug und Gebäude werden dabei über einen Typ 2-Stecker verbunden – genau wie beim Laden auch. Ein Umstecken des Ladekabels ist nicht notwendig, man kann als Nutzer:in einfach mithilfe der Sono-App einstellen, welchen Anteil der Batteriekapazität für die Versorgung des Gebäude genutzt werden soll und wie viel Reichweite am nächsten Morgen benötigt wird. 

Mit der Sono Wallbox Strom speichern und Geld sparen

Die Steuerung, wann der Sion geladen und entladen wird, übernimmt ein Heim-Energiemanagement-System (HEMS). Das HEMS überwacht den Netzanschlusspunkt des Hauses. Falls du beispielsweise eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach hast und damit mehr Strom produzierst, als du aktuell benötigst, wird der Sion damit geladen. Erzeugt deine PV-Anlage nicht ausreichend Strom für den Energieverbrauch des Hauses, so wird die zusätzlich benötigte Energie über den Sion ins Haus gespeist. Hierbei wird nicht mehr Energie in das Haus eingespeist als auch wirklich benötigt wird. Es wird also keine Energie an das öffentliche Netz abgegeben. Die Kommunikation für all diese Funktionen funktioniert ganz einfach über Ethernet oder WLAN. 

Julius: Und für wie lange könnte der Sion theoretisch ein Haus mit Strom versorgen? 

Tillmann: Bei einem Haushaltsverbrauch von 10 kWh pro Tag, also etwa der durchschnittliche Verbrauch einer vierköpfigen Familie, könnte der Sion deinen Haushalt bis zu 5 Tage lang versorgen. Immerhin verfügt der Sion über eine Batteriekapazität von 54 kWh. Zum Vergleich: die Kapazität eines stationären Heimspeichers liegt in der Regel zwischen 5 - 15 kWh. Der Sion kann also ein Vielfaches an Energie speichern. Dieser Zeitraum ist natürlich abhängig vom tatsächlichen individuellen Stromverbrauch. So ganz pauschal kann man das also nicht beantworten.

Julius: Trotzdem bekommt man damit schon ein ganz gutes Gefühl, was mit der Wallbox so möglich wäre. Es ergeben sich damit auf jeden Fall eine Vielzahl an interessanten Möglichkeiten. Danke für deine aufschlussreichen Ausführungen, Tillmann! 

Tillmann: Sehr gerne und jederzeit! 

Die Sono Wallbox birgt also einiges an Potential, zumindest wenn man es auch gesetzlich zulässt. Die Themen bidirektionales Laden, Vehicle-to-Home und Vehicle-to-Grid, spielen auf dem Weg zu 100 % erneuerbaren Energien eine sehr wichtige Rolle. Sie ermöglichen außerdem eine effizientere Nutzung unserer Fahrzeuge – über ihre Rolle als Transportmittel hinaus. Es ist daher wichtig, die entsprechenden Gesetze dafür so schnell es geht zu schaffen. Zum aktuellen Zeitpunkt wird die Umsetzung in verschiedenen Pilotprojekten untersucht, um auf dieser Basis die gesetzlichen Grundlagen zu schaffen.  

Über das finale Design wird abgestimmt

[Übrigens: Zum aktuellen Zeitpunkt haben wir uns noch nicht für das finale Design der Sono Wallbox entschieden. Wenn du mitentscheiden willst, kannst du uns eins von drei Design auswählen und dafür deine Stimme geben. Der Entwurf mit den meisten Stimmen gewinnt.] Die Umfrage wurde am 14. September 2021 beendet.

Falls du jetzt neugierig geworden bist und immer auf dem Laufenden bleiben möchtest: Trag dich einfach hier unverbindlich in unsere Liste ein. Wir melden uns, sobald es weitere Details gibt. Ah, und bevor ich es vergesse. Die wichtigsten Infos hat Tillmann in diesem Video für euch noch einmal zusammengefasst. 

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https://sonomotors.com/de/blog/were-developing-a-bidirectional-wallbox-how-it-looks-is-up-to-you/ Julius
2021-09-01T17:00:00+02:00 2023-12-27T03:31:14+01:00 Über 14.000 Reservierungen des Sion

Wir freuen uns euch heute verkünden zu können, dass der Sion bereits über 14.000 mal reserviert ist. Durchschnittlich wird der Sion mit einem Wert von rund 3.000 Euro angezahlt.

Neben der nahtlosen Integration der Solarzellen, die zusätzlich im Durchschnitt 112 Kilometer zusätzliche Reichweite pro Woche liefern, wird der Sion ab Werk eine Sharing-Funktion durch die Sono App mitbringen.

Wenn ihr euch fragt, wo der Sion bereits überall reserviert wurde, schaut auf dieser Karte vorbei. Hier seht ihr anonymisiert an welchen Orten Personen bereits einen Sion reserviert haben und ihr findet eure eigene Reservierung ebenfalls dort dargestellt.

Wir danken euch von Herzen für euer Vertrauen und wissen es sehr zu schätzen, dass ihr an den Sion, an Sono und besonders an eine Mobilität ohne fossile Brennstoffe glaubt.

14.000 Reservierungen als Cartoon ]]>
https://sonomotors.com/de/blog/over-14-000-reservations-of-the-sion/ Sono Motors
2021-07-19T13:00:00+02:00 2023-12-27T03:31:14+01:00 Digitale Mobilität: Alles über unsere Zusammenarbeit mit Sibros

In den letzten 20 Jahren hat die Digitalisierung jeden Aspekt des menschlichen Lebens beeinflusst, verändert, oder zumindest tangiert: Kommunikation, soziale Interaktion, Organisation, Ernährung, Wohnen und natürlich Mobilität. Mit der zunehmenden Erleichterung des Zugangs zur digitalen Navigation – zunächst durch handliche GPS-Systeme und später durch Smartphones – beeinflusst die Digitalisierung den Alltag der Mobilität von Millionen von Menschen. Das Navigieren durch ein fremdes Land mit Hilfe einer Karte, die ein Beifahrer versucht zu entziffern, ist inzwischen obsolet geworden. Im Gegenzug heißen wir seither die rauen Roboterstimmen der Sprachassistenten in unseren Fahrzeugen willkommen. 

Aber natürlich war die Navigation nur der Anfang der digitalen Dienste im Auto. Darüber hinaus sind heute, wie bei vielen anderen Geräten wie Telefonen, Musikanlagen, Heizungen, Kühlschränken und Waschmaschinen, immer mehr Fahrzeuge mit dem Internet verbunden. So werden Zugriffe auf Daten vereinfacht, Software-Wartung over-the-air durchgeführt, oder der Zustand von Hardware-Komponenten überprüft. Mittlerweile thronen digitale Infotainmentsysteme über den Armaturenbrettern unserer Autos und geben Auskunft über Geschwindigkeitsbegrenzungen, Entfernungen oder den nächsten Podcast auf einer Playlist. 

Als sehr einzigartiges und innovatives Fahrzeug verfügt natürlich auch der Sion über solche Funktionen. Diese helfen nicht nur, die Wartung und Aktualisierung der Software zu erleichtern, sondern verraten uns auch viel darüber, wie wir unsere Fahrzeuge weiter verbessern können. Das setzt natürlich voraus, dass Fahrzeughalter:innen bereit sind, diese Daten für solche Zwecke mit uns zu teilen. 

Um diese Services zuverlässig, effizient und sicher anbieten zu können, brauchen wir einen kompetenten und erfahrenen Partner. Mit dem kalifornischen Softwareunternehmen Sibros haben wir genau diesen gefunden. Heute hatten mein Kollege von Sono Digital Johannes Bückle und ich die Gelegenheit, mit Hemant Sikaria, CEO und Mitgründer des Unternehmens, über unsere Partnerschaft, Ziele und die nächsten Entwicklungsschritte zu sprechen.

Julius: Hi Hemant, hi Johannes! Danke, dass ihr euch die Zeit nehmt, um mit mir zu sprechen. Sibros wurde 2018 gegründet und ist damit ein relativ junges Unternehmen. Was war eure ursprüngliche Motivation?

Hemant: Hi Julius, gerne! Wir haben Sibros gegründet, weil Fahrzeuge aus unserem privaten Umfeld sehr oft von ihren Herstellern zurückgerufen wurden. Das Problem: die Software der Autos. Im Jahr 2017 musste ich mein persönliches Fahrzeug aufgrund von Softwareproblemen dreimal zurück zum Händler bringen. In meiner Familie hatten wir fünf verschiedene Fahrzeuge desselben Herstellers, sodass wir unsere Autos insgesamt über ein Dutzend Mal wegen Softwareproblemen in die Autohäuser brachten. Das war einfach eine unglaublich zeitraubende und stressige Erfahrung. Zu dieser Zeit war ich noch Ingenieur bei Tesla und half beim Aufbau der Software-Update-Systeme, bei denen solche Probleme durch Over-the-Air (OTA), also über eine Funkschnittstelle, behoben werden. 

Hermat von Sibros

Ich machte also ein paar Recherchen zu diesem Thema. Ich fand heraus, dass die meisten Autohersteller außerhalb von Tesla keine Software-Update-Funktionen haben, um solche Probleme aus der Ferne zu beheben. Wir gründeten Sibros zunächst als kommerzielle Plattform, um OTA-Software-Updates für Fahrzeuge anzubieten. Inzwischen haben wir uns heute zu einem Software- und Datenmanagementsystem für Fahrzeuge entwickelt. 

Julius: Das ist vergleichbar mit der Motivation unserer Gründer:innen. Sie waren frustriert über den Mangel an Alternativen für nachhaltige Mobilitätslösungen. Was ist das übergeordnete Ziel eures Unternehmens? 

Hemant: Sibros' Mission ist es, vernetzte Fahrzeug-Ökosysteme weiter zu etablieren. Der Schlüssel dazu ist ein robustes Software- und Datenmanagement. Mithilfe von vernetzten Fahrzeugen können eine Vielzahl fortschrittlicher Anwendungen und Angebote aufgebaut werden, von denen sowohl Endkund:innen als auch Autohersteller profitieren. So können wir beispielsweise Softwarefehler beheben, Produktrückrufe mit umfangreichen Software-Updates umgehen, Telematikdaten für nutzungsbasierte Versicherungen nutzen, oder die zukünftige Qualität und das Design von Produkten verbessern. 

Um das zu erreichen, müssen allerdings drei Grundvoraussetzungen erfüllt sein: Erstens muss es Software-Updates geben, die von der Cloud an alle verfügbaren Komponenten gesendet werden. Zweitens brauchen wir qualitativ hochwertige Daten, die vom Fahrzeug gesammelt und an die Cloud gesendet werden. Die dritte Voraussetzung sind Fernbedienungs- und Diagnosebefehle, die bei Bedarf an das Fahrzeug gesendet werden. Wir haben eine End-to-End-Plattform entwickelt, um all das und noch ein bisschen mehr für Automobilhersteller wie Sono Motors und ihre Kund:innen Realität werden zu lassen.

Julius: Johannes, wie siehst du das? Was sind die größten Vorteile der Zusammenarbeit mit Sibros? 

Johannes: Nun, wir sind fest davon überzeugt, dass diese Zusammenarbeit für beide Seiten von Vorteil ist. Als ein vollkommen neuer Autohersteller haben wir bei Sono Motors viele Freiheiten und profitieren dabei vom Know-how von Sibros. Das Team dort hat schon an vielen Fahrzeugen gearbeitet und weiß ganz genau, was passieren muss, um bestimmte Anforderungen zu erfüllen. Unser Team kann hingegen seine Expertise aus früheren Mobilitätsdiensten, als auch aus unseren laufenden Piloten mit einbringen. 

Johannes von Sono Digital

Ein gutes Beispiel dafür ist die Offline-Interaktion der Funktechnik Bluetooth Low Energy. In unseren Piloten hatten wir bereits viele Fälle, in denen die Netzwerkkonnektivität uns daran hinderte, ein wirklich zuverlässiges Mobilitätserlebnis zu bieten. Sibros war froh, diesen für uns wichtigen Punkt in ihre Produkt-Roadmap aufzunehmen. In gewisser Weise entwickeln sich also beide Parteien gemeinsam weiter und verbessern ihr Produkt kollaborativ. Während Sibros sichere und zuverlässige Softwarelösungen anbietet, können wir uns weiterhin ganz auf die Probleme unserer Kund:innen konzentrieren. 

Unabhängig davon passen Sono und Sibros auch kulturell sehr gut zusammen. Das spiegelt sich in der Art und Weise wieder, wie wir miteinander kommunizieren und auf welche Tools wir zurückgreifen, aber auch wie wir Technologien nutzen, um echte Kundenprobleme zu lösen. Ich kann mich noch gut daran erinnern, als mein Team und ich nach dem ersten Telefonat mit Sibros dachten: Mit denen zu arbeiten wäre toll!

Julius: Das bringt mich zu der Frage, wie dieser Kontakt überhaupt entstanden ist? 

Hemant: Sono Motors wurde uns von zwei ehemaligen Kollegen von Tesla vorgestellt, Georg-Friedrich Graf und Stefan Goede. Sie leiten jetzt das in Deutschland ansässige Unternehmen Munich Electrification. Ich habe vor diesem Team großen Respekt, besonders vor ihrem Talent. Als uns Sono Motors als empfehlenswertes Unternehmen vorgestellt wurde, haben wir das sofort ernst genommen und uns sehr über die Gelegenheit gefreut, mit euch zusammenzuarbeiten. 

Julius: Interessant! Welche Bedeutung hat diese Partnerschaft für die Produktentwicklung von Sono Digital? 

Johannes: Unser Ziel ist es, ein nahtloses digitales Erlebnis zu schaffen, sowohl innerhalb als auch außerhalb des Autos. Das beinhaltet Car Sharing, Ride Pooling und Power Sharing, sowie das gesamte digitale Erlebnis der Sion-Besitzer:innen. Seit unserer Gründung haben wir unsere Sharing-Services mit Menschen in der Sono Community pilotiert, um unseren Ansatz zu validieren und unser Produkt mit echten Kund:innen aufzubauen. Beim letzten Prototyp wollten wir alles selbst bauen, um so viel wie möglich zu lernen. Das hat uns in die vorteilhafte Position gebracht, dass wir jetzt genau wissen, was wir brauchen und wie wir es erreichen können. 

Wir testen und optimieren unsere Services

Da wir inzwischen tief in der Serienentwicklung stecken, waren wir auf der Suche nach einem starken und erfahrenen Partner – zumal Software-Updates stark reguliert sind. Als junges Unternehmen sind wir sehr glücklich, dass wir einen Partner gefunden haben, der eine umfangreiche Erfolgsbilanz bei der Umsetzung und Aktualisierung von vernetzten Fahrzeugen vorzuweisen hat. 

Um unseren Kund:innen ein verlässliches Produkt zu bieten, brauchen wir drei Dinge. Erstens, Echtzeitdaten, um Sion-Besitzer:innen mit aussagekräftigen Informationen über ihr Auto zu versorgen. Zweitens, Befehle, die unseren Kund:innen helfen, mit dem Auto zu interagieren - online und offline. Und schließlich Fern-Updates, die die Wartungs- und Servicekosten für Sion-Besitzer:innen minimieren. 

Wie Hemant bereits erwähnte, ist Sibros in der Lage, uns genau das zu bieten: zuverlässige und sichere Konnektivität sowie Over-the-Air-Updates. Da diese Systeme sehr komplex sind, ist der ganzheitliche Ansatz von Sibros wirklich vorteilhaft. So können wir uns auf das konzentrieren, was uns am wichtigsten ist: Kundenprobleme zu lösen. Und genau das werden wir auch weiterhin tun. 

Hemant: Ganz genau. Wenn es um vernetzte Autos geht, bieten viele Unternehmen nur einen Teil des Puzzles an. Das ist es, wo wir uns von anderen unterscheiden. Indem wir ein System entwickeln, das jeden Aspekt der OTA-Software und des Datenmanagements abdeckt, sind wir in der Lage, ein hochgradig konfigurierbares Produkt anzubieten, das schnell eingesetzt werden kann. Das ist der zentrale Unterschied zu anderen servicebasierten Lösungen, die mehrere Anbieter mit ausgeprägter Integration und Anpassung benötigen. 

Dann gibt es natürlich noch die Bereiche ECU (Engine Control Unit) und Fahrzeugerfassung. Viele Anbieter versprechen eine fahrzeugweite Aktualisierbarkeit und Datenerfassung, sprechen aber in Wirklichkeit nur die wichtigsten Infotainment- und Telematikeinheiten oder eine Handvoll von Steuergeräten an. Wir haben unser System so konzipiert, dass es wirklich mit jedem Steuergerät im Fahrzeug funktioniert. Zusammen mit Sono Motors können wir Software-Updates liefern, um jede Komponente neu zu kalibrieren oder zu reparieren. Basierend auf selektiven Regeln oder Ereignissen sammeln wir damit außerdem von jedem Sensor des Sion hochqualitative Daten. 

Dies ermöglicht Sono Motors wiederum, die Daten zu sammeln, die das zukünftige Produkt auch wirklich verbessern können. Wir reduzieren damit gleichzeitig die Notwendigkeit, alle Daten sofort in die Cloud bringen zu müssen, was dann im nächsten Schritt den Datenverbrauch und die Kosten für die Mobilfunk-Bandbreite reduziert. An dieser Stelle ist es wichtig zu erwähnen, dass alle Software-Updates und Aktivitäten, die mit Datenerfassung zusammenhängen, nur mit der Zustimmung des Kunden und in voller Übereinstimmung mit allen erforderlichen Sicherheits- und Datenschutzbestimmungen durchgeführt werden.

Julius: Also ein ganzheitliches Konzept und System für die digitale Dimension unseres Fahrzeugs, das gefällt mir. Jetzt, wo wir zusammenarbeiten - Johannes, gib uns doch noch ein paar Einblicke in den aktuellen Stand der Entwicklung und die nächsten Schritte. 

Johannes: Alles klar, da gibt es natürlich einiges. Wir haben zwei Scrum-Teams, die an verschiedenen Interaktionen mit dem Fahrzeug arbeiten: ein Team für die Sion Owner Experience und ein Team für die Sono Mobilitätsdienste. In den Scrum-Teams arbeiten Entwickler:innen, Produktmanager:innen und UX- und UI-Designer:innen crossfunktional zusammen.

Im Team Sion Owner Experience gab es schon eine Menge Dinge, die wir erfolgreich umsetzen konnten. Du hast wahrscheinlich schon die Echtzeitinformationen zur Solarstromerzeugung oder die Power Sharing Steuerung in der Sono App gesehen. Im Moment konzentrieren wir uns darauf, unseren nächsten Meilenstein im Fahrzeugdesign zu erreichen. Das bedeutet, dass wir sehr eng mit dem Fahrzeugentwicklungsteam an der Hardware arbeiten, aber auch alle Erkenntnisse und Verbesserungen aus dem serienreifen Prototypen, der derzeit auf Testfahrt-Tour ist, mitnehmen. Nach der Freigabe des Fahrzeugdesigns werden alle Anforderungen eingefroren. Auch wenn wir als digitales Team danach noch viele Änderungen vornehmen können, sind die Architektur des Autos und die meisten elektronischen Steuergeräte danach nicht mehr in der Lage, neue funktionale Anforderungen aufzunehmen. Um Power Sharing und ein außergewöhnliches digitales Erlebnis für Sion-Besitzer:innen zu liefern, arbeiten wir intensiv daran, das Feedback und die letzten fehlenden Bausteine für die Serie einzuarbeiten.

Livedaten der Sonneneinstrahlung

Für das Infotainment-System implementieren wir derzeit die neueste Android-Version in unser System. Wir wollen die Erfahrung zwischen der mobilen App und dem Infotainmentsystem so nahtlos wie möglich gestalten. Dann ist da noch die Konnektivität. Wir haben die Hardware ausgewählt, auf der der Sibros-Stack laufen soll und sind nun dabei, die Firmware zu integrieren, damit die Sibros-Produkte in unserem Laborauto laufen. Das Laborauto ist eine lokale Umgebung, außerhalb des realen Fahrzeugs, die alle Serienkomponenten beinhaltet und die endgültige Fahrzeugarchitektur simuliert. 

Im Team Sion Mobility Experience ist der Fokus ein anderer. Aktuell fügen wir geplante Buchungen für das Car Sharing hinzu. Dank dieser können die Nutzer:innen ihren Sion für bestimmte Zeitfenster buchen. Daran haben wir ein ausgeprägtes Interesse und sind überzeugt, dass diese Buchungen uns helfen, die Auslastung des Sion zu erhöhen. Aus dem gleichen Grund überlegen wir, wie wir diese Funktion auch für andere Fahrzeuge anbieten können. Wir glauben, dass viele Autos da draußen häufiger geteilt werden würden, wenn es einen guten Service für die Besitzer:innen gäbe. 

Es ist also eine ganze Menge zu tun. Unsere tägliche Arbeit ist sehr facettenreich. Ich hoffe, dieser Kontext hilft den Leser:innen zu verstehen, wo wir derzeit stehen und an welchen Stellen wir Fortschritte machen. 

Julius: Das war ein ziemlich ordentlicher Überblick über das, was bei Sono Digital vor sich geht, danke! Was sind denn die nächsten Schritte im Kooperationsprozess zwischen Sono und Sibros? 

Hemant: Zunächst einmal werden wir unsere firmeneigene End-to-End-Plattform implementieren. Das beginnt bei der Integration des Sibros OTA Deep Loggers, um Sono Motors in Echtzeit mit relevanten und aussagekräftigen Fahrzeugdaten zu versorgen. Als nächstes implementieren wir den Sibros OTA Deep Updater für tiefgreifende, sichere Software-Updates sowie den OTA Command Manager für Ferndiagnosebefehle. Diesen umfassenden Ausbau werden wir in den kommenden Monaten schnell abschließen. Wir freuen uns sehr über diese Zusammenarbeit und dass wir Euch dabei unterstützen können, ein außergewöhnliches digitales Erlebnis für eure Kund:innen zu schaffen – und das bei niedrigen Wartungs- und Servicekosten.

Johannes: Genau diese Implementierungen werden uns helfen, unser Gesamtziel bei Sono für dieses Jahr zu erreichen: alle Meilensteine für die Entwicklung des Sions zu schaffen. 

Julius: Lass uns doch abschließend noch kurz zu Sono Digital schauen. Was steht für den Rest von 2021 noch an? 

Johannes: Für das Team Sion Owner Experience haben wir kürzlich viele neue Entwicklungskapazitäten ins Haus geholt – auch als wichtige Erkenntnis aus dem letzten Prototyp. Bis Ende 2021 wollen wir alle digitalen Kundenschnittstellen, inklusive Infotainment und die mobile App, innerhalb von Sono Motors entwickeln. Zudem haben wir uns das klare Ziel gesetzt, die Kundenbasis unseres Mobilitätsdienstes bis zum Ende des Jahres deutlich zu erweitern und arbeiten an all den dafür notwendigen Bausteinen.
Wie der Rest des Unternehmens, wächst auch Sono Digital kontinuierlich. Dieses Wachstum ermöglicht es uns, sich mit voller Aufmerksamkeit auf die verschiedenen Herausforderungen zu konzentrieren. Gleichzeitig möchten wir dieses Jahr ein Team aufstellen, mit dem wir alle digitalen Features bis zum Produktionsstart bereitstellen können. 

Julius: Wenn das nicht ein gutes Schlusswort ist! Hemant, Johannes - herzlichen Dank für eure Zeit und euer Engagement! 

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https://sonomotors.com/de/blog/digital-mobility-partnership-with-sibros/ Julius
2021-07-06T16:00:00+02:00 2023-12-27T03:31:13+01:00 Bald startet die erste Tour mit unserem neuen Prototyp

Wir haben schon oft betont, wie wichtig es uns ist, persönlich mit euch zu sprechen, euch die Prototypen vorzustellen, und euren Input zu sammeln. Nach einer sehr langen Zeit ohne diese Erfahrungen, dürfen wir euch heute endlich wieder einladen – und zwar zur ersten Community-Tour im Jahr 2021.

Wir haben einige Städte auf dem Zettel, doch zunächst laden wir euch in unseren Showroom nach München ein. Dort könnt ihr seit Anfang dieser Woche nicht nur einen, sondern gleich drei verschiedene Sion-Prototypen bewundern.

Am 20. Juli steuern wir dann unseren ersten Stop in Freiburg an. Es folgen Stuttgart, Nürnberg, Mainz, Köln, Düsseldorf, Hannover, Hamburg, Berlin und Leipzig. Als Besucher könnt ihr den Prototyp live in jeder Tourstadt sehen, anfassen und das Exterieur und Interieur erkunden. In jeder Stadt steht unser Expertenteam für Fragen rund um das Auto, die Solarintegration und die digitalen Dienste zur Verfügung. 

Alle Termine im Überblick:

Freiburg, 20. - 22. Juli, Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme
Stuttgart, 24. - 25. Juli, Römerkastell
Nürnberg, 28. - 29. Juli, Ofenwerk
Mainz, 31. Juli - 1. August, Alte Lokhalle
Köln, 4. - 5. August, RheinEnergieSTADION
Düsseldorf, 7. - 9. August, Seed & Greet Ladepark Kreuz-Hilden
Hannover, 14. - 15. August, Georgsplatz
Hamburg, 18. - 20. August, Cruise Center Steinwerder
Berlin, 22. - 23. August, EUREF-Campus
Leipzig, 26. - 27. August, Paunsdorf Center

Hier könnt ihr euren Termin buchen. Wir können kaum in Worte fassen, wie sehr wir uns freuen, euch bald wieder persönlich zu treffen! 

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https://sonomotors.com/de/blog/bald-startet-die-erste-tour-mit-unserem-neuen-prototyp/ Julius
2021-06-25T16:00:00+02:00 2023-12-27T03:31:14+01:00 “Schneller, sicherer, langlebiger”: Der Sion bekommt eine neue Batterie

Wenn man sich zum ersten Mal mit Elektromobilität auseinandersetzt, wird man zwangsläufig mit einer ganz bestimmten Komponente konfrontiert: der Batterie. Sie ist so etwas wie das Herzstück eines jeden Elektroautos, denn sie speichert den Strom, der den Motor des Fahrzeugs antreibt. Ohne Strom geht’s natürlich nicht vorwärts und deswegen möchten viele Menschen so viel wie möglich davon. Damit nimmt etwas seinen Anfang, was man hierzulande gerne als „Reichweitenangst” bezeichnet. 

Ein kurzes Beispiel: Als ich vor einigen Tagen beim Friseur saß, lief im Hintergrund das Radio. Der Sender veranstaltete eine Themenwoche zu Elektromobilität und der Moderator sprach mit dem Verkehrsexperten des Senders über Reichweite und Kilowattstunden. Auf die in Deutschland bevorstehenden Pfingstferien hinweisend, fragte der Moderator, ob man denn mit so einem E-Auto beispielsweise in einem Rutsch von München an den Gardasee fahren könne. Das sind etwa 400 Kilometer. 

Mit der durchschnittlichen Reichweite eines in Deutschland zugelassenen E-Autos –  circa 340 Kilometer – sei das leider nicht ganz drin, erklärte sein Kollege. Aber die Technik entwickle sich stetig weiter und in fünf Jahren sei das kein Thema mehr. Der Moderator entgegnete, dann sollte man aktuell vielleicht doch eher auf Hybridantriebe setzen. Ein, gelinde gesagt, eher konservatives Résumé für eine Sendung über Elektromobilität. 

Aber klar: Wer möchte, um es einmal etwas überspitzt zu formulieren, schon gerne gezwungen sein, bei einer Reise von 400 Kilometern einmal anhalten zu müssen? Und das auch noch auf dem Weg in den Urlaub. Das ist ja fast schon ein Eingriff in die Freiheitsrechte. Anhalten, das Auto laden, Pause machen und kurz entspannen – aber doch nicht bevor wir am Gardasee sind! Autofahren bedeutet Freiheit und die lässt man sich nur ungern nehmen. 

Was hat diese Geschichte mit dem heutigen Blogbeitrag zu tun? Sie zeigt, wie wichtig die Batterie und ihre Spezifikationen für die Menschen sind. Es gibt immer wieder viele Diskussionen um diese Technologie. Wie nachhaltig sind Akkus? Wie problematisch ist der Abbau bestimmter Metalle? Sind Batterien im wahrsten Sinne des Wortes brandgefährlich? Ich möchte hier und heute keine Antworten auf diese Fragen geben. Weitaus versiertere Menschen haben sich mit verschiedenen Mythen zur Batterie auseinandergesetzt und sie durchleuchtet. 

Trotzdem sind wir sehr froh darüber, heute bekanntzugeben, dass wir in puncto Batterie großartige Fortschritte gemacht haben. 

Mein Kollege Arvind Peehal leitet die Entwicklung des Batteriesystems. Auf meine Frage, was die größten Unterschiede zur alten Batterie sind, antwortete er: „Die verschiedenen Zellchemien unterscheiden die beiden Akkus voneinander: Lithium-Eisenphosphat (neu) vs. Lithium-Nickel-Mangan-Cobalt-Oxide (alt). Die zukünftige Batterie hat zudem eine deutlich längere Lebensdauer (bis zu 25 %, abhängig von der EV-Nutzung) und kann außerdem bis zu 50 % schneller laden.”

Arvind Peenhal, Head of Battery System bei Sono Motors

Eine weitere Sache hat die neue Batterietechnologie anderen voraus: „Hinzu kommt, dass sie extrem sicher ist”, erklärt Arvind. „Selbst wenn sie mit einem Nagel durchbohrt wird, entstehen keine problematischen Temperaturen, die Brände verursachen könnten. Und zu guter Letzt ist die neue Batterie auch ressourcenschonender. Schwermetalle wie Kobalt, Nickel und Mangan sind in dieser Batterietechnologie obsolet.” 

Wenn ihr noch mehr über die neue Batterie erfahren möchtet, kann ich euch gleich eine ganze Reihe an Empfehlungen geben. Auf unserer Webseite findet ihr alle technischen Informationen sowie die neuen Spezifikationen. Außerdem haben euch Arvind und unser CTO Markus in diesem Video alles wichtige noch einmal zusammengefasst. Sie erzählen auch, warum dieser Entwicklungsschritt für Sono so wichtig ist. Viel Spaß! 

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https://sonomotors.com/de/blog/faster-safer-more-durable-the-sion-gets-a-new-battery/ Julius
2021-06-17T17:00:00+02:00 2023-12-27T03:31:14+01:00 Wir gehen die nächste Meile: Update zur Kooperation mit EasyMile und Sono Motors an Shuttle Prototypen

Bereits im Januar diesen Jahres haben wir euch auf der CES und in einer Pressemitteilung von unserer Kooperation mit EasyMile berichtet. Sicher fragt ihr euch was seitdem passiert ist und wie die Zusammenarbeit läuft. Deshalb hat Julius mit Olivier, Produkt- und Marketing-Direktor bei EasyMile, und Georg, Produktmanager für Solar-Integration bei Sono Motors, ein Gespräch geführt. Darin findet er für euch heraus, welche Ziele EasyMile und Sono gemeinsam verfolgen und welche Vorteile die Solar-Integration in autonomen Fahrzeugen für die Zukunft birgt.

Julius: Hallo zusammen, stellt euch beide doch vielleicht einmal kurz vor. 

Georg: Hi, ich bin Georg, ich arbeite jetzt seit über 1 ½ Jahren für Sono Motors. Anfangs war ich direkt in die Entwicklung der Solar-Integration am Sion involviert. Seit einem halben Jahr arbeite ich als Produktmanager für die Solar-Integration. Wir möchten unsere Technologie ja nicht nur in den Sion, sondern auch in andere Fahrzeuge integrieren – wie eben beispielsweise in den EZ10 von EasyMile. Mein Job ist es auch zu untersuchen, wie wir unser Produktportfolio erweitern können, wie wir uns technologisch weiterentwickeln wollen und welche anderen Anwendungen noch in Frage kommen. 

Georg mit der Solartechnologie des Sion

Olivier: Hi, ich bin Olivier, ich bin Produkt- und Marketing-Direktor bei EasyMile. Ich kümmere mich um den Markt, um Preise, und definiere die Road Map für das EZ10 Shuttle. Ich suche außerdem die Partner aus, mit denen wir zusammenarbeiten. 

Olivier, Produkt- und Marketing-Direktor bei EasyMile

Julius: Spannend! Wie lange bist du schon bei EasyMile? 

Olivier: Ich bin seit 3 Jahren dabei. 

Julius: Das ist auch schon eine recht lange Zeit. Wann wurde EasyMile gegründet? 

Olivier: Das war 2014. Als ich 2018 dazukam waren wir noch 90 Mitarbeiter, inzwischen sind wir 250. Ich gehöre hier schon zum alten Eisen. 

Julius: Ihr seid also auch stetig am wachsen. Wie kam es eigentlich zu der Kooperation mit Sono? 

Olivier: Benedikt Sperling, unser Managing Director für die Dach-Region, hatte Kontakt zu einem Kollegen von euch. Die beiden sprachen über die jeweiligen Projekte und Technologien. Da hat sich dann nach und nach herauskristallisiert, dass es da sehr vielversprechende Schnittstellen gibt. 

Georg: Ja, das war Lars, er arbeitet im Business Development. Ein perfektes Match – einfach weil die Visionen von EasyMile und Sono Motors so gut zusammenpassen. 

Julius: Nicht jeder unserer Unterstützer:innen ist mit den Produkten von EasyMile vertraut. Deswegen als kurze Frage zum Einstieg: Was genau ist das EZ10-Shuttle? 

Olivier: Die vollelektrische People Mover-Lösung EZ10 ergänzt den öffentlichen Personennahverkehr oder entlastet das Verkehrsaufkommen auf Werks- und Privatgelände wie beispielsweise Business Parks – die Anwendungsfälle sind beinahe grenzenlos. Mit dem fahrerlosen Service schließen wir meist Lücken auf der sogenannten “ersten- und letzten” Meile. Die Hardware des Shuttles wird von Ligier, einem französischen Automobilhersteller gefertigt. Wir sind vor allem für die intelligente Software zuständig, die sich übrigens auf eine Reihe anderer Fahrzeugplattformen aufspielen lässt.

Julius: Warum sind die EZ10-Shuttles die ideale Plattform für unsere Solar-Integration? Siehst du bestimmte Vorteile? 

Olivier: Unsere Shuttles sind aus vielen Gründen perfekt dafür. Erst einmal ist die gesamte Grundidee von Shared Mobility eine effiziente und umweltschonende Art der Fortbewegung. Fossile Brennstoffe sind endlich, daher ist unser komplettes Produktportfolio vollelektrisch unterwegs. Dies machen wir einerseits der Umwelt zuliebe, andererseits sind Brennstoffe ein riesiger Kostentreiber für den ÖPNV oder im Bereich der Logistik, in dem unsere anderen Fahrzeuglösungen Anwendung finden. Unsere Shuttles entsprechen einer klaren Vision vom Stadtleben der Zukunft: effizienterer Verkehr, weniger Geräuschquellen durch Fahrzeuge, weniger private PKWs oder Parkplätze und somit mehr Raum und Lebensqualität. 
Erneuerbare Energien können dort optimal ergänzen. Mit Solarpaneelen kann man zusätzlich die Reichweite und Betriebsdauer auf eine möglichst ökologisch-nachhaltige Art und Weise verlängern. Man ist einfach weniger abhängig von der vorhandenen Ladeinfrastruktur und kann die Ladeintervalle verkürzen. Als Hersteller autonom fahrender Shuttles ist das für uns ein großer Fortschritt. Je mehr man fahren kann ohne anzuhalten, desto besser ist der Service und desto überzeugender sind der Preis und die Effizienz, die wir unseren Kunden anbieten können. 

Julius: Klar, das klingt logisch. Lass uns doch vielleicht einmal kurz über konkrete Zahlen sprechen. Georg, kannst du uns eine ungefähre Vorstellung davon geben, wie viel Leistung ein EZ10-Shuttle mit der Sono Motors Solar-Integration über den Tag erzeugen könnte? 

Georg: Das ist eine sehr gute Frage. Bei der verfügbaren Fläche auf dem Dach und teilweise den Seiten eines EZ10-Shuttles, können wir denke ich Solarzellen mit einer Gesamtleistung von etwa 1-1,5 kWp installieren. Nach einer Faustformel würden wir damit schätzungsweise 3 bis 5 kWh Energie pro Tag erzeugen. Das sind aber natürlich nur grobe Abschätzungen und keine belastbaren Aussagen. Das Ziel unserer gemeinsamen Kooperation und insbesonderen der Prototypen-Phase wird es sein, zu zeigen, wie hoch der Energieumsatz wirklich ist. Wir werden während unserer Zusammenarbeit genau prüfen und evaluieren, wo sich unsere Technologie am Fahrzeug integrieren lässt. Insgesamt gibt es bei dem EZ10 in jedem Fall einige vielversprechende Stellen. 

Julius: Auf was müsst ihr besonders achten, wenn ihr die Paneele in das Fahrzeug integriert? 

Georg: Im Grunde verwenden wir die gleiche Technologie, die wir beim Sion auch benutzen. Beide Fahrzeuge haben einen Space-Frame, an dem die Karosserie-Teile befestigt sind. Das bedeutet, dass wir hier in etwa dieselben Arbeitsschritte wie beim Sion haben. Wir legen zunächst das Gesamtkonzept fest, designen dann die aus Polymer bestehenden PV-Karosserie-Teile und ersetzen damit die bestehenden Komponenten. Dabei müssen wir auf verschiedene Dinge achten, wie beispielsweise die Radien und die richtige Aufteilung der Body Panels. 

Julius: Sono und EasyMile möchten Technologien auf den Markt bringen, die der breiten Masse noch nicht zugänglich sind: Solarmobilität und autonomes Fahren. Beides wird oft mit Skepsis oder sogar Sorge betrachtet. Was sind deine Erfahrungen damit, Olivier? 

Olivier: Ich habe noch nie jemanden kennengelernt, der Angst vor Solarzellen hatte, aber ich kann natürlich etwas über die Angst vor autonomen Mobilitätskonzepten sagen. Sobald wir Fahrgäste nach ihrer ersten Fahrt in unserem Shuttle fragen, sind ihre Ängste komplett verschwunden. Die Tatsache, dass die Fahrzeuge ohne Fahrer dennoch nach wie vor von einem Supervisor über eine Leitstelle kontrolliert und überwacht werden, gibt vielen ein sicheres Gefühl. Ich denke, dass es mit der Solarmobilität genau so sein wird. Sobald sich das Konzept bewährt und die Menschen positive Erfahrungen damit machen, weicht die anfängliche Skepsis der Begeisterung. 

Julius: Welche Zielgruppen hat EasyMile? Was für Kriterien sind für euch besonders ausschlaggebend? 

Olivier: Unsere Technologie funktioniert am Besten, wenn sie in Umgebungen angewendet wird, in denen Fahrgeschwindigkeiten begrenzt sind – also zum Beispiel innerorts, bis 50 km/h. Das trifft vor allem auf Stadtzentren, industrielle Gelände, Häfen, Flughäfen, oder auch auf einen Campus zu. Wir haben viele verschiedene Fahrzeugplattformen, die für die entsprechenden Anwendungsfälle angepasst werden können. 
Ein zweites Kriterium: Genau wie Sono Motors bevorzugen wir eher Gegenden, in denen es viele Sonnenstunden gibt. Warum? Nun, wenn es sehr stark regnet, müssen wir der künstlichen Intelligenz des Shuttles erklären, dass die Sensoren gerade Regentropfen erfassen und keine Hindernisse, denn obwohl die Technologie immer reifer wird, sind extreme Wetterbedingungen wie z.B. starker Schneefall oder Regen immer noch eine Herausforderung für automatisierte und autonome Fahrzeuge. 

Julius: Darüber habe ich so noch nie nachgedacht. 

Olivier: Ja, das ist ein wichtiger Aspekt. Es gibt aber noch ein drittes Kriterium. Länder wie Norwegen, in denen es sehr viele Fachkräfte gibt, aber wo die Nachfrage nach systemkritischen Berufen wie zum Beispiel Bus- oder Lastkraftwagenfahrer:innen sehr hoch ist, sind sehr an unserer Technologie interessiert. Branchenverbände aber auch Kunden melden uns oft zurück, dass sie Probleme haben, offene Stellen zu besetzen oder dass aufgrund von mangelnder Wirtschaftlichkeit Busstrecken, vor allem auf dem Land, nicht mehr bedient werden können. Hier kommt unsere Technologie ins Spiel. 

Julius: Auch ein sehr spannender Ansatz. Das selbstfahrende Auto hat ja schon sehr lange seinen festen Platz in der Fiktion – egal ob in Filmen oder Büchern. Das gleiche gilt auch für das solarbetriebene Fahrzeug. Georg, wie stellst du dir die Zukunft in 10 Jahren vor? 

Georg: Ich bin fest davon überzeugt, dass autonomes Fahren sich in der Zukunft etablieren wird – besonders in den Bereichen, die Olivier gerade genannt hat. Bis es wirklich im Alltag der breiten Masse ankommt, wird das vielleicht noch etwas länger als 10 Jahre dauern, aber gerade im industriellen Umfeld gibt es schon zahlreiche vielversprechende Ansätze. 
Unser Ansatz bei Sono ist natürlich mehr und mehr Fahrzeuge mit Solar auszustatten und damit die Menge an klimafreundlicher und dezentralisiert erzeugter Energie stetig zu erhöhen. Je mehr Energie pro Tag so erzeugt wird, desto besser. Jedes Fahrzeug zählt. Wenn wir das Gesamtbild betrachten, werden wir in ein paar Jahren eine beeindruckende Energiemenge pro Tag mit Solar-integrierten Fahrzeugen erzeugen. 

Olivier: Wenn ich an das anschließen darf, was du gerade gesagt hast: Ich stelle mir einen echten Wandel vor – also Innenstädte ohne hektische Straßen, die mit privaten PKWs vollgestopft sind, ohne muffige Abgase, ohne laute Motoren. Das ist leider noch der aktuelle Status Quo und wir alle arbeiten für eine Zukunft, in der das nicht mehr der Fall ist – und es gibt wirklich Grund optimistisch zu sein, denn in Ländern wie Spanien werden aktuell die Weichen für diese Entwicklungen gelegt. Erst vor wenigen Wochen reduzierte man dort in allen Städten das maximale Tempolimit von 50 km/h auf 30 km/h. 

Julius: Richtig, eine wichtige Entwicklung! Lasst uns abschließend noch kurz über die nächsten Schritte in der gemeinsamen Zusammenarbeit sprechen. Wie geht es jetzt weiter? 

Georg: Bisher haben wir erstmal einige wichtige Daten untereinander ausgetauscht. Jetzt starten wir die Untersuchung der CAD-Modelle und evaluieren, wie wir die maximale Anzahl an Solarzellen in die Karosserie des Shuttles integrieren können. Sobald wir dann ein Fahrzeug für die Prototypen-Phase von EasyMile zur Verfügung gestellt bekommen, beginnen wir mit der Umsetzung. Bis Ende diesen Jahres würden wir sehr gerne noch die ersten Ergebnisse haben. Dafür müssen wir sehr viele Daten sammeln, am besten natürlich unter realen Bedingungen. Es wird auf jeden Fall ein sehr spannendes Projekt mit viel Potential! 

Julius: Perfekt. Dann vielen Dank an dieser Stelle für eure Zeit und eure Einschätzungen. Bis zum nächsten Mal! 

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https://sonomotors.com/de/blog/an-easymile-to-explore-an-update-on-the-ongoing-shuttle-prototype-cooperation/ Julius
2021-06-01T15:00:00+02:00 2023-12-27T03:31:14+01:00 Halbjahresbericht aus dem Community-Beirat

Vor einem halben Jahr hat Sono beschlossen, der Community einen Platz im Beirat einzuräumen. Aufgrund von Corona und anderen Faktoren ging es dann doch nicht so schnell, den Beirat vollständig aufzusetzen, aber bald ist es so weit.

Natürlich waren wir in den letzten Monaten nicht untätig, auch ohne formalen Beirat. 

Im Sommer 2020 war es dann endlich so weit - mit über 50 Prozent der Stimmen wurde Sebastian Böttger von unserer Community als Beiratsmitglied gewählt. In diesem Blogartikel erzählt er über seine Rolle als Community-Vertreter und über die generelle Arbeitsweise bei uns. Daher übergeben wir nun das Wort an Sebastian.

Zusammengefasst: Wie ist der Beirat aufgestellt? 

Im Wesentlichen besteht die Arbeit aus vier Punkten:

  • Rücksprache circa ein- bis zweimal die Woche 
  • Einbringen der Community/Kunden-Perspektive in verschiedene Entscheidungen, bei denen die Community nicht direkt befragt werden kann
  • Quartalsweise Beantwortung gebündelter Fragen der Community die beim Beirat auflaufen. Die aktuell Liste findet ihr hier.
  • Durchsicht von Dokumenten und Fragebögen vor Veröffentlichung ob dort auch Fragen der Community erfasst sind (mehr Fakten, weniger Marketing)

Natürlich bin ich nicht die Community allein, und kann auch nur sehr begrenzt für die Community als Ganzes sprechen. Wie man damit umgehen kann, wird auch im folgenden vorgestellt.

Die Stellung des Community-Beirats

Die Position und Funktion des Community-Beirats ist neu. Zuerst mussten wir Wege finden, wie man sinnvoll zusammenarbeiten kann. Recht schnell hat sich gezeigt, was pragmatisch Sinn macht. Ganz klassisch mit einer wöchentlichen Rücksprache, damit alle auf demselben Stand sind. Von dort geht es dann in die Details.

Der Beirat ist eine Vertrauensposition. Im Bezug auf den Stand der Entwicklung gibt es eigentlich keine Geheimnisse. Ich kann keine Details ausplaudern, aber an meiner Motivation und Begeisterung kann man glaube ich erkennen, dass ich überzeugt bin, dass das Projekt ein Erfolg wird. 

Laurin und ich vermessen den Kofferraum des SVC2.

Einige bei Sono fanden es zu Beginn seltsam, dass auf einmal ein Vertreter der Reservierer hier und da dabei ist. Die Frage: „Was macht der da?”, stand ziemlich offensichtlich im Raum. Mein Vorteil als Ingenieur ist, dass ich zugleich als Experte für einige Fachthemen dienen kann, dadurch verschwimmt das etwas. 

Inzwischen ist das sehr gut etabliert, liefert einen echten Mehrwert und wird sogar aktiv nachgefragt, um gleich die Sicht der zukünftigen Kunden von Anfang an mit einzubeziehen.

Die Matrix

Sono verwendet für viele Entscheidungen eine Matrix, bei der alle „Stakeholder“ ihre Meinung und eine Empfehlung von 1 bis 5 eintragen (1=nicht machen, 5=auf jeden Fall). Hier werde ich als Community-Vertreter hin und wieder mit eingebunden als einer von insgesamt 5-10 Stimmen. Andere Stimmen sind zum Beispiel die Geschäftsleitung, das Finanzressort, die beteiligten Fachabteilungen, das Marketing und Legal/Rechtsabteilung. 

Ein kleines Beispiel für eine erfolgreiche Abstimmung ist die Rückkehr der Reservierungszahl auf der Homepage und die Reservierungsnummer für die Reservierer. Viele Reservierer lieben „ihre” Reservierungsnummer, und bald bekommen alle ihre Nummer mitgeteilt, auch die, die bisher noch keine haben. Die Zahl der Reservierungen hat es bereits zurück auf die Seite geschafft. Natürlich haben wir auch gewichtigere Themen, aber alles im Grunde positiv.

Die Grundlagen für meine Antworten legt ihr in den Befragungen. Die Ergebnisse sind für mich bindend und so stimme ich dann ab. Zu 90 % ist die Entscheidung leicht und zweifelsfrei, daher habe ich ein gutes Gefühl Euch hier gut zu vertreten. Irgendwann werden wir das veröffentlichen können, dann werdet ihr das auch sehen. Aktuell brauche ich einfach Euer Vertrauen, dass alles unter der Maßgabe läuft, den Sion und die Idee dahinter auf die Straße zu bekommen.

Bisher musste ich nur einmal bei einem kleineren Thema im Namen der Community mit einem deutlichen „nein” stimmen. Das hat Diskussionen verursacht. Zur Arbeit mit der Matrix gehört auch immer, die Bewertung zu begründen. Am Schluss wurde ein guter Kompromiss gefunden, der das Ergebnis sogar verbessert hat.

Kommunikation

Ich bekomme oft Fragen wie: „Weißt Du was dazu...”, oder, „Kannst Du mir sagen, warum…”.  Oft lese ich im Netz die wildestens Spekulatonen, und es wäre leicht, hier rein zu gehen und zu sagen, was Sache ist. Manchmal rufen sogar Journalisten an. Hier gilt die Regel dass ich auf keinen Fall für Sono spreche, sondern immer auf offizielle Meldungen verweise. Durch meine Sono News habe ich 51 Gigabyte (!) an Datenmaterial zu Sono gesammelt - vollständig durchsuchbar in Sekundenbruchteilen. Aber auch wenn ich die Fragen nicht selber beantworte, gehen diese nicht verloren. Ich habe eine lange Excel-Liste in der die alle gesammelt werden. 

Bei Gelegenheitheit bespreche ich diese, und Sono kommunizert dann die Antworten. Nicht immer sofort – die haben genug zu tun – aber es geht nichts verloren. Umgekehrt interessiert es Sono auch immer, was die Community bewegt. Wenn die Frage für viele interessant ist, kommt sie auf eine Sammelseite. Dort könnt ihr Euch tagesaktuell informieren, welche Fragen aktuell offen sind.

In meinem eigenen Blog berichte ich über alle aktuellen Entwicklungen bei Sono.

Die Fragen beantwortet immer nur Sono. An der Stelle muss ich ein Lob loswerden: Die Transparenz bei Sono ist wirklich ernst gemeint. Ich bin eigentlich angetreten, damit unsere Fragen nicht nur mit einer wohlklingenden Marketing-Konserve beantwortet werden, sondern richtig und umfassend. Sono nimmt sich das sehr zu Herzen und veröffentlicht sogar inzwischen alle 14 Tage kleinste Details aus der Entwicklung in PDF-Form.

Die Bekanntgabe der Verschiebung auf 2023 war zum Beispiel ein Thema über das nicht abgestimmt werden konnte. Nachdem der neue Zeitplan stand, war klar, dass die Information raus muss. Sono hat sich entschieden, das sofort zu machen, mit maximaler Transparenz. Ich war in allen Calls dabei, bei denen Laurin und Jona das über 3.000 Reservieren im Zoom persönlich erklärt haben - und im Vorfeld bei der Vorbereitung. Euer Feedback hat gezeigt, dass die Entscheidung richtig war.

Wer sind die anderen?

Der Beirat an sich wird jetzt bald formal ins Leben gerufen. Es sind insgesamt 6 Personen dabei, mit ganz unterschiedlichem Hintergrund, eine gute Mischung.

Mit einigen bin ich bereits intensiver im Austausch und es macht viel Freude – intelligente, sehr aktive und erfolgreiche Persönlichkeiten. Jedesmal entstehen neue, innovative Ideen, aber auch konkrete Maßnahmen. Auch hier gilt: Sono wird die Details bekannt geben, wenn es so weit ist.

Nächste Schritte

Im Juni könnten die Probefahrten wieder starten und ich würde mich freuen den einen oder anderen von Euch persönlich zu treffen. Ihr könnt mir an seb@sono.community gerne eine E-Mail schicken. Es wird mehrere Videos geben mit Themen, die ihr geschickt habt. Einige davon sind bereits abgedreht.  

Und zuletzt soll es auch wieder einen Blick unter die Haube geben, um die ewige Frage zu beantworten: „Wie weit hat der Sion noch zu Serienreife, und was geht schon?”

Viele Grüße,
Sebastian 

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https://sonomotors.com/de/blog/semi-annual-report-from-the-community-advisory-board/ Sebastian Böttger
2021-04-22T16:00:00+02:00 2023-12-27T03:31:13+01:00 2020 in Zahlen: Wie nachhaltig sind wir als Unternehmen eigentlich?

2020 – ein Jahr voller, sagen wir mal, Überraschungen. Wie viele Unternehmen sahen wir uns mit einer Vielzahl von Herausforderungen konfrontiert. Wir haben uns aus unserem neuen Büro selbst ins Home-Office geschickt. Zeitpläne wurden kräftig durcheinandergewirbelt. Neue Mitarbeiter:innen begannen ihre ersten Arbeitstage ohne ihre Kolleg:innen persönlich kennenzulernen. Aber wir haben uns schnell an die neuen Umstände angepasst und trotzdem wichtige Meilensteine erreicht. 

Mit unserem Nachhaltigkeitsbericht 2020 blicken wir noch einmal auf das vergangene Jahr zurück – dieses Mal jedoch mit einem ganz bestimmten Fokus. Was bedeutet Nachhaltigkeit für uns? Wie divers ist unser Team? Was ist unser Beitrag zum Klimaschutz? Antworten auf diese und weitere Fragen haben wir für euch anschaulich und übersichtlich in unserem Bericht zusammengefasst. Viel Spaß beim Lesen!

Bericht hier anschauen

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https://sonomotors.com/de/blog/2020-in-numbers-how-sustainable-are-we-as-a-company/ Julius
2021-03-26T16:00:00+01:00 2023-12-27T03:31:13+01:00 Sono Digital: Wer wir sind, was wir tun und wie du dich einbringen kannst

Mobile Anwendungen sind aus unserem Alltag schon seit vielen Jahren nicht mehr wegzudenken. Bei Sono sind wir, die Sono Digital Group, dafür zuständig. Neben der Sono App entwickeln wir verschiedene Infotainment-Anwendungen für den Touchscreen in der Mittelkonsole und natürlich das Backend, also die hintergründige Datenverarbeitung.

Zusätzlich stimmen wir unser System mit verschiedenen Partnern ab und erweitern Elektroautos, die bereits auf dem Markt sind mit einer nachgerüsteten Telematikeinheit. Das erlaubt uns unsere Anwendungen in Pilotprojekten ausgiebig zu testen und so unsere Sharing-Dienste schrittweise auszubauen.

Drei zentrale Anwendungen, die Sono Digital entwickelt.

Nachhaltige Mobilität für alle

Bei Sono Motors arbeiten wir dafür, dass in der Zukunft jedes Auto elektrisch fährt und geteilt wird. Während sich unsere Kolleginnen und Kollegen aus dem Fahrzeugentwicklungsteam um die Elektrifizierung kümmern, liegt unser Fokus auf Letzterem: der geteilten Mobilität. 

Mit digitalen Lösungen sorgen wir dafür, dass es einfach, sicher und natürlich auch praktisch ist, das Auto, die Fahrt und den Strom mit anderen zu teilen. Wir möchten diese Dienste unseren Nutzern in einem reibungslosen Benutzererlebnis zur Verfügung stellen, das nahtlos zwischen der Sono App und dem Infotainment-System verläuft. Um hier erfolgreich zu sein, müssen wir konsequent die langfristige Sicherheit und Skalierbarkeit unseres Produkts in den Entwicklungsarbeit mit einbeziehen. Disruptives und innovatives Denken sind dafür unabdinglich. 

Wir streben nach ständiger Verbesserung - in Bezug auf unsere Arbeit, unser Wissen und unsere zwischenmenschlichen Beziehungen.

Wir möchten heute unseren Technologie-Stack vorstellen und einen gemeinsamen Blick in die Zukunft von Sono Digital werfen. Eines vorweg: In den meisten technischen Bereichen werden wir unser Team vergrößern. Falls du also unsere Vision einer Welt ohne fossile Brennstoffe unterstützen möchtest, freuen wir uns natürlich über deine Bewerbung!

Wie wir arbeiten

Sono Digital ist ein crossfunktionales Produktteam, das aus erfahrenen Produktmanagern sowie UX- und Softwareentwicklern besteht. Als Team arbeiten wir mit agilen Routinen und legen einen hohen Wert auf transparente Kommunikation. Das gilt ganz besonders in Homeoffice-Zeiten. Dafür nutzen wir Slack, Confluence und manchmal auch die gute alte E-Mail. Bei Bedarf organisieren wir spontane (Video-)Telefonate, stimmen uns im Detail ab und beseitigen Hindernisse so schnell wie möglich. Dadurch lernen wir ständig dazu und entwickeln uns als Team stetig weiter. 

Agile Routinen bedeutet, dass wir natürlich geregelte Abläufe haben, bei Bedarf aber diese auch anpassen. Kürzlich haben wir unser Daily optimiert, da wir festgestellt haben, dass es zu statisch geworden ist und der generelle Nutzen fraglich war. Jetzt wird von dem Wort "Meeting" abgeraten, und wir versuchen, den Zweck eines Meetings sofort anzusprechen. Unser Daily ist seitdem nützlicher geworden. Wir prüfen und passen an.

Die Überprüfung unserer Fortschritte ist ein wichtiger Teil unserer täglichen Arbeit.

Zwei- bis dreimal im Monat treffen wir uns mit unseren Geschäftsführern Jona und Laurin, um sie über den Stand der Dinge zu informieren und ihre Meinung zu verschiedenen Themen einzuholen. Vieles von dem, was wir tun, basiert auf dem Scrum-Framework. An den Sprint-Reviews nehmen in der Regel 10-20% der Mitarbeiter des Unternehmens teil. Falls du mehr über unsere Arbeitsweisen sprechen willst, schick uns einfach deinen Lebenslauf. Wir kommen sicher ins Gespräch!

Sono Technologie Stack

Wenn du neugierig auf die Technologien bist, die wir derzeit verwenden, wird’s hier spannend für dich. Allerdings ist hier ein wichtiger Hinweis zu diesem Abschnitt: Unser Technologie-Stack wird sich verändern und weiterentwickeln. Neue Mitstreiter werden neue und bessere Ideen einbringen. Natürlich lernen wir ständig dazu, was sich hoffentlich in unseren Systemen und unserer Softwarearchitektur widerspiegelt.

Die App

Die Sono App für Android und iOS wird derzeit in React Native entwickelt. Sie ist der sichtbarste Teil unserer Entwicklungsbemühungen. Wir nutzen Bitrise für CI/CD, um die App automatisch zu testen, zu bauen und in den App Stores zu veröffentlichen. Zu den Dingen, auf die wir am meisten stolz sind, gehören eine blitzschnelle Verbindung von der App zum Fahrzeug, ein passwortloser Login, ein konsistentes Design und der Erfolg unserer Bemühungen um Codebereinigung (siehe _BottomModalVehicle).

Siehst du Verbesserungspotenzial? Wir auch! Willst du dabei helfen, uns noch weiter zu verbessern? Kontaktier uns und lass uns darüber reden!

Android Automotive OS

Das Infotainmentsystem läuft unter AndroidAutomotive OS. Unser Ansatz ist es, "Standard-Anwendungen" wie Media-Player, Bluetooth-Integration und Radio-Applikation von unseren Zulieferern zu beziehen. Die Sono-Entwickler arbeiten hingegen an den Anwendungen, die den Sion einzigartig machen: Solar-Integration, Sharing-Dienste, Benutzerprofile. Ein erfahrener Ingenieur stößt im Mai zum Team und wir sind auf der Suche nach weiteren Senior-Android-Leuten, die das Team verstärken.

Mobility Backend

Das Backend wird in einer MicroService Architektur entwickelt. Die meisten Dienste sind in TypeScript geschrieben und nutzen unter anderem TypeORM und hapi. Dienste, die Low-Level-Hardware-Steuerung bieten, wie z.B. die Fahrzeug-Connectoren, sind in Golang geschrieben. Wir verbinden die Dienste synchron über HTTP und asynchron über einen Kafka Message Broker. Für die Datenpersistenz haben wir die etablierte Postgres-Datenbank gewählt.

Wir sind uns sicher, dass diese Architektur weiter wachsen wird, wenn wir tiefer in spezifische Segmente der verschiedenen Geschäftsbereiche eintauchen, die das Backend abdeckt. Um dieses Ziel zu erreichen, suchen wir Kandidaten von Junior-Entwicklern bis hin zu Senior Software-Ingenieuren und Architekten mit breiter Erfahrung in skalierbaren Anwendungen.

Cloud-Infrastruktur

Wir entwickeln die Sono-Plattform auf der Google Cloud mithilfe der Google Kubernetes Engine. Wir haben uns für die Google Cloud entschieden, weil sie seit 2007 eine glaubwürdige Strategie zur Reduzierung des Kohlenstoffausstoßes verfolgen, die darauf abzielt, dass Google bis 2030 komplett mit erneuerbarer Energie betrieben wird.

Unser Kubernetes-Cluster hostet das gesamte Backend. Wir haben schon früh gute SRE-Praktiken (Site Reliability Engineering) eingeführt, darunter Infrastructure as Code, eine Post-Mortem-Kultur sowie nachvollziehbare Builds. Bis jetzt sind die Dinge noch relativ roh, aber so eingerichtet, dass wir darauf fortgeschrittene Automatisierungen und Monitoring aufbauen können. Zu den von uns verwendeten Technologien gehören Helm, Prometheus, Grafana, StackDriver und GitLab CI. Dies sind großartige Open-Source-Projekte, und wir möchten uns an dieser Stelle bei den fantastischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern dieser herausragenden Projekte bedanken.

Dienstleistungen von Drittanbietern

Wir wollen das Rad nicht neu erfinden. Aus diesem Grund verlassen wir uns auf Dienste von Drittanbietern für CRM (Salesforce Service Cloud), Payment (Adyen), Transaktions-E-Mails (Twilio SendGrid) und viele andere tolle Produkte.

Was dich erwartet

Du wirst Teil unseres Sono Digital Teams, einer erfahrenen, vielfältigen Gruppe, die mit viel Agilität und Leidenschaft an einer Zukunft mit klimafreundlicher, ressourcenschonender und fairer Mobilität arbeitet. 

Wir pflegen eine integrative Kultur, die Fehler willkommen heißt, Dinge hinterfragt und stetig nach Möglichkeiten sucht, sich für den Kunden, das Team und sich selbst zu verbessern. Wenn du diese Prinzipien verinnerlichst, freuen wir uns, wenn du dich unserer Reise anschließen möchtest.

UX-Designerin Bozhana, UI-Designerin Martina und Head of Product Johannes besprechen den Projektfortschritt.

Sono Motors respektiert Entscheidungen, die deinen Lebensstil betreffen. Unser Sono Digital Team hat seinen Sitz in München. Wir glauben, dass es sinnvoll ist, sich persönlich zum EventStorming zu treffen oder tiefgreifende Produktdiskussionen zu führen. Die meisten Getting-Your-Shit-Done-Arbeiten können aber auch in einem Remote-Setup erledigt werden.

Kommunikation ist der Schlüssel und wir haben sowohl gute synchrone Tools als auch asynchrone Prozesse im Einsatz. Wir unterstützen Teilzeitarbeit mit einer Mindestverpflichtung von 30 Stunden pro Woche und wollen ein inklusives Arbeitsumfeld bieten, das zu deinen persönlichen Bedürfnissen passt.  Hat dich dieser Artikel neugierig gemacht? Prima, dann schick uns deinen Lebenslauf! Wir freuen uns darauf, dich kennenzulernen! 

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https://sonomotors.com/de/blog/sono-digital-who-we-are-what-we-do-and-how-you-can-contribute/ Marco Jantke
2021-03-22T17:00:00+01:00 2023-12-27T03:31:13+01:00 So könnte unsere Solartechnik die Energieversorgung in der Mobilität verändern

Die Sonne ist der Mittelpunkt unseres Sternensystems - eine gigantische, glühende Kugel, die hauptsächlich aus Wasserstoff und Helium besteht und 1,3 Millionen Mal größer ist als die Erde. Aufgrund ihrer enormen Größe macht sie 99,86 % der Gesamtmasse des Sonnensystems aus. Da sie in ihrem Inneren durch Kernfusionsprozesse ständig Energie erzeugt, ist sie die mit Abstand wichtigste Energiequelle für Leben auf unserem blauen Heimatplaneten. Theoretisch liefert die Sonne in einer Stunde mehr Energie, als alle Menschen in einem Jahr verbrauchen. Warum nutzen wir das nicht einfach?

Okay, natürlich nutzen wir diese Art der Energiegewinnung bereits. Solartechnik gibt es schon seit 180 Jahren, auch wenn sie damals von vielen Wissenschaftlern aufgrund der Dominanz von Energietechnologien, die auf der Verbrennung von Kohle basieren, abgelehnt wurde. Doch wie Bob Dylan in den 1960er Jahren sang, „the times they are a-changing“, und die Solartechnik des Sion könnte dafür ein Beispiel von vielen sein. 

Mit der Sonne von A nach B

Energie zu erzeugen, indem man ein bestimmtes Material dem Licht aussetzt, ist also nichts Neues. Genauso wenig ist es neu, Solarzellen auf Fahrzeugen anzubringen. Laut dem us-amerikanischen Volkszählungsamt (United States Census Bureau) demonstrierte der Ingenieur William G. Cobb von General Motors bereits im Jahr 1955 sein erstes Konzept für Solarmobilität. Es sah ein wenig anders aus als das, was Physiker und Ingenieure in den folgenden Jahrzehnten entwickeln würden - aber hey, er hat es versucht.  

Ein modifiziertes Baker-Auto (links) und ein Teilnehmerfahrzeug der World Solar Challenge 2015 (rechts)

Zum Glück sieht der Sion keinem der beiden Beispiele besonders ähnlich. Immerhin ist es unser Ziel, ein Auto zu entwickeln, das zwar die Vorteile der Solarenergie nutzt, aber trotzdem alltagstauglich ist. Um das zu erreichen, haben wir eine eigene Technologie entwickelt, die sich vor allem durch die Integration der Zellen in die Karosserie unterscheidet. Das Zauberwort lautet „Spritzgießen“. 

Das Spritzgießen ist ein Fertigungsverfahren, mit dem man komplexe Formstücke aus Polymeren herstellen kann. Dazu verwendet man eine Form, in die eine heiße Polymerschmelze eingespritzt wird, um die benötigte Komponente zu formen. Fast alle Polymerteile um uns herum werden im Spritzgussverfahren hergestellt. Es ist ein sehr schneller Herstellungsprozess, der eine geringe Ausschussrate und komplexe Geometrien ermöglicht. 

Für unsere Anwendung haben wir ein besonderes Verfahren entwickelt, das es uns ermöglicht, die Solarzellen in die Spritzgussform zu integrieren und sie so während der Produktion in die Polymermatrix der Karosserieteile einzubinden. Dies ist unsere eigene patentierte Technologie, mit der wir eine nahtlose Integration der monokristallinen IBC-Solarzellen in die Karosserieteile des Autos erreichen. 

Prototyp der in die Karosserie integrierten Solarzellen

Dieser Prozess ermöglicht es uns, auf Glas, eine Rückwand, eine Anschlussbox oder einen Aluminiumrahmen zu verzichten. Das Glas ersetzen wir durch einen transparentes Thermoplast während der Aluminiumrahmen, die Rückwand und die Anschlussbox durch ein nicht-transparentes Thermoplast ersetzt werden. Dadurch sind unsere Solarpaneele durch die spezielle Polymerbeschichtung vor äußeren Einflüssen geschützt, was eine Vielzahl von Vorteilen mit sich bringt. Die Paneele haben eine hohe Widerstandsfähigkeit gegen physikalische Stöße und sind dazu bruchsicher. 

Zusätzlich können wir das Gewicht der Solarmodule im Vergleich zu herkömmlichen Glasmodulen um mehr als 50% reduzieren. Das macht unsere Paneele nicht schwerer als herkömmliche Karosserieteile. Darüber hinaus sorgen unsere getestete Materialauswahl und Solarzellentechnologie für maximale Effizienz, einen höheren Ertrag auf kleinen Flächen und eine nahtlose Integration in die Außenhaut des Fahrzeugs. Dort sind die Solarzellen kaum zu sehen. 

Die Sonne - eine unendliche Energiequelle? 

Wissenschaftler schätzen, dass die Sonne noch mindestens fünf Milliarden Jahre lang die Erde mit Energie versorgen wird. Danach wird ihr der Wasserstoff ausgehen und sie wird zu einem sogenannten Roten Riesen. Das gibt uns mehr als genug Zeit, um das Potenzial der Sonnenenergie für alle möglichen Anwendungen zu nutzen. Verschiedene Marktstudien haben ergeben, dass der Bedarf an Solartechnik in den kommenden Jahren immer weiter wachsen wird. Der IDTechEx-Bericht über Solarfahrzeuge besagt beispielsweise, dass die Anzahl von Solareautos in den nächsten zwanzig Jahren (2021-2041) von 5.300 auf 2.852.400 steigen wird. Allein dieser Markt soll im gleichen Zeitraum einen Wertzuwachs von 0,2 Milliarden Dollar auf 39,5 Milliarden Dollar erfahren. 

Dank unserer Technologie sind wir auf dieses Wachstum mehr als gut vorbereitet. Ihr größter Vorteil ist ihre Flexibilität, die es ermöglicht, sie in die verschiedensten Oberflächen zu integrieren. Bei mittelgroßen Elektrofahrzeugen wie dem Sion helfen bereits Solarzellen mit mehr als 1 kWp, die Reichweite zu erhöhen und die Abhängigkeit vom Stromnetz zu reduzieren. Bei nicht-elektrischen Fahrzeugen kann die Solartechnologie alle Hilfssysteme wie Kühlsysteme oder Klimaanlagen mit Strom versorgen und so die Betriebskosten reduzieren.

Ingenieur Christian präsentiert dem Team eine überarbeitete Komponente.

Für den Sion haben wir ausgerechnet, dass wir in München einen LCOE (Stromerzeugungskosten) von 0,12c€/kWh erreichen. Das ist weit unter den Preisen einer herkömmlichen Ladestation. Außerdem lassen sich damit in den ersten acht Jahren 20 % der Gesamtbetriebskosten des Fahrzeugs reduzieren, da durchschnittlich mehr als 5.000 Kilometer pro Jahr kostenlos zurückgelegt werden können. Energie aus der Sonne ist einfach billiger als aus dem Netz. 

Wir nennen diese vielseitig einsetzbare Lösung Vehicle Integrated Photovoltaics (VIPV). Vereinfacht ausgedrückt, versorgt sie jedes Fahrzeug, das Energie benötigt, mit kostenlosem Strom, und das auf die ganzheitlichste und ökologischste Art und Weise. Sie kann an alle Arten von Transportmitteln angepasst werden - von Autos, Vans, LKWs, Anhängern, Bussen bis hin zu Zügen, Yachten und Kreuzfahrtschiffen. Auf der diesjährigen Consumer Electronics Show haben wir einen möglichen Anwendungsfall bereits vorgestellt - den Sono Solar Trailer.

Ein möglicher Einsatzbereich: ein mit Solarzellen bedeckter Anhänger

Unsere Berechnungen haben gezeigt, das bei einer nutzbaren Fläche von 115 m² – also das Dach und die Seiten des Trailers – im Standort München durchschnittlich 38 kWh pro Tag erzeugt werden können. Damit könnte ein LKW von entsprechender Größe jährlich 16.990 Kilometer nur mit Solarenergie zurücklegen. Dies sind konservative Rechnungen, das tatsächliche Ergebnis kann je nach Sonnenstunden noch höher ausfallen. 

Unsere Freunde von EasyMile haben das Potenzial dieser Technologie erkannt. Anfang des Jahres durften wir bekannt geben, dass wir gemeinsam die Integration unserer Technologie in ihr autonomes Shuttle EZ10 evaluieren werden. Wir hoffen, dass wir bald Details zu ähnlichen Kooperationen mitteilen können. 

Der Entwicklungsstand

Seit unserer Präsentation auf der CES im Januar haben wir große Fortschritte in der Technologieentwicklung gemacht. Einer der größten Schritte war, dass wir es geschafft haben, die Batterie des Sion in Echtzeit während der Fahrt zu laden. Wie für das Serienfahrzeug vorgesehen, zeigte unser Infotainmentsystem die korrekte Anzahl der erzeugten Leistung, Spannung und Stromstärke an. Natürlich haben wir diesen historischen Schritt dokumentiert

Neben dem technologischen Fortschritt sehen wir auch, dass sich immer mehr Menschen für unser Konzept interessieren. Wie der IDTechEx-Report zeigt, wächst der Bedarf an nachhaltiger Energie und damit auch an nachhaltiger Mobilität. 

Neue Ideen zu diskutieren ist ein wesentlicher Teil der täglichen Arbeit 

Das Gleiche gilt für unser Team, das auch weiterhin wächst und dabei multikultureller und interdisziplinärer wird. In der Sono Solar Group haben wir Kollegen aus fünf verschiedenen Ländern sowie eine optimale Mischung aus erfahrenen und jüngeren Leuten aus der Automobil- und Photovoltaikindustrie. Derzeit sind wir 23 Ingenieur*innen, Designer, E/E- und Produktexperten, die daran arbeiten, der Welt zu beweisen, dass Solarintegration so viel mehr sein kann als eine kleine Spielerei.

Anmerkung: Wenn du daran interessiert bist, der Sono Solar Gruppe beizutreten, solltest du mal bei unseren Jobangeboten vorbeischauen. Wir sind immer auf der Suche nach qualifizierten und gleichgesinnten Menschen, die bereit sind, die Zukunft der Mobilität zu verändern. 
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https://sonomotors.com/de/blog/how-our-solar-technology-could-change-the-energy-supply-in-mobility/ Mathieu Baudrit
2021-02-25T15:21:00+01:00 2023-12-27T03:31:13+01:00 Hier sind die Ergebnisse unserer Sion-Design-Umfrage

Wie ihr wisst, sind wir ein gemeinschaftsorientiertes Unternehmen. Das heißt, wir versuchen, wenn immer möglich, das Feedback unserer Unterstützer in unsere tägliche Arbeit miteinzubeziehen. Auch wenn wir in der Entwicklung des Sion schon weit fortgeschritten sind, wollten wir trotzdem wissen, wie das Design des Sion bei den Menschen ankommt. Denn es sind noch kleine Änderungen möglich, ohne den Zeitplan zu gefährden, oder Werkzeuge ändern zu müssen.

Wir haben daher zwei Umfragen veröffentlicht und wollen die Ergebnisse heute mit euch teilen. Unsere Fragen waren nicht dazu gedacht, eine Vorschau auf mögliche Updates zu geben (z.B. Batterie, ADAS etc.). Einige eurer Antworten helfen uns auch dabei, den Markt und die Wünsche unserer Unterstützer besser zu verstehen und uns ständig zu verbessern. Wir haben insgesamt mehr als 20.000 Antworten von euch erhalten – eine große Hilfe, um gemeinsam mit euch den bestmöglichen Sion auf die Straße zu bringen. 

Die Ergebnisse haben wir einerseits direkt an unsere Ingenieure weitergeleitet und andererseits für euch in diesem Dokument zusammengefasst. Wir hoffen, ihr findet sie genauso aufschlussreich wie wir!

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https://sonomotors.com/de/blog/here-are-the-results-of-our-sion-design-survey/ Julius
2021-02-22T16:00:00+01:00 2023-12-27T03:31:13+01:00 „Ich habe mir drei große Ziele gesetzt”: Ein offenes Gespräch mit Community-Beirat Sebastian Böttger

Im Sommer 2020 kündigten wir an, unser Unternehmen um einen Beirat zu ergänzen. Da unsere Community eine zentrale Rolle bei uns einnimmt, war für uns klar, dass sie eine Stimme in diesem Gremium bekommen würde. Wir schrieben die Stelle aus und erhielten darauf über 170 Bewerbungen. Schlussendlich lag es in den Händen unserer Unterstützer, welcher der Bewerber das Rennen machen sollte. Mit über 50 Prozent der Stimmen konnte Sebastian Böttger die Mehrheit von sich überzeugen. In unserem Interview sprechen wir mit Sebastian über seine Ziele als Beirat, wie er vom Zweifler zum Unterstützer wurde und warum er denkt, dass in zehn Jahren niemand mehr verzweifelt nach Parkplätzen sucht. 

Hi Sebastian! Erzähl unseren Lesern doch ganz kurz wer du bist und was du machst, wenn du nicht gerade über den Sion nachdenkst.

Sehr gerne! Mein Name ist Sebastian Böttger, ich bin 47 Jahre alt, komme aus München und bin gelernter Elektroingenieur. Seit etwa 20 Jahren bin ich als Unternehmer tätig und leite eine Firma für Software-Anwendungen. Wir entwickeln unter anderem digitale Dienste für die Automobilbranche. Ich selbst fahre seit 2013 komplett elektrisch und habe auch meine eigene Solaranlage auf dem Dach. Und, ganz wichtig, meine Reservierungsnummer ist die #4774!

Sebastians Holzsion mit der Reservierungsnummer 4774. 

Nicht schlecht! Damit liegst du aktuell im oberen Mittelfeld. Erzähl uns doch kurz, wieso du dich dazu entschieden hast, dich als Beiratsmitglied zu bewerben. 

Bei mir kamen drei Dinge zusammen. Erstens wollte ich gerne aktiv zur Entwicklung des Sion beitragen. Ein klassischer Job bei Sono kam für mich aber nicht in Frage, da ich meine eigene Firma habe und hier auch Verantwortung für mein Team trage. 

Zweitens diskutiere ich seit Jahren in diversen Foren und auf Facebook intensiv über Sono Motors und den Sion. Ich war auch auf fast allen bisherigen Events, bei denen ich viele Menschen aus der Community kennengelernt habe. Umgekehrt kennen auch mich einige der aktiven Mitglieder – nicht zuletzt aufgrund meiner Sonntagskolumne

Zum Dritten kann ich auch fachlich viel Erfahrung einbringen, da ich seit zehn Jahren in der Elektromobilität und der Energiewirtschaft aktiv bin. Als eure E-Mail mit den Kriterien zur Anforderung an die Kandidaten kam, fand ich, dass auf der Beschreibung mehr oder weniger mein Name draufstand. Und daher freue ich mich auch sehr, dass es geklappt hat.

Wie bist du auf Sono Motors aufmerksam geworden?

Das Projekt kenne ich beinahe von Anfang an. Zu Beginn hat mich das Konzept neugierig gemacht, daher war ich 2017 auch auf der ersten Probefahrt im Olympiazentrum. Dem damaligen Zeitplan und einigen Alleinstellungsmerkmalen des Sion stand ich zu Beginn sehr kritisch gegenüber. Zum Beispiel kamen mir eine Auslieferung im Jahr 2019 und die versprochenen Eigenschaften zu solch einem Preis extrem ambitioniert vor. 

Sebastian bei seiner ersten Probefahrt 2017 

Trotzdem hat mich brennend interessiert, ob das mit der Solar-Integration tatsächlich funktioniert und annähernd die Reichweite bringt, die ihr angebt. Deswegen habe ich auch bei den öffentlichen Finanzierungs-Kampagnen auf Seedrs und WiWin mitgemacht. Ich war und bin nach wie vor sehr neugierig, ob das wirklich funktioniert.

Interessant! Wie hat sich deine Einstellung zu unserem Projekt über die Zeit verändert? 

Wie schon erwähnt, war ich zu Beginn sehr kritisch – und das bin ich natürlich auch immer noch. Als Community-Beirat ist das ja auch eine meiner Aufgaben. Allerdings bin ich sehr viel zufriedener mit der Art und Weise, wie ihr seit der großen Finanzierungs-Kampagne 2019 auftretet und kommuniziert. Das Projekt hat sich seitdem geerdet. 

Es gab eine nachvollziehbare Roadmap, eine transparente Finanzplanung und konkrete Maßnahmen, um kommende Meilensteine zu erreichen. Änderungen im Timing gibt es bei jedem Projekt und ich finde das auch nicht tragisch, solange jeder die Konsequenzen kennt und man auf Anpassungen reagieren kann. Deswegen wirke ich in meiner Position als Beirat auch aktuell darauf ein, die Zeitplanung wieder auf die Webseite zu bringen.

Ich habe Sono gerne kritisiert – aber im Kern halte ich das Projekt Sion für richtig und wichtig. Die großen OEMs wollten alle Mobilitätsdienstleister sein, davon ist nichts mehr übrig, die Joint Ventures sind alle aufgekündigt oder verkauft. Autos werden wieder größer und teurer. Seit 15 Jahren wollen unsere OEMs Geld mit digitalen Services verdienen, aber mehr als kostenpflichtige Karten-Updates kamen nicht dabei raus. Der Sion bietet hier neue Ideen, und es lohnt sich, den Weg dafür frei zu machen. 

Ist das auch der Grund, warum du einen Sion reserviert hast? 

Meine erste Reservierung habe ich aus Neugier abgegeben. Ich wollte wissen, ob Solar auf dem Auto etwas bringt. Und weil Sono damals 5.000 Reservierungen einsammeln wollte, um in Serie zu gehen, dachte ich mir – “ok, das will ich sehen!” 

Ich bin immer noch gespannt, wieviel Strom durch die Solar-Integration wirklich erzeugt werden kann. Damit meine ich im echten Fahrzeug mit Straßenzulassung unter alltäglichen Bedingungen und nicht nur auf dem Papier. Ich drücke Mathieu und dem Team von Sono Solar alle Daumen. 

Welche Dinge betrachtest du aktuell als kritisch, welche als positiv? 

Positiv sehe ich die Motivation des Teams. Alle, mit denen ich bisher Kontakt hatte, stehen voll hinter dem Projekt und setzen sich ein so gut es geht. Außerdem bewundere ich die Bereitschaft, Dinge anders anzupacken – trotz des Risikos, dass es vielleicht nicht klappt. Sono möchte nicht einfach ein Auto bauen und dabei so viel Profit wie möglich machen. Es geht darum, ein nachhaltiges Unternehmen aufzubauen, das einen wertvollen Beitrag im Kampf gegen die Erderwärmung leisten möchte. 

Kritisch sehe ich nach wie vor den immer noch ambitionierten Zeitplan und das damit verbundene Budget. Manche Probleme kann man zwar wirklich mit innovativen Ideen bekämpfen, andere wiederum aber nur mit Zeit und/oder Geld. Das Gute: Sono schafft es mehr und mehr Leute anzuheuern, die solche Risiken immer weiter beherrschbar machen.

Als Beirat repräsentierst du die Community innerhalb des Unternehmens. Was sind Punkte, die du in dieser Position verbessern möchtest? 

Wie jeder in der Community möchte ich, dass es der Sion auf die Straße schafft. Daneben habe ich mir drei weitere große Ziele gesteckt. 

Transparenz steht für mich klar an erster Stelle. Einmal in Richtung des Unternehmens, um die Erwartungshaltung der Community adäquat zu vertreten, andererseits auch in Richtung der Community, um Verständnis für das ein oder andere Thema zu wecken. Informationen müssen transparent und nachvollziehbar aufbereitet sein, damit jeder weiß, wie weit es der Sion noch zur Serienreife hat, und es hier keine Spekulationen gibt. Hier sind wir auf einem guten Weg und probieren neue Formate aus, beispielsweise den „Live-Check“ vom neuen Prototyp als Video, oder auch einfach bewährte Werkzeuge wie die sonntäglichen Sono News auf meinem Blog.

CEO Laurin und Sebastian testen den neuen Prototypen auf einer Teststrecke

Außerdem braucht die Community langfristig eine echte Struktur – ein Team, nicht nur einen einzelnen Beirat. Dazu werde ich zum Beispiel bald die interaktive Karte wieder aufleben lassen, in der sich jeder Reservierer eintragen kann. So kann man sich, falls man möchte, einfacher untereinander vernetzen. 

Zuletzt noch das Thema Vertrauen. Aktuell habe ich das Vertrauen von Sono Motors sowie das Vertrauen der Community. Das ist zumindest mein aktueller Eindruck. Schon jetzt schreiben mir viele Menschen völlig unverblümt ihre Meinung und das erachte ich als ein gutes Zeichen. Solange das so bleibt, kann ich meine neue Rolle sehr gut ausfüllen. Das möchte ich bewahren. In einer perfekten Zukunft sitzen irgendwann alle in einem Sion, der mit dem Feedback der Community besser und besser wurde – und ich konnte dabei helfen. 

Jetzt haben wir viel über Sono und über deine neue Rolle als Beirat gesprochen. Uns reizt zu fragen als jemand, der als Software-Entwickler selbst in der Branche arbeitet: Wie stellst du dir Mobilität in zehn Jahren vor? 

Wir werden in den nächsten Jahren einen großen Wandel sehen. Das Silicon Valley hat nach den Handys jetzt die Mobilität - und vor allem die Elektromobilität - als neue Spielwiese entdeckt. Ich denke, dass immer mehr am Auto digitalisiert wird und damit in die Cloud wandert. Das Auto von morgen lebt dort als „digitaler Zwilling“. Das hätte den Vorteil, dass Dinge wie Stau-Vermeidung, TÜV, Parkgebühren, und auch Verkehrsplanung als Ganzes komplett neu gedacht werden könnten. 

Aufgrund dieser Datenmengen wird man Ausfälle am Fahrzeug noch präziser vorhersagen können als heute, deutlich bevor das Bauteil wirklich kaputt geht. Schon heute gibt es erste Apps die anzeigen, wo jemand aus einem Parkplatz herausgefahren ist. In 10 Jahren wird man in Städten keinen Parkplatz mehr suchen, das Auto wird den Fahrer genau zum nächsten freien Platz navigieren – einfach, weil die Cloud genau weiß, wo welches Auto steht, und sogar wo gerade jemand eingestiegen ist, um auszuparken. 

Mit seinem eigenen Software-Unternehmen entwickeln Sebastian und sein Team digitale Dienste für die Automobilbranche 

Der Sion ist mit seinen Schnittstellen auf einem guten Weg, in dieser neuen Welt der „Software Defined Vehicles“ optimal integriert zu sein. Durch die Community werden wir ein Auge darauf haben, dass auch nur Daten übertragen werden, die man dafür benötigt. Spätestens 2025 möchte ich, dass bei mir im Auto beim losfahren eine Meldung auftaucht „möchtest Du auf deiner Fahrt jemand mitnehmen ja/nein?“. Und 2030 soll mir das Auto sagen, dass ich gar nicht selber losfahren muss, weil in zwei Minuten jemand vorbeikommt, der mich genau zu meinem Ziel mitnehmen kann.

Da sind deine und unsere Vorstellung über die Zukunft nah beieinander. Vielen Dank für dieses ausführliche Gespräch! Gibt es abschließend noch etwas, dass du an uns oder die Community loswerden möchtest? 

Danke für euer Vertrauen! Wer mich erreichen möchte, kann mir unter seb@sono.community eine Mail schicken oder auf sono.community kommentieren. Und wer möchte, kann dort ab März eintragen wo er reserviert hat,  damit wir wieder eine Karte haben, auf der wir sehen können wo die Community sitzt. Ich freu mich sehr, mit euch in Kontakt zu kommen! 

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https://sonomotors.com/de/blog/a-frank-conversation-with-advisory-board-member-sebastian-bottger/ Julius
2021-01-28T15:00:00+01:00 2023-12-27T03:31:13+01:00 CES 2021: Wir enthüllen unseren neuen Prototypen

Wow – unser erster Auftritt auf der Consumer Electronics Show war für uns ein wirklich besonderer Moment. Wir sind sehr glücklich darüber, dass wir so viele spannende Reaktionen und Rückfragen von Menschen aus der ganzen Welt erhalten haben. Für alle, die nicht dabei sein konnten, haben wir übrigens eine Playlist mit allen Videos vorbereitet. Spoiler: die neuen Prototypen sind dort natürlich auch zu sehen!

In unserem zweiten Prototyp haben wir bereits Teile verbaut, die für die Serienfertigung vorgesehen sind. Diese stammen entweder von Serienzulieferern oder sind seriennahe Bauteile. Für uns ist das ein großer Fortschritt, besonders da wir die für die Serienfertigung vorgesehene elektrische Antriebseinheit, das Fahrgestell und die MPPT Central Unit erfolgreich implementiert konnten. Außerdem wurden alle geraden und gewölbten Außenteile des Sion mit Solar Panels versehen. 

Wir möchten uns an dieser Stelle auch noch bei allen Menschen bedanken, die uns im Rahmen der CES unterstützt haben. Das überaus positive Feedback bestärkt uns in unserer Vision und treibt uns an, weiterhin jeden Tag unser bestes zu geben. Danke! 



 

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https://sonomotors.com/de/blog/sion-prototype-reveal-at-the-consumer-electronics-show/ Julius
2021-01-20T16:00:00+01:00 2023-12-27T03:31:13+01:00 Mobilitätsanbieter UFODRIVE integriert Sion zukünftig in seine Flotte

Müssten wir als Unternehmen unsere Mission in einem Satz beschreiben, wäre es wahrscheinlich, „Make Automobiles Great Again!”. Das sähe sicher auch auf Mützen und Caps schick aus. Auf Twitter könnten wir den originellen Hashtag #MAGA etablieren, der ist sicher total unverbraucht.

Okay, Spaß beiseite. Als Autohersteller ist es unser vorrangiges Ziel, Mobilität nachhaltiger, fairer und effizienter zu gestalten. Aus diesem Grund integrieren wir Mobilitätsdienste wie Carsharing in den Sion, um allen Autobesitzern die Möglichkeit zu geben, ihr Fahrzeug mit anderen zu teilen. 

Mit der Sono-App möchten wir eine Vielzahl von Diensten anbieten, auf die man bequem über das Smartphone zugreifen kann. Wenn du mehr über unsere digitalen Dienste erfahren möchtest, empfehlen wir diesen Artikel über ein entsprechendes Pilotprojekt, das wir vor einigen Monaten durchgeführt haben.

Geld sparen und der Umwelt helfen: Fahrgemeinschaften als Teil des Alltags

Natürlich sind wir nicht das einzige Unternehmen, das Sharing-on-Demand für mehr Menschen attraktiver machen will. Es gibt viele spannende Firmen, die die Bereitstellung von elektronischen Fahrzeugen zu ihrem Geschäftsmodell gemacht haben. Wenn sich die Möglichkeit ergibt, mit einem Gleichgesinnten eine Kollaboration zu starten, freut uns das umso mehr. Das jüngste Beispiel dafür ist unsere Zusammenarbeit mit dem luxemburgischen Mobilitätsunternehmen UFODRIVE, dem ersten volldigitalen und vollelektrischen Autovermieter. 

UFODRIVE: Autovermietung neu gedacht

Gründer und CEO Aidan McClean und sein Team haben es sich zur Aufgabe gemacht, den Prozess der Autovermietung von Grund auf neu zu gestalten. Ihr Ziel ist es, einen Service zu schaffen, der seinen Nutzern die reibungsloseste Mietautoerfahrung bietet, die möglich ist. Das I-Tüpfelchen: UFODRIVE setzt ausschließlich auf Elektrofahrzeuge, denn diese sind kostengünstiger in der Wartung, haben einen positiven Einfluss auf die Luftqualität, sind leiser und gelten als sicherer als Verbrennungsautos. Zurzeit bietet das Unternehmen verschiedene Elektrofahrzeuge an, wie etwa den Tesla Model S, den Jaguar I-Pace oder den Nissan Leaf.

UFODRIVE-Flotte am Flughafen in Brüssel

Neue Fahrzeuge werden hinzugefügt, sobald sie auf den Markt kommen. Und nun rate mal, welches Fahrzeug in die UFODRIVE-Flotte aufgenommen wird, sobald es auf dem Markt ist? Richtig, der Sion. 

Ein Solarauto als Mietwagen

Dass UFODRIVE entschieden hat, seine Produktpalette um den Sion zu erweitern, macht uns natürlich stolz. Dank der Solarintegration, sehen die Kollegen aus Luxemburg ein enormes Potential im Sion. Besonders weil immer mehr Kunden Autos lediglich für kurze Pendlerstrecken mieten. Bestimmte Strecken können mit der Energie der Sonne nahezu kostenlos und emissionsfrei zurückgelegt werden. Das macht den Sion für Nutzer des Services besonders attraktiv. 

UFODRIVE CEO Adam McClean

Genau das schätzt auch CEO McClean. Er erklärt: „UFODRIVE geht davon aus, dass der Sion das erste Solarauto sein wird, das in Serie produziert wird. Seine Auflademöglichkeiten werden es zum idealen Auto für Carsharing in Städten machen.”
 
Unser Kollege und Chief Operating Officer Thomas Hausch ist begeistert, eine so vielversprechende Zusammenarbeit mit dem luxemburgischen Unternehmen einzugehen: „UFODRIVE und Sono Motors haben das gleiche Ziel. Wir beide möchten saubere, erschwingliche und leicht zu teilende Mobilität anbieten – und das, für eine neue und wachsende Gruppe von Kunden: Menschen, die ihre Mobilitätsbedürfnisse über die Benutzerfreundlichkeit und den CO2-Fußabdruck, den sie hinterlassen, definieren.” 

Übrigens: Ihr könnt UFODRIVE unterstützen. Auf der Crowdfunding-Plattform Seedrs hat das Unternehmen vor wenigen Wochen eine Kampagne gestartet. Mehr Informationen dazu findet ihr hier.

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https://sonomotors.com/de/blog/mobility-provider-ufodrive-incorporates-sion-into-fleet/ Julius
2020-12-03T06:00:00+01:00 2023-12-27T03:31:13+01:00 Der Sion auf Achse: Zusammenarbeit mit Team Rosberg Engineering - TRE GmbH

Ob wir das nun gut finden oder nicht, Millionen Menschen fahren in Deutschland jeden Tag Auto. Laut einer Studie des Umfrageinstituts Infas von 2017 ist das Auto mit großem Abstand das beliebteste Verkehrsmittel. So verwundert es auch nicht, dass von den 3,2 Milliarden Kilometern, die hierzulande jeden Tag zurückgelegt werden, rund 60 Prozent mit unserem geliebten Personenkraftwagen bewältigt werden. 

Was im Fahrzeug genau passiert, während wir es präzise durch die Staus der Großstadt und über die Schnellstraßen des Landes manövrieren, rückt dabei in den Hintergrund – zumindest, wenn man kein Automobilenthusiast ist. Dabei ist das Fahrwerk, und damit auch die Lenkung eines Autos, ein zentraler Aspekt, besonders was das Fahrgefühl angeht. Man denke nur an die Welten, die zwischen einem Auto mit und ohne Servolenkung liegen. 

Unser Partner für Fahrwerke: TRE

Bei der Auswahl eines geeigneten Achsenkonzepts haben wir uns bereits 2018 mit einem Profi aus der Motorsportwelt zusammengetan: das Team Rosberg Engineering, kurz TRE. Das Unternehmen mit Sitz in Neustadt an der Weinstraße geht auf den namensgebenden Rennfahrer und Formel 1-Weltmeister Keke Rosberg zurück. 

Ende der 1990er verfolgte Rosberg den Ansatz, Fachwissen aus dem Motorsport in die Entwicklung von Serienfahrzeugen einfließen zu lassen. Seine Idee: ein Entwicklungszentrum für Chassis-Systeme, das von der Kompetenz der Renningenieuren profitiert und somit auch für gängige Automobilhersteller von Nutzen ist. Heute gehört TRE zu den führenden Unternehmen im Bereich Chassis-Entwicklung.  

Der Unternehmenssitz in Neustadt an der Weinstraße in Rheinland-Pfalz

Geschäftsführer Eckardt Doehrer beschreibt die Vision des Unternehmens im Gespräch so: „TRE hat es sich zum Ziel gemacht, dem Kunden auf Wunsch alle Entwicklungsschritte vom weißen Blatt Papier bis zum Prototyp aus einer Hand anzubieten. Für die Zusammenarbeit mit Sono Motors entwickeln wir das gesamte Aufhängungs- und Fahrwerkssystem für Serienfahrzeug und Prototyp.“

Vom Computermodell zur fertigen Achse

Unabdinglich für die Entwicklung von Fahrzeugteilen ist die Arbeit am Computer. Mithilfe von CAD-Modellen designen Ingenieurinnen und Ingenieure die verschiedenen Komponenten und fügen sie zusammen. Dabei müssen viele verschieden Faktoren berücksichtigt werden. „Die Umfänge bei TRE sind gegliedert in die Bereiche Design, Simulation sowie Fertigung“, erklärt Axel Hoffmann, Head of Chassis Development. „Im Design-Team wird unter bestmöglicher Nutzung des verfügbaren Bauraums das Fahrwerk ausgelegt und die neuen Bauteile entworfen.“

Die CAD-Modelle werden geprüft und immer wieder angepasst

Besonders spannend ist die Entwicklung des sogenannten Hilfsrahmens. Diesen entwickeln die Ingenieure so, dass im Falle eines Frontalcrashes eine hohe Quersteifigkeit sowie eine große Verformbarkeit des Rahmens gewährleistet werden kann. Diese zwei Ziele gilt es mit den speziellen Bauraumanforderungen eines elektrischen Antriebs zu vereinen. 

CAD-Modell von Electronic Drive Unit und Hilfsrahmen

Die Positionierung aller Komponenten des Fahrwerks wird in enger Zusammenarbeit mit dem Team der Mehrkörper-Simulation vorgenommen. Dabei bewerten die Entwickler auch die kinematischen Kennwerte und deren Einfluss auf die Konstruktion. Besonders das Lenksystems des Sion wurde von TRE umfassend analysiert, da es hier gilt, die Anforderungen an Lenkradposition, Pedalfreigang, Gelenkwinkel und Kinematik auf engem Raum zu erfüllen.  

Ein ADAMS-Modell des vorderen Fahrwerks

In den Computersimulationen werden außerdem bereits Komponenten von möglichen Lieferanten miteinbezogen, damit das gewünschte Gesamtfahrzeugverhalten erreicht werden kann. So können Ingenieure die Ansprüche des Fahrzeugs – Quer-, Längs- und Vertikaldynamik, Komfort, ausreichend Bodenfreiheit, ein enger Wendekreis – in ihre Berechnungen mit einbeziehen und umsetzen.

Die Entwickler simulieren auch verschiedene Beladungszustände, einerseits um die elastische Nachgiebigkeit zu prüfen, andererseits um den Bodenfreigang des Fahrzeugs zu testen. Die Ergebnisse werden für alle Beteiligten in einem entsprechenden CAD-Modell dargestellt.

Simulation von verschiedenen Belastungszuständen am CAD-Modell

Für den neuen Prototypen galt es auf Basis der Fahrwerksentwicklung für die Serie einige Teile von Hand zu fertigen. Im Juni diesen Jahres begann TRE basierend auf dem damaligen Stand des CAD-Modells für die Serienfahrzeuge die Konstruktion des gesamten Fahrwerks für die Prototypen abzuleiten.

Schweißarbeiten am Hilfsrahmen

„Wir haben für Teile wie Hilfsrahmen, Radträger, Stabilisator und Verbundlenker, die in Serie in hoher Stückzahl mit kostspieligen Werkzeugen hergestellt werden, effizientere, prototypische Herstellungsverfahren ausgelegt,“ erklärt Axel Hoffmann. „Die so konstruierten Prototypteile entsprechen in ihren Eigenschaften und Funktionen - trotz des Verzichts auf Serienwerkzeuge - bereits weitestgehend denen im Serienfahrzeug. So können die Fahrzeuge für Abstimmfahrten und Fahrversuche verwendet werden.“

Das Computermodell der Vorderachse des neuen Prototypen

Natürlich wird es zur Serie noch Unterschiede im Detail geben. Die Prototypen sind mit überwiegend quasistatischen Lastfällen abgesichert. Diese Teile werden für die finale Serienanwendung weiter in Richtung Bauteilmasse und Lebensdauer optimiert. Auch die Werkzeuge für die Fertigung der Serienachsen werden andere sein, da im Gegensatz zur Prototypenfertigung große Stückzahlen gefertigt werden müssen.

Radträger Das fertige Vorderachsmodul

Im Oktober wurden die einbaufertigen Achsmodule nach Roding transportiert. Dort wurden sie bereits in den Prototypen verbaut und auf ihre Funktion geprüft. Einige Fotos von der Fertigung bei Roding haben wir bereits mit euch geteilt. Falls ihr diese noch nicht gesehen habt, könnt ihr das hier nachholen

Das große Ganze im Blick

TRE ist für uns ein wirklich wichtiger Partner. Wir sind sehr glücklich darüber, die geballte Expertise dieses Teams auf unserer Seite zu haben. Mit Nico Rosberg, Gesellschafter der TRE und seines Zeichens ebenfalls Formel-1 Weltmeister, steht hinter dem Team außerdem ein nachhaltiger Unternehmer und Investor. Nico zeigte sich begeistert von dem Sion und Sono Motors und teilt unser Ziel, einen positiven Wandel für Gesellschaft und die Umwelt voranzutreiben: „Als Nachhaltigkeitsunternehmer ist es mir ein besonderes Anliegen unsere Expertise in der Entwicklung des Sion von Sono Motors einzubringen und die Zukunft alternativer Mobilitätskonzepte weiterzuentwickeln.“

Was das Projekt angeht, stimmen wir TRE-Geschäftsführer Eckardt Döhrer ganz zu, wenn er sagt: „Wir freuen uns, dass wir unser fundiertes Know How und die mehr als 20-jährige Erfahrung der TRE im Bereich der Chassis-Entwicklung bei Sono Motors in die Entwicklung des Sion einbringen können und dadurch den technologischen Fortschritt in zukunftsorientierten Mobilitätskonzepten mitprägen.“ Mit solchen Partnern lassen sich unsere ambitionierten Ziele erreichen!

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https://sonomotors.com/de/blog/sion-on-wheels-collaboration-with-team-rosberg-engineering-tre-gmbh/ Julius
2020-12-01T17:00:00+01:00 2023-12-27T03:31:13+01:00 Neues aus der Fertigung: Die Prototypen biegen auf die Zielgerade ein

Die neuen Prototypen bekommen unsere volle Aufmerksamkeit, damit wir, wie versprochen, noch dieses Jahr die Fertigung abschließen können. Ende Oktober gab es diesbezüglich das letzte Update. Höchste Zeit also, einige neue Eindrücke von unserer wichtigsten Baustelle mit euch zu teilen. Mit der Montage der Räder ist der Bau des Fahrwerks abgeschlossen. Was jetzt als nächstes ansteht, lest ihr hier.

Neben der Installation des Fahrwerks haben wir in den letzten Wochen noch weitere Baufortschritte erreicht. So wurde unter anderem das Hochvoltsystem im Fahrzeug montiert und anschließend in Betrieb genommen. Ein zentraler Bestandteil davon ist der sogenannte Onboard-Charger, also das Gerät, an dem alle Hochvoltkomponenten des Fahrzeugs hängen. Dazu gehören zum Beispiel die Hochvoltbatterie, die das Fahrzeug antreibt, sowie der Hochvoltklimakompressor der das Kältemittel für den Klimakreislauf verdichtet.

Radträger der Prototypen

Ebenfalls hat unser Team inzwischen die MPPT Central Unit (MCU) verbaut. Sie ermöglicht es, die Traktionsbatterie mit der Energie zu laden, die der Sion durch die Sonne erzeugt. So kann beispielsweise auch während der Fahrt das Hochvoltsystem für den Antrieb mit Strom versorgt werden. Wer mehr über dieses Wunderwerk der Technik erfahren möchte, dem sei dieser Blogbeitrag ans Herz gelegt.  

Maßarbeit bei Roding

Auch den Motor von unserem Partner Continental konnten wir in den letzten Wochen in das Fahrzeug integrieren. Dabei handelt es sich bereits um dieselben Bauteile wie in der Serie. Continental hat das Fahrzeugsteuergerät (VCU) mit der nötigen Software versorgt und zum ersten Mal in Betrieb genommen. Die Vehicle Control Unit spielt eine zentrale Rolle, da es den Antriebsstrang des Fahrzeugs betreibt und die Aufgaben der verschiedenen Steuereinheiten koordiniert. 

Auch die Verkabelung ist ein zentraler Aspekt der Fertigung

Mit dem Einbau der wichtigsten Komponenten für Antrieb, Lenkung sowie Elektrik und Elektronik des Prototypen, durften wir uns auf dem Testgelände von Roding an unsere erste Jungfernfahrt wagen.

„Für das gesamte Team war das wirklich ein besonderer Moment,“ erklärt Philipp Oberberger, verantwortlich für das Management der Prototypenentwicklung. „Im Prototypenbau ist das der besondere Zeitpunkt, an dem wir die Planung, sowie die Entwicklung und theoretischen Tests der letzten Wochen und Monate das erste Mal in der Umsetzung des zukünftigen Fahrzeugs sehen konnten.“ so Philipp weiter.

Das bei der Fertigung des Sion auch die äußeren Werte zählen, zeigen die Fortschritte im Bereich Karosserie und Solar-Integration. Auf unseren Social Media-Kanälen haben wir dazu immer wieder Einblicke geben können. Heute können wir stolz sagen, dass Heckklappe, Türen und Motorhaube am Fahrzeug montiert sind. Seit letzter Woche arbeiten wir auch am Interieur der Fahrzeuge. Die Armaturen sowie die sonstige Innenausstattung werden aktuell verbaut, um auch für zukünftige Probefahrten alle nötigen Sicherheitsrichtlinien sicherzustellen und einen guten Fahrkomfort zu ermöglichen.

Arbeiten am Innenraum

Die neuen Generation der Prototypen nimmt also Tag für Tag mehr die Form an, die wir euch bald präsentieren dürfen.

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https://sonomotors.com/de/blog/manufacturing-update-prototypes-on-the-home-stretch/ Sono Motors
2020-10-29T07:00:00+01:00 2023-12-27T03:31:13+01:00 Neues von der Fertigung: Die Prototypen nehmen Form an

Nach drei Jahren, über 15.000 Probefahrten in mehr als 50 Städten und rund 40.000 Kilometern auf dem Tacho, schicken wir die erste Generation der Prototypen in den wohlverdienten Ruhestand. Bis zur Vorstellung der neuen Prototypen sind somit keine Probefahrten mehr möglich. Um euch die Wartezeit etwas zu verkürzen, wollen wir in diesem Blog vom aktuellen Stand der Produktion unserer Prototypen berichten. Denn schon in einigen Wochen wird die neue Generation das Licht der Welt erblicken.

Die digitale Entwicklung der Prototypen haben wir bereits vor einigen Wochen abgeschlossen. Die Lieferung der Prototypenteile konnten wir ebenfalls schon abhaken. Diese ersten, essentiellen Schritte der Fertigung sind damit erledigt. Mittlerweile ist auch der „Body in White“ fertig. So wird im Automobilbau das Grundkonstrukt der Karosserie, also der Rahmen genannt. Der Body in White der nächsten Prototypen Generation ist fertig geschweißt und mit einem Korrosionsschutz bearbeitet, sodass das Fahrzeug vor Rost und anderen Umwelteinflüssen geschützt ist. 

Der Body in White eines der Prototypen im Werk in Roding

Anschließend an diese Vorarbeiten wurden alle Löcher an den im CAD bestimmten Stellen gebohrt, um Blechhalter an den Rahmen befestigen zu können. Diese werden zum Beispiel für Bauteile wie Steuergeräte oder Ventile und Pumpen vom Thermalsystem genutzt, welche aktuell montiert werden. Andere zentrale Befestigungspunkte wie zum Beispiel Rahmen zu Sitz oder Rahmen zu Motor haben wir bereits während des Herstellungsprozesses des Body in White integriert. 

Besprechung zum Prototypen mit den Partnern von Roding

Auch der Motor sowie der Kabelbaum, der in den letzten Wochen auf unseren Prüfständen ausführlich getestet und validiert wurde, werden derzeit in den Rahmen integriert.

Der Kabelbaum von einem der Prototypen auf dem Prüfstand

Der nächste Schritt ist der Einbau weiterer Komponenten. Dazu zählen zum Beispiel das komplette Fahrwerk, also die Vorder- und Hinterachse, die Pedalerie, Bremskraftverstärker, die Batterie, die Lenksäule, und eine 12V Batterie.
Die Karosserieteile mit integrierten Solarzellen, die sogenannten PV Body Panels, werden erst in einigen Wochen am Fahrzeug angebracht. Dieser Schritt ist einer der letzten im Fertigungsprozess. 

Prüfung der PV Body Panels

Nach dem Zusammenbau aller Einzelteile muss das komplette Fahrzeug noch in Betrieb genommen werden. Auch dies wird ein spannender Schritt und wichtiger Meilenstein für die Fertigstellung der Prototypen.
Natürlich halten wir euch weiterhin über unsere Fortschritte auf dem Laufenden. Seid gespannt und schaut auch immer wieder auf unseren Social Media Kanälen vorbei, um nichts zu verpassen. Das gleiche gilt auch für den Newsletter. Wenn ihr noch nicht angemeldet seid, könnt ihr das einfach und unkompliziert hier anmelden.

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https://sonomotors.com/de/blog/news-from-production-prototypes-are-taking-shape/ Sono Motors
2020-10-22T06:30:00+02:00 2023-12-27T03:31:13+01:00 „Schlüsseltechnologie für Mobilität der Zukunft“: Solar-Integration in Karosserie von Elektroautos wird zur Zulassung vorbereitet

Gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE aus Freiburg arbeiten wir an einem Projekt zur Prüfung und Zertifizierung der Solar-Integration in die Karosserie von Elektrofahrzeugen. Der Zulassungsprozess des Sion, auch Homologation genannt, soll von einem anerkannten Prüfdienstleister begleitet werden. Die Zusammenarbeit wird außerdem zeigen, in welchen anderen Anwendungsbereichen die Technologie zertifiziert werden könnte. 

Mathieu Baudrit von Sono Motors beim Besuch des Fraunhofer-Institut ISE in Freiburg

Mit rund 1.200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist das Fraunhofer ISE das größte Solarforschungsinstitut in Europa. Gemeinsam mit dem Institut gehen wir als erstes Unternehmen den Schritt, eine Serienzulassung im Straßenverkehr zu erwirken, die explizit die Integration der Solarzellen in die gesamte Karosserie beinhaltet und nicht nur im Dach des Fahrzeugs. Bereits im Mai haben wir euch über den aktuellen Stand der Entwicklung informiert. Mehr über die Technologie hinter der Solar-Integration findet ihr in unserem Artikel „Park & Shine.”

Bei unserem Verfahren kombinieren wir leichte, hocheffiziente Photovoltaikmodule mit einer Steuereinheit, einem Modell zur Vorhersage des Energieertrags, sowie weiteren Systemkomponenten, welche die elektrische und mechanische Integration in Fahrzeugkarosserien ermöglicht. Die Solarmodule werden bündig in die Oberfläche der Karosserieteile eingearbeitet und sollen Fahrzeuge über deren gesamte Lebensdauer hinweg mit Solarstrom versorgen. Mathieu Baudrit, Leiter der Forschungs- und Entwicklungsabteilung für Solar-Integration, sieht die Partnerschaft mit dem renommierten Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme als einen wichtigen nächsten Schritt zur Zulassung der einzigartigen Technologie.

Auch Dr. Harry Wirth, Bereichsleiter Photovoltaik, Module und Kraftwerke beim Fraunhofer ISE unterstützt das Vorhaben voll und ganz. Er ergänzt: „Die Integration von Solarmodulen in Fahrzeuge ist eine Schlüsseltechnologie für die CO₂-arme Mobilität der Zukunft. Der Solarstrom erhöht die Fahrzeug-Reichweite und weniger Ladestopps bedeuten weniger Stromkosten. Wir freuen uns, die umfassenden Kompetenzen unseres Instituts von der Entwicklung und Prüfung von Solarmodulen bis hin zu Elektronikanwendungen in das gemeinsame Projekt einbringen zu können”. 

Besprechung der Solarzellen mit Dr. Harry Wirth, Bereichsleiter Photovoltaik, Module und Kraftwerke beim Fraunhofer ISE und Mathieu Baudrit von Sono Motors.

Auch unser Kollege Omar Stern ist als Senior Project Manager ViPV stark in das Projekt involviert und hat uns die Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer-Institut genauer erklärt. 

Omar, was ist das Besondere an der Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer Institut für Solare Energiesysteme?

Das Fraunhofer ISE verfügt über umfangreiche Erfahrungen in vielen verschiedenen Bereichen der integrierten Photovoltaik, einschließlich der fahrzeugintegrierten Photovoltaik. Nicht nur in Europa sondern weltweit gehört es zu den Forschungseinrichtungen mit den besten und aktuellstem Wissen auf diesem Gebiet. Es verfügt über eine bemerkenswerte Infrastruktur, in der viele der erforderlichen Tests für unsere Technologie durchgeführt werden können. Daher ist dies eine wichtige und für beide Seiten vorteilhafte Zusammenarbeit, die uns helfen wird, die Zukunft der Solarmobilität gemeinsam voranzutreiben. Wir werden die erste vollständige Dokumentation erstellen, die für die Homologation von Solar-Elektrofahrzeugen erforderlich ist. Dies wird mit Sicherheit einen Präzedenzfall schaffen und als Standard für andere Fahrzeuge mit Solar-Integration verwendet werden.

Was sind die Voraussetzungen um eine Zulassung für Serienfahrzeuge zu bekommen, beziehungsweise, eine Homologation durchzuführen? Und wie ist der aktuelle Stand?

Unsere neuartige, fahrzeugintegrierte Photovoltaiktechnologie stellt einen integralen Bestandteil der Karosserieaußenhaut des Fahrzeugs dar. Eine solche Technologie ist bisher noch nicht homologiert worden. Daher besteht der erste Schritt darin, alle Anforderungen und Normen in Bezug auf Sicherheit und Qualität zu verstehen, die für die Zulassung der in der Automobilindustrie verwendeten Technologie relevant sind. Anschließend müssen eine Reihe von Normen auf Grundlage bestehender Vorschriften sowie Normen für photovoltaik- und automobilbezogene Produkte zusammengestellt werden. Das Ziel besteht darin, eine spezifische "ViPV-Norm" zu schaffen, die an unsere Technologie angepasst ist. 

Der nächste Schritt ist die Durchführung einer gründlichen Analyse der Struktur, Herstellbarkeit und Funktionalität der Technologie, einschließlich des Verständnisses aller möglichen Fehler und Ausfälle mit besonderem Schwerpunkt auf Sicherheit und Zuverlässigkeit. Dazu müssen vollständige Testpläne für die einzelnen Komponenten, Teilsysteme und das Gesamtfahrzeug festgelegt werden. Diese umfassen die oben genannten Normen für Photovoltaikmodule für Sicherheit und Qualität, ECE-Homologationsvorschriften für die Fahrzeugzulassung, Crashtests (einschließlich Fußgängerschutz und anderer Spezifikationen) und Haltbarkeitstests des Gesamtfahrzeugs. Diese Aufgaben werden in enger Zusammenarbeit mit spezialisierten Testlabors und Industriepartnern mit sehr guter Erfahrung in der Photovoltaik, in unserem Fall dem Fraunhofer ISE, sowie bei der Homologation des gesamten Fahrzeugs durchgeführt. 

Darüber hinaus werden die Verfahren und Tests an die Umweltbedingungen sowie an die rechtlichen und technischen Vorschriften der verschiedenen Zielmärkte angepasst. Alle Unterlagen und Testergebnisse werden zusammengestellt und bei der zuständigen Zulassungsbehörde des Landes eingereicht. Damit stellen wir sicher, dass alle für ein qualitativ hochwertiges Produkt notwendigen Zulassungen und Konformitätsbescheinigungen eingeholt werden.

Aktuell sind wir damit beschäftigt, die für die Homologierung erforderliche vollständige Dokumentation zu finalisieren und die notwendigen Tests festzulegen. Gemeinsam mit dem Fraunhofer ISE haben wir die Gespräche mit akkreditierten Prüfeinrichtungen und Behörden aufgenommen. Gegenwärtig werden Tests durchgeführt, die auf dieses Ziel ausgerichtet sind.

Ein spannendes Ziel, definitiv. Es ist sehr aufschlussreich zu sehen, wie viele verschiedene Schritte nötig sind, um die Technologie serienreif zu machen. Schön zu sehen, dass es vorwärts geht. Danke für deine Zeit und viel Erfolg weiterhin!

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https://sonomotors.com/de/blog/solar-integration-in-the-body-of-electric-cars-is-being-prepared-for-approval/ Sono Motors
2020-09-15T08:00:00+02:00 2023-12-27T03:31:13+01:00 Park & Shine: Den Sion in der Sonne parken und dabei gratis Solarenergie laden

Um die Solarintegration im Sion optimal zu nutzen, sollte das Fahrzeug in der Sonne geparkt werden. Aber lohnt sich das überhaupt oder wird die gesamte gewonnene Energie für die Klimaanlage zur Kühlung des Innenraums benötigt? Diese Frage hat unsere Community uns gestellt. Deshalb haben Mathieu, Direktor für Photovoltaik-Integration, und Christian, Ingenieur für Photovoltaik-Leistungselektronik, uns im folgenden Artikel erklärt, wie die Ladung der Batteriezellen durch die Sonne funktioniert und wie viel Energie zur Kühlung des Innenraums benötigt wird.

Die Energie der Sonne, die wir auf der Erde innerhalb einer Stunde erhalten, ist theoretisch ausreichend, um die Weltbevölkerung ein ganzes Jahr mit Elektrizität zu versorgen. Diese Energie ist frei verfügbar und vorhanden ohne auf endliche Ressourcen zurückgreifen zu müssen. Wir nutzen diese Energie durch die Integration von Solarzellen in der Karosserie des Sion. Die Technologie ist in die schwarze Oberfläche des Fahrzeugs so verbaut, dass sie kaum sichtbar ist. Das Besondere daran ist die Integration in der gesamten Karosserie, also auch in den Seitenteilen des Fahrzeugs. Das ergibt eine Gesamtfläche der Solarzellen von sechs Quadratmetern. Durch diese Technologie werden zudem 20 Prozent an Gewicht, im Vergleich zu herkömmlichen Autoteilen, eingespart. Die Solarintegration ermöglicht eine zusätzliche Reichweite von bis zu 5.800 Kilometern im Jahr – ganz ohne weitere externe Energiequelle. In einem früheren Beitrag von Christian haben wir zum aktuellen Stand der Entwicklung der Solar Integration bereits berichtet.

Funktionsweise der Ladung durch Solarenergie

Bevor wir euch nun beispielhaft erklären, wie hoch der Verbrauch für die Nutzung einer Klimaanlage in einem Sion ist und in welchem Verhältnis dies zur durch die Sonne gewonnenen Energie steht, gehen wir auf die Funktionsweise der Ladung mit Solarenergie ein. 

Die zusammen mit unseren Partnern in Spanien entwickelte Intelligenz in der MPPT Central Unit, misst in dynamischen Zeitabständen, wie stark die Sonneneinstrahlung ist. Wird die vordefinierte Minimalschwelle erreicht, ab der es sinnvoll ist, den Ladeprozess zu beginnen (beispielsweise bei Sonnenaufgang), wird das Fahrzeugsteuergerät (Vehicle Control Unit) aktiviert und unter anderem der Ladezustand und die Zelltemperatur der Batterie abgefragt. Beide Werte müssen für eine effiziente und batterieschonende Ladestrategie unbedingt berücksichtigt werden. Nicht jeden Tag müssen 250 Kilometer zurückgelegt werden. Der Fahrzeugbesitzer kann daher die obere SOC-Schwelle, also zu wie viel Prozent die Batteriezellen aufgeladen werden sollen, selbst festlegen. Dies macht im Hinblick auf die Lebensdauer der Batteriezellen besonders Sinn, da diese eine längere Lebensdauer aufweisen, wenn sie nicht ständig zu 100 % geladen sind. Beim konduktiven Laden, also zum Beispiel über die Wallbox, ist die Konfiguration der SOC-Schwelle über das Infotainmentsystem aktuell bereits möglich. Dazu haben wir im Video eines früheren Blogposts zum Thema Infotainmentsystem berichtet. Wird hier durch den Fahrzeugbesitzer festgelegt, dass der Ladevorgang über die Wallbox zum Beispiel bei 80 % enden soll, könnten die verbleibenden 20 % weiter mit Solarenergie aufgefüllt werden. 

An dieser Stelle sind wir in der Entwicklung offen für die Wünsche der Community. Soll über die Sonne weiter geladen oder aber auch hier der Fokus auf die Lebensdauer der Batteriezellen gelegt werden? Lasst es uns gerne wissen!

Solange das Fahrzeugsteuergerät die grundsätzliche Freigabe zum Solarladen erteilt, läuft der gesamte Prozess im Rahmen der definierten Grenzwerte im Hintergrund ab. Der Fahrzeugbesitzer bekommt im Infotainmentsystem die Werte zum Status der Ladung angezeigt.

Was aber wenn eine Wolke die Sonne verdeckt? Ständiges Starten und Enden des Ladens kann zum einen kontraproduktiv für die Lebensdauer von Batteriekomponenten sein, zum anderen muss auch der Eigenverbrauch des Systems berücksichtigt werden. Unsere Lösung dafür: das Auffangen dieser Schwankungen. Abhängig von der Dauer und der Intensität der Verschattung können diese Schwankungen der Sonneneinstrahlung überbrückt werden, ohne dass der Ladevorgang abgebrochen wird. Ändern sich die Wetterverhältnisse über einen längeren Zeitraum oder die Sonne geht unter, schaltet sich das System nach einer gewissen Zeit von selbst ab. Bereits in unseren nächsten Prototypen, die Ende des Jahres der Welt präsentiert werden, ist diese Funktion integriert. Auch wenn die Sonneneinstrahlung weiter besteht, der Ladezustand jedoch bereits bei 100 % ist, schaltet sich die Ladeautomatik ab. Somit können die Batteriezellen nicht geschädigt werden.

Da dieser Mechanismus in das Fahrzeug integriert ist, ist es sinnvoll den Sion langfristig den größten Teil des Tages im direkten Sonnenlicht zu parken. So kann der optimale Ladewirkungsgrad erreicht werden. Zum Beispiel könnte man im Juni in München die Batteriezellen innerhalb von einer Woche nur mit Solarenergie aufladen, vorrausgesetzt, dass der Sion auf offenem Gelände geparkt ist. Der Langzeiteffekt für die Reichweite und die Betriebszeiten der Elektronik ist für den CO2-Fußabdruck besonders entscheidend. Die Solarintegration des Sion ist daher daraufhin bestens optimiert. 

Welche Energie wird zur Kühlung des Innenraums benötigt?

Nun aber zurück zur Ausgangsfrage des Artikels. Lohnt es sich, den Sion in der Sonne zu parken, oder benötigt er die gesamte durch die Sonne gewonnene Energie, um den Innenraum herunter zu kühlen? Die kurze Antwort: Ja, es lohnt sich!

Warum es sich lohnt, zeigen wir euch hier. 

Vorweg möchten wir an dieser Stelle erwähnen, dass der Sion sich durch die Solar Integration in der Karosserie nicht so sehr aufheizt wie ein schwarzes Auto mit einer herkömmlichen Karosserie. Das liegt daran, dass ungefähr 22 % der Sonnenstrahlung in Energie statt in Hitze umgewandelt wird.

Temperatur im Innenraum des Sion im Vergleich zu einem herkömmlichen schwarzen Auto. Beide Werte beziehen sich auf die untenstehende Außentemperatur beim Parken in der Sonne.

Abhängig von der Jahreszeit und weiteren externen Einflüssen heizt sich der Innenraum unterschiedlich auf. Natürlich kommt es darauf an, wo das Fahrzeug steht. Der Sion wird sich anders aufheizen, wenn er in München steht, als wenn er in Stockholm oder Madrid geparkt ist. Die folgenden Beispiele sind nicht generell gültig, sondern abhängig von unterschiedlichen Faktoren wie zum Beispiel Jahreszeit, Intensität der Sonneneinstrahlung sowie der Fahrweise.

In einem Sommer in München benötigt die Klimaanlage des Sion bei voller Stärke für zehn Minuten Kühlung 0,7 kWh. Mit diesen 0,7 kWh fährt der Sion unter Testbedingungen fünf Kilometer. Da man unter den optimalen Bedingungen an einem Sommertag in München jedoch 35 Kilometer durch die Solarintegration gewinnen kann, werden nur 14 % der generierten Energie benötigt. An einem leicht bewölkten Tag im Sommer oder wenn das Fahrzeug im Schatten geparkt ist, können bis zu zwölf Kilometer zusätzliche Reichweite durch die Solarenergie erzeugt werden. Da man durch die Gegebenheiten weniger Energie benötigt, um den Innenraum zu kühlen, stehen die Verbrauchswerte zum Ergebnis dennoch in einem guten Verhältnis.

In einem Frühling oder Herbst in München benötigt der Sion hingegen nur 0,5 kWh seiner Energie zur Kühlung des Innenraums mit der Klimaanlage. Diese 0,5 kWh würden einer Reichweite von ca. 3,5 Kilometern entsprechen. Im März ist es zum Beispiel durchaus möglich zusätzlich 17 Kilometer an Reichweite durch Solarenergie zu gewinnen.

Neben der Nutzung der Klimaanlage kann das Öffnen der Fenster, wie bei anderen Fahrzeugen auch, die benötigte Energie zur Kühlung weiter reduzieren.

Generell gilt unter optimalen Bedingungen: um 0,7 kWh aus Solarenergie zu gewinnen, muss der Sion 50 Minuten lang in der direkten Sonne geparkt sein. Mit anderen Worten, selbst wenn man den Sion eine Stunde in voller Sonneneinstrahlung parkt, wird mehr Energie produziert als für die Kühlung des Innenraums benötigt wird. Deshalb lohnt es sich langfristig immer den Sion in der Sonne zu parken statt im Schatten. So bekommt das Fahrzeug Energie von der Sonne, ohne auf externe Energielieferanten angewiesen zu sein.

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https://sonomotors.com/de/blog/park-the-sion-in-the-sun-and-charge-free-solar-energy/ Sono Motors
2020-08-24T09:00:00+02:00 2023-12-27T03:31:13+01:00 Fair Cobalt Alliance: Lasst uns über Kobalt sprechen

Heute wollen wir über Kobalt sprechen. Ein Rohstoff, der einerseits wichtig für die Herstellung von Lithium-Ionen-Batterien ist, andererseits aber auch immer wieder wegen problematischer Abbaubedingungen kritisiert wird. Dazu gehören gefährliche Minenschächte, mangelnde Grundversorgung und das systematische Auftreten von Kinderarbeit. Unsere Sustainability Program Managerin Isabel erklärt, wie die Fair Cobalt Alliance diese Bedingungen verbessern will und warum wir der Organisation beigetreten sind.

Mann schiebt Fahrrad mit alten Batterien

Kobalt: Was genau ist das?

Fast jeder von uns hat eine winzige Menge davon in seinen Taschen. Ohne diesen Rohstoff würden viele unserer alltäglichen technischen Begleiter wie Mobiltelefone, Smartwatches oder Tablets gar nicht funktionieren. Die Rede ist von Kobalt, einem Metall, das aufgrund seiner chemischen Eigenschaften vor allem in Lithium-Ionen-Batterien eingesetzt wird, um eine höhere Energiedichte zu erreichen. Da Kobalt besonders leitfähig ist, spielt es auch eine wesentliche Rolle bei der schnellen Ladung einer Batterie. 

Wer nun bei Begriffen wie „Energiedichte“ und „Schnellladefähigkeit“ an Elektroautos denkt, liegt absolut richtig. Denn auch hier wird der Rohstoff genutzt. Je nach Fahrzeugmodell und Batterietyp werden einige Kilogramm Kobalt benötigt, um Batterien leistungsfähiger und effizienter zu machen. Eine beträchtliche Menge muss abgebaut, aufbereitet und transportiert werden, bevor es den Weg in die Batterie findet – und genau hier wird es kompliziert. Denn die Kobaltherstellung ist ein Aspekt der Elektromobilität, den wir genau so nennen sollten, wie er ist: intransparent, unkontrolliert und ohne menschlichen Schutz.

Der Abbau von Kobalt

Die Gründe dafür sind seit langem bekannt. Nach weithin anerkannten Statistiken des United States Geological Survey befindet sich mehr als die Hälfte der bekannten Kobaltreserven in der Demokratischen Republik Kongo. Etwa zwanzig Prozent des in der Demokratischen Republik Kongo abgebauten Kobalts stammen aus kleinen Bergwerken, in denen selbständige Bergleute das Metall unter oft lebensbedrohlichen Bedingungen abbauen. Die Minenschächte werden mit einfachsten Werkzeugen, ohne Sicherheitsausrüstung und ohne ausreichende Belüftung gegraben. In sehr wenigen Fällen wird auf die Arbeitssicherheit und die Einhaltung von Sicherheitsmaßnahmen geachtet. In den Schächten, die manchmal doppelt oder sogar dreimal so tief sind, wie die gesetzlich zulässige Höchsttiefe von 30 Metern, riskieren die Arbeiter jeden Tag ihr Leben, wenn sie ohne das Tragen von Masken und Sicherheitsvorrichtungen nach kobaltreichem Erz graben. Häufig kommt es zu Unfällen und sogar Kinder helfen in den Abbaugebieten und sind Teil dieser illegalen Form des Kleinbergbaus. Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe schätzt, dass trotz eines offiziellen Verbots der Regierung, rund 200.000 Kongolesen den Gefahren dieser Arbeit ausgesetzt sind.

Mögliche Lösungen

Bereits 2016 hat Amnesty International in einem vielbeachteten Bericht auf die schwierigen Bedingungen in der Armutsregion im Süden der Demokratischen Republik Kongo aufmerksam gemacht. Im Verlauf der Debatte kündigten zahlreiche (Elektro-)Autohersteller und Technologieunternehmen an, dass sie den Kobaltgehalt in ihren Batterien drastisch reduzieren oder sogar versuchen würden, komplett auf Kobalt zu verzichten. Millionen von Dollar werden in die Forschung investiert, um Alternativen zu finden. Natürlich wollen auch wir den Kobaltanteil in der Sion-Batterie niedrig halten. Aber dieser Ansatz löst nicht die grundlegenden Probleme der lokalen Abbaubedingungen und der damit verbundenen Menschenrechtsverletzungen. Darüber hinaus ist der Kleinbergbau eine wichtige Lebensgrundlage für Tausende von Familien, insbesondere in der Demokratischen Republik Kongo, einem Land mit unglaublichem Mineralreichtum, das über Zinn-, Wolfram-, Tantal-, Gold-, Kobalt- und Kupfervorkommen verfügt.

Unwürdige Bedingungen beim Abbau von Kobalt

Angesichts der Komplexität der Batterie-Lieferkette ist es fast unmöglich, genau nachvollziehen zu können, woher das im Sion verwendete Kobalt tatsächlich stammt. Die Bergbauarbeiten, sowohl in großem Maßstab als auch handwerklich, sind mehr als sechs Produktionsschritte von der Endmontage des Autos entfernt, da das Material von den Bergwerken zu Händlern, Rohölraffinerien, Exporteuren, Raffinerien und dann zu Kathoden- und Batterieherstellern gelangt. Obwohl Unternehmen ihre jeweiligen Lieferanten durch ihre Einkaufsbedingungen verpflichten können, Kinderarbeit oder andere Menschenrechtsverletzungen auszuschließen, ist ein entsprechender Vertrag nur in Verbindung mit dem Direktlieferanten gültig. In den meisten Fällen fehlt es den Lieferanten der Zulieferer, die in der Mitte der Lieferkette tätig sind, an angemessenen Maßnahmen, um die Herkunft des Materials zu gewährleisten und damit sicherzustellen, dass das Material in Übereinstimmung mit unserem Verhaltenskodex produziert wurde.

Mann durchsucht Kies und Schott beim Abbau von Kobalt

Anstatt Zeit und Mühe in den Nachweis oder die Gestaltung einer ASM-freien Lieferkette zu investieren, sollten die Unternehmen dazu beitragen, die Arbeitsbedingungen insgesamt zu verbessern. Es gibt ein weithin akzeptiertes Regelwerk, das definiert, wie im Falle von festgestellten Menschenrechtsverletzungen in der Lieferkette vorzugehen ist, das von der OECD veröffentlicht wurde – es ist allerdings nicht rechtsverbindlich.

Bei der Vielzahl der am Prozess beteiligten Unternehmen, die für die Aufbereitung, den Transport oder die Weiterverarbeitung von Kobalt verantwortlich sind, verlagert sich die Verantwortung oft nur von einem Lieferanten zum nächsten, ohne dass sich die örtlichen Gegebenheiten ändern. Daher muss hier ein Upstream-zentrierter Ansatz gewählt werden. Mit anderen Worten: vom verantwortungsvollen Bergbaubetrieb bis hin zum Endprodukt.

Menschen suchen in einem Gewässer

Die Fair Cobalt Alliance

Einen anderen Ansatz verfolgt die Fair Cobalt Alliance, eine Aktionsplattform zur Koordinierung, Unterstützung und Ausweitung lokaler Initiativen zur Verbesserung der Bedingungen im Kleinbergbau. Die Initiative wurde von dem nachhaltigen Smartphone-Hersteller Fairphone, Signify und Huayou in Zusammenarbeit mit der Impact Facility ins Leben gerufen. Die Fair Cobalt Alliance verfolgt drei Ziele. 

Das erste ist die Professionalisierung des unabhängigen Kleinbergbaus und eine bessere Ausbildung der dort arbeitenden Menschen. Die Allianz hat ein detailliertes Modell ausgearbeitet, das Maßnahmen beschreibt, um Minen langfristig sicherer zu machen. Dazu gehören zum Beispiel die Einrichtung medizinischer und sanitärer Einrichtungen vor Ort und die professionelle Bewirtschaftung der Abbaustätten. Das zweite Ziel ist die Einrichtung glaubwürdiger Kontroll- und Überwachungsmechanismen, um Kinder von den Minen fernzuhalten und so Kinderarbeit in den Lieferketten wirksam zu verhindern. Drittens setzt sich die Fair Cobalt Alliance für eine nachhaltige Steigerung des Haushaltseinkommens der vom Kobaltbergbau abhängigen Familien ein. Um dies zu erreichen, investieren die beteiligten Unternehmen in Gemeindeprogramme, die auf die Entwicklung der Gemeinden abzielen. Dazu gehört zum Beispiel die Bereitstellung von Mitteln für den Schulbesuch von Kindern oder die Ausbildung von Erwachsenen, die als selbständige Bergleute arbeiten, um ihre Familien zu ernähren. Nur wenn die Lebensbedingungen für die lokale Bevölkerung langfristig verbessert werden, kann der Aufbau einer fairen Lieferkette für Kobalt umgesetzt und Kinderarbeit vermieden werden.

Katja Tschakert (Director Business Development) und Isabel Palacios Gallo (Sustainability Program Manager) von Sono Motors.

Sono Motors – Warum wir mitmachen

Wir sehen in der Fair Cobalt Alliance ein großes Potenzial, den Kobaltbergbau in der Demokratischen Republik Kongo gerechter und transparenter zu gestalten. Als Mobilitätsunternehmen, das sich hundertprozentig der Elektromobilität verschrieben hat, wollen wir unserer Verantwortung gegenüber den Menschen und dem Planeten gerecht werden. Es gibt im Moment kein fair zertifiziertes Kobalt auf dem Markt und wir wollen dazu beitragen, das zu ändern. Immerhin haben wir vor, 257.000 Sion in 7 Jahren zu bauen. Das ist eine beträchtliche Menge Kobalt, die aus der Erde gewonnen, verarbeitet und transportiert werden muss. Wir wollen, dass dies unter fairen Bedingungen geschieht, auch wenn wir wissen, dass Veränderungen nicht über Nacht geschehen. 

Umso mehr freuen wir uns, Mitglied der Fair Cobalt Alliance zu sein und die Umsetzung ihrer Ziele mit voranzutreiben. Mit Hilfe der Fair Cobalt Alliance wollen wir unsere Kobalt-Lieferkette transparent machen und helfen, Lösungen vor Ort umzusetzen. Aufgrund des grundlegenden Umdenkens im Energie- und Mobilitätssektor wird die Nachfrage nach Batterien – und damit auch nach Kobalt – in den kommenden Jahren weiter wachsen. Es liegt in unserer Verantwortung als Unternehmen, zu handeln und sicherzustellen, dass die von uns verwendeten Rohstoffe unter umweltfreundlichen und menschenwürdigen Bedingungen abgebaut werden.

Zum YouTube-Video

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https://sonomotors.com/de/blog/fair-cobalt-alliance/ Isabel
2020-08-21T18:00:00+02:00 2023-12-27T03:31:13+01:00 Endlich wieder auf Tour! Wir geben ein Update zur weiteren Strategie 2020

Mit einer Menge Updates zum aktuellen Entwicklungsstand im Gepäck haben Jona, Laurin und ein Teil des Sono Teams Köln und Hamburg besucht. Berlin als dritte und letzte Stadt der Tour folgt heute. Wir haben uns, wie immer, riesig gefreut euch zu sehen und eure Fragen, Ideen und Meinungen zu hören. Wegen der Beschränkungen durch die Pandemie konnten wir leider nur einen sehr kleinen Teil von euch vor Ort begrüßen und haben deshalb im Folgenden die wichtigsten Punkte der Tour zusammengefasst. Am Ende des Beitrags findet ihr außerdem ein Video von unserer Veranstaltung in Köln.

Mit dem erfolgreichen Abschluss unserer Community-Funding Kampagne sind wir stark in das Jahr 2020 gestartet und durch eure Unterstützung in der Entwicklung des Sion ein großes Stück weitergekommen. Der Prototypenbau mit unserem Partner Roding Automobile konnte termingerecht starten und ist bereits in vollem Gang. Zeitgleich hat die Corona-Pandemie viele Prozesse in der Automobilindustrie sowie in der Finanzwelt verlangsamt. Um die weitere Entwicklung des Sion optimal auszurichten, haben auch wir auf die veränderten Rahmenbedingungen reagiert und unsere Strategie für das Jahr 2020 angepasst. 

Voller Fokus auf den Bau der neuen Prototypen

Noch Ende diesen Jahres werden wir der Welt eine neue Prototypen-Generation des Sion vorstellen. Zur Fertigung des Prototypen bei unserem Partner Roding hatten wir vor kurzem in unserem Blog berichtet. Der Fokus liegt dabei auf dem „Look & Feel“ und der Fahrweise, um euch ein möglichst gutes Gefühl für das Serienfahrzeug vermitteln zu können. Schlüsselkomponenten, wie etwa der E-Antrieb von unserem Partner Continental, werden in dieser Generation bereits verbaut sein. Wir stecken bereits mitten in der Vorbereitung für das Release Event.

„Für uns als Autohersteller ist die visuelle Präsentation von Fortschritten enorm wichtig – um Investoren zu überzeugen und weitere Reservierungen generieren zu können. Deshalb konzentrieren wir uns im verbleibenden Jahr stark auf das Prototypenprogramm. Zusätzlich legen wir einen Fokus auf das Testing zentraler Komponenten der Fahrzeugentwicklung und die weitere Entwicklung unserer Alleinstellungsmerkmale, wie etwa die Solar Integration und unsere Mobility Services,“ erklärt unser Co-Gründer Jona während unserer Tour. Übrigens ist auch eine erneute Probefahrten-Tour in Planung.

Update zu Testing, Solar Integration und Mobility Services

Die Tests auf unseren Prüfständen, auch Benches genannt, laufen bereits. Dort testen wir zum Beispiel den Elektromotor, die Batterie, das Kühlsystem und die Klimaanlage sowie das Infotainment System und prüfen, wie diese mit den anderen Fahrzeugkomponenten interagieren. Diese Tests sind besonders im Hinblick auf das Serienfahrzeug von Bedeutung und liefern uns bereits jetzt wertvolle Erkenntnisse für die Serien-Validierungs-Fahrzeuge.

Während der Tour haben wir ebenfalls unsere aktuellsten Fortschritte zur Solar Integration sowie der Mobility Services App präsentiert. In beide Bereiche werden wir euch in den nächsten Wochen und Monaten detaillierte Einblicke liefern und mit spannenden Neuigkeiten versorgen. Hier schon mal ein kleiner Vorgeschmack: unser ViPV Team wird in den kommenden Wochen die Werkzeugkonstruktion für das erste maßstabsgetreue Teil der Solar Integration produzieren. Das ist ein weiterer wichtiger Meilenstein unserer Serienentwicklung. Es handelt sich dabei um das Werkzeug zur Fertigung des vorderen Daches, das wie alle anderen Karosserieteile des Sion mit Solarzellen ausgestattet sein wird. 

Besonders die Solar Integration weckt auch immer mehr Interesse in der Branche. Die innovative Technologie ermöglicht eine Integration von Solarzellen in die unterschiedlichsten Fahrzeuge über den Sion hinaus. Wir sind bereits in ersten Gesprächen.

Aber auch unsere eigens entwickelte Mobilitäts-Applikation nimmt immer weiter seine finale Form und Funktionalität an. Wir arbeiten aktuell an der Integration in unseren Prototypen, den wir dieses Jahr präsentieren werden. Der Fokus wird dabei auf der Carsharing-Funktion liegen, aber auch auf dem sogenannten Ridepooling, also der Mitnahme weiterer Insassen. Unser Energy Services Team arbeitet derweil in enger Abstimmung mit unserem Mobility Services Team an der Umsetzung des Powersharing, das später ebenfalls über die App steuerbar sein wird.

Angepasste Strategie 2020

Auf strategischer Ebene hat uns das Thema Corona in diesem Jahr natürlich ebenfalls sehr beschäftigt. Die Pandemie hat die Automobilindustrie auf den Kopf gestellt. Um auf die Folgen, wie die Kurzarbeit bei einigen unserer Zulieferer, optimal eingehen zu können und dennoch die Weiterentwicklung des Sion effektiv voranzutreiben, haben wir unseren strategischen Fokus für das restliche Jahr neu ausgerichtet. Um Kosten zu reduzieren, hatten wir bereits vor einigen Monaten beschlossen, die Anzahl unserer geplanten Prototypen-Fahrzeuge von vier auf zwei zu verringern. Bis zum Ende des Jahres werden wir unsere Ausgaben weiter prüfen und reduzieren, während sich die Märkte wieder stabilisieren und von Corona erholen können. Das betrifft zum Beispiel besonders kostenintensive Posten in der Fahrzeugentwicklung.

Ausgenommen davon sind Tests, wie etwa zur Validierung der Solar Integration sowie die Arbeit an den technischen Prüfständen. Durch diese Anpassungen stellen wir sicher, dass die Gelder aus der Community-Funding Kampagne verantwortlich und nachhaltig investiert werden: in die interne Entwicklung, das Prototypenprogramm, die Solar Integration, das bidirektionale Laden und die Mobilitätsdienstleistungen. 

Wie Corona sich entwickeln wird, bleibt offen. Wir gehen jetzt in eine Konsolidierungsphase, in der wir den Status quo aller Bereiche der Fahrzeugentwicklung nochmal im Detail prüfen, um potenzielle Auswirkungen auf den Serienstart möglichst zu vermeiden und die Serienproduktion, wie geplant, starten zu können.

Wir nutzen 2020 außerdem für eine interne Neuausrichtung, die uns schon heute auf die Herausforderungen der Zukunft vorbereiten wird. Der Aufbau einer Organisation mit flachen Strukturen bei einem stark wachsendem Team ist seit Anfang diesen Jahres bereits in vollem Gang. Unser Ziel: die Förderung von Agilität und Flexibilität durch selbstorganisierte Teams.

Sono Beirat – eure Stimme zählt

Wir haben uns außerdem dazu entschieden einen Beirat zu gründen. Unser Ziel ist es, Branchenexperten zusammenzubringen, die Sono Motors künftig bei strategischen Entscheidungen beratend zur Seite stehen werden. Ein Sitz soll dabei auch an ein Community-Mitglied vergeben werden. Wie ihr euch für den Sitz im Beirat bewerben könnt, werden wir euch in den nächsten Wochen vorstellen. Wir stecken noch mitten in den Vorbereitungen, konnten es aber kaum erwarten, diese Neuigkeit mit euch zu teilen.

Die Vorfreude steigt, der Release der neuen Fahrzeuge rückt näher. Dann werden wir hoffentlich viele von euch wieder persönlich treffen können. Wir hoffen, ihr seid gespannt auf die neuen Prototypen und freut euch genauso wie wir.

Das Video zur Strategie 2020

Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version dieses Artikels sprach der Autor von "Serienprototypen”. Dies wurde in einer überarbeiteten Version des Artikels am 03.02.2022 angepasst.
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https://sonomotors.com/de/blog/an-update-on-our-2020-strategy/ Sono Motors
2020-07-31T07:00:00+02:00 2023-12-27T03:31:13+01:00 Das Sion-Infotainment: Schlichtes Design und Nutzerfreundlichkeit

Während Bedienkonzepte in älteren Fahrzeugen noch über eine Vielzahl an physischen Knöpfen realisiert wurden, ist es heute möglich, einen Großteil der Funktionen zentral über Displays abzubilden, deren Software regelmäßig um neue Eigenschaften erweitert werden kann. Die Kunst ist es, hier eine gute Balance zwischen Ästhetik, Benutzerfreundlichkeit und Ergonomie zu treffen. Heute wollen wir auf den Entwicklungsstand unseres Infotainment-Systems im Sion eingehen – und euch das Team dahinter vorstellen.

Karthik demonstriert die Funktionalität des HVAC-Screens.

Ein Infotainment-System ist dafür da, alle relevanten und teils komplexen Fahrzeuginformationen für den Benutzer verständlich und einfach zugänglich zu machen. Es ist die visuelle Schnittstelle zu allen integrierten Modulen in einem Fahrzeug. Im Falle des Sion werden hier die Sharing Services, die Solarintegration und die bidirektionale Ladefunktion zusätzlich abgebildet. Die Kommunikation der unterschiedlichen Module findet über einen sogenannten „Vehicle Networking Channel“ statt – so können unter anderem auch Sicherheitshinweise über das System kommuniziert werden. 

Zwei Bildschirme mit einer Anwendung

In den meisten Fällen wird ein Infotainment-System über zwei Bildschirme abgebildet. Zum einen gibt es das Instrument Cluster, ein vollständig digitales Kombiinstrument, welches sich direkt hinter dem Lenkrad befindet. Hier werden alle relevanten Informationen wie Lichteinstellung, Reichweite, Geschwindigkeit und zurückgelegte Distanz angezeigt, und sämtliche Sicherheits- und Warnhinweise. Beim Instrument Cluster müssen bestimmte Normen berücksichtigt werden: Zum Beispiel Hinweise wie „nicht angeschnallt“, „Kofferraum ist offen“ und „Handbremse ist noch angezogen“. Die Symbole dafür sind ebenfalls genormt. Trotzdem wird das Instrument Cluster die Möglichkeit bieten, verschiedene Anzeigeoptionen nach den eigenen Wünschen zu konfigurieren.

Ein Screenshot des digitalen Kombiinstruments hinter dem Lenkrad.

Das Center Information Display (CID), der größere Bildschirm in der Mitte des Armaturenbretts, bildet andere Funktionen ab. Hierüber wird das HVAC-System (Heating, Ventilation, Air Conditioning), die Beleuchtung des Luftfiltersystems aus Islandmoos und zum Beispiel die Entriegelung der Ladeklappe abgebildet. Vor allem aber steht es für das Entertainment im Sion, über die Integration des eigenen Smartphones via Android Auto und Apple CarPlay. Von hier aus kann man auch über Bluetooth oder einen der USB-Anschlüsse Musik hören, Anrufe tätigen und interessante Statistiken und weitere Fahrzeuginformationen einsehen.

Ein Screenshot des Center Displays des Sion, auf dem gerade der Lade-Screen zu sehen ist.

UI & UX: Benutzeroberfläche und Benutzerfreundlichkeit

Nachdem wir viele komplizierte und aufwendige Infotainment-Systeme auf dem Markt gesehen haben, haben wir uns dafür entschieden, mit dem Infotainment des Sion möglichst einen 3-Stufen-Ansatz zu verfolgen. So ist der Nutzer zu jedem Zeitpunkt maximal 3 Schritte vom nächsten Ziel entfernt. Die Benutzeroberfläche des Sion-Infotainments haben wir sehr reduziert und intuitiv gehalten – was man heute von einem modernen nutzerfreundlichen User Interface erwartet. Bei unserem aktuellen Testsystem handelt es sich um ein User Interface im Dark Mode. Im Serienfahrzeug wird es möglicherweise auch eine hellere Version der Oberfläche zur Auswahl geben.

Für das Laden und Entladen von Energie können im Infotainment eigene Limits gesetzt werden – sowohl nach Zeit, als auch nach übertragenem Strom (kWh). Dieses Feature ist nicht nur sehr praktisch im Alltag, es ermöglicht auch das Abgeben von Energie an andere Elektrofahrzeuge und -geräte über die Powersharing-Anwendung.

Karthik zeigt das Dashboard der Solarintegration auf dem Center Display.

Im Infotainment des Sion möchten wir so viele Fahrzeugdaten wie möglich visualisieren. So zeigt das Dashboard der Solarintegration in Echtzeit, wie viel Energie die jeweiligen Solarmodule produzieren oder wie viel Energie in der letzten Woche (7 Tage) und einem Monat (30 Tage) erzeugt wurde. Aber auch Statistiken des Energieverbrauchs können in verschiedenen Darstellungsformen abgerufen werden.

Das Team hinter dem Infotainment

Unser Infotainment-Team besteht aus erfahrenen Experten aus der Branche, die ihre Kompetenzen zusammen mit unseren Partnern MTA (Head Unit und Instrument Cluster) und Elektrobit (Software Development und UI/UX) bündeln. In Bezug auf den Sion gibt es intern viele Schnittstellen zu den Experten aus den Anwendungsbereichen Mobility Services, Powersharing und Solarintegration. Teile der Software werden bei uns inhouse abgespielt und getestet. Mehr dazu hier:

Infotainment-System – Entwicklungsstand

Üblicherweise sind Infotainment-Systeme herkömmlicher Fahrzeuge aufpreispflichtig. Da der Sion nur in einer Ausführung produziert wird, ist unser Infotainment bereits im Fahrzeugpreis inkludiert. Unsere Herausforderung ist es, das System erschwinglich, aber trotzdem vollumfänglich nutzbar zu machen. Unser Fokus ist daher: Einfach, reduziert und schnell. Und dank der „Over The Air“-Funktion, wird der Sion in der Lage sein, Softwareupdates ohne Werkstattbesuch ins Infotainment und in viele Steuergeräte einzuspielen. Ende des Jahres werden bereits einige Funktionen in unseren neuen Prototypen demonstrierbar sein.

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https://sonomotors.com/de/blog/the-infotainment-system-simple-design-and-user-friendliness/ Sina
2020-06-30T07:30:00+02:00 2023-12-27T03:31:13+01:00 Roding fertigt die neuen Sion-Prototypen

Heute dürfen wir bekanntgeben, dass wir die CAD-Daten zur Fertigung der nächsten Prototypen-Generation erfolgreich an unseren Fertigungspartner Roding übergeben haben – ein weiterer wichtiger Schritt auf dem Weg in die Serienproduktion. Unser langjähriger Mitarbeiter Julius war in den letzten Tagen im intensiven Austausch mit den Projektverantwortlichen. Er erklärt, warum wir uns erneut für Roding als Partner entschieden haben, warum das Timing für die Prototypen Fertigstellung angepasst wurde und was mit den neuen Prototypen alles möglich sein wird.

Es ist jetzt bald drei Jahre her. Am 27. Juli 2017 stellte unser Team von rund 15 Mitarbeitern im Münchner Technologiezentrum den ersten Prototypen des Sion vor. Die Tage und Wochen vor dem Release-Event im Kreise von Unterstützern, Journalisten und Politikern waren, wie ihr euch vorstellen könnt, turbulent. Am Prototyp selbst wurde noch in der Nacht vor der Präsentation unter größtem Zeitdruck gearbeitet. Unser Team hatte bei der finalen Überprüfung einen Fehler in der Verkabelung entdeckt. Nicht einmal 24 Stunden später fuhr Max, damals wie heute mitverantwortlich für die Fahrzeugentwicklung, den Sion über eine Rampe behutsam von der Bühne hinunter zu den Besuchern, die es nach der Präsentation unserer Gründer nicht erwarten konnten, den ersten Prototypen des Sion aus nächster Nähe zu sehen.

Der erste Prototyp 2017 mit CEO Laurin

Vom Münchner Technologiezentrum ging es für uns und unsere ersten Prototypen dann raus in die Welt. In den letzten drei Jahren haben wir tausende Testfahrten in Deutschland, den Niederlanden, Österreich, der Schweiz, Frankreich, Schweden und Italien absolviert. Dabei sind in zusammengerechnet etwa 15.000 Kilometer auf dem digitalen Tacho gelandet. Wir sind uns sicher: Ohne diese Probefahrten hätten wir niemals so viele Menschen von unserem Konzept überzeugen können. 

Doch genauso wie Sono Motors inzwischen nicht mehr aus 15 Mitarbeitern besteht, die sich gemeinsam einen 50 Quadratmeter großen Raum teilen, verkörpern diese Fahrzeuge auch nicht mehr den entwicklungstechnischen Stand von heute. Wir haben uns nicht nur als Unternehmen professionalisiert und weiterentwickelt, sondern auch die Entwicklung des Sion auf einen Stand gehoben, der der finalen Serienversion des Fahrzeugs immer näher kommt. Kurz gesagt: Wir denken, es ist allerhöchste Zeit, unsere beiden Prototypen der ersten Generation in den wohlverdienten Ruhestand zu schicken.

Zu Besuch bei Roding

CAD-Übergabe an Roding 

Um mit dem Bau der neuen Fahrzeuge starten zu können, benötigt der Prototypenbauer den aktuellen Stand der Konstruktionsdaten des Sion. Die Übergabe der CAD-Daten an unseren Partner Roding war ein wichtiger Meilenstein für uns, den wir wie geplant im Juni abschließen konnten.

„CAD“ ist übrigens die englische Abkürzung für „computer aided design“. Denn zum Konstruktionsprozess eines Fahrzeugs gehört die geometrische Modellierung der einzelnen Komponenten genauso wie die Berechnung und die Simulation. Ein CAD-Modell ist im Prinzip also ein virtuelles Fahrzeug. 

Ab der Übergabe ist der Fertiger für den Bau des Rohbaus, den „Body in White“, verantwortlich und kümmert sich darum, dass die Fahrzeuge so zusammengebaut werden, wie von unserem Entwicklungsteam geplant. Die Übergabe der CAD-Daten ist sozusagen der Startschuss für den Bau der neuen Prototypen.

Das CAD-Modell des neuen Prototypen

Nach sorgfältiger Überlegung ist unser Entwicklungsteam zu dem Entschluss gekommen, sich bei der Wahl des Prototypenfertigers für einen alten Bekannten zu entscheiden: Die Roding Automobile GmbH. Schon die ersten beiden Prototypen sind 2017 in enger Zusammenarbeit mit den Experten für Leichtbau und E-Mobilität gebaut worden. Uns verbindet seit dieser aufregenden Zeit eine enge Zusammenarbeit. 

Roding war über die vergangenen drei Jahre immer wieder für die Wartung und Inbetriebnahme der Prototypen zuständig. Wenn wir die Fahrzeuge bei den zahlreichen Probefahrten etwas zu stark beansprucht hatten, war der Besuch im gleichnamigen Ort bei Regensburg unabdinglich. Auch die örtliche Nähe war und ist für eine enge Zusammenarbeit sehr hilfreich. 

Neben unserem Team kennt sich niemand besser mit den Prototypen der ersten Generation aus, als die Kolleginnen und Kollegen von Roding, die seit über zehn Jahren eine ausgewiesene Expertise auf dem Gebiet der Prototypenfertigung genießen. Hier passiert vieles noch in Handarbeit und unter den aufmerksamen Augen des Mitgründers und Geschäftsführers Ferdinand Heindlmeier.

Mitgründer und CEO der Roding Automobile GmbH, Ferdinand Heindlmeier

„Bei Roding sind wir auf den Bau von Prototypen spezialisiert. Uns war bewusst, dass wir in der Serienentwicklung des Sion nicht zwingend eine große Rolle spielen werden“, erklärt Ferdinand. „Dass Sono jetzt wieder auf uns zugekommen ist, und uns in das Projekt miteinbezieht, hat uns wirklich sehr gefreut! Auch uns bedeutet der Sion viel. Der Bau der ersten Prototypen 2017 war ein aufregendes und ambitioniertes Projekt, das uns viel Spaß gemacht hat!“

„Ich freue mich besonders darauf, das Fahrzeug live zu erleben“, ergänzt Ferdinand. „Wir alle kennen die 3D-Modelle, doch das neue Fahrzeug dann greifbar bei uns in der Halle stehen zu haben, das wird sicher für alle Beteiligten ein einmaliges Erlebnis“.

Prototypenbau: Die nächsten Schritte 

Als erstes wird Roding das CAD-Modell geringfügig anpassen, um es für die entsprechende Fertigungsmethode vorzubereiten. Während dieses Prozesses werden die nötigen Werkzeuge konstruiert und hergestellt, bestimmte Bauteile gefertigt und weitere Fahrzeugkomponenten über unsere Lieferanten eingekauft.

Es folgen die Produktion des ersten Rohbaus, die Montage aller Teile und natürlich die Inbetriebnahme. Wenn diese Schritte alle erfolgreich abgeschlossen sind, können wir beginnen, die Fahrzeuge zu testen. 

Bisher hatten wir kalkuliert, dass die Umsetzung all dieser Schritte bis Ende September zu meistern seien. Im Rahmen des Programm-Neustarts und unter Berücksichtigung der Auswirkungen der globalen Corona-Pandemie haben wir unsere Strategie allerdings noch einmal angepasst. Das führt zu einer Verzögerung des Prototypen-Launchs von Ende September, wenn alles planmäßig verläuft, auf November. Anstelle von ursprünglich vier Fahrzeugen haben wir uns außerdem dazu entschlossen, lediglich zwei Fahrzeuge zu bauen. Das hat verschiedene Gründe, die sich am besten damit erklären lassen, warum wir überhaupt Prototypen entwickeln und sie von einem externen Unternehmen fertigen lassen. 

Die Übergabe des Prototypen war ein wichtiger Meilenstein.

Ein Schnappschuss des Entwicklungsstands 

Verantwortlich für das Management der Prototypenentwicklung ist Philipp. „Ein Prototyp ist immer eine Art Schnappschuss des Entwicklungsstands“, erklärt Philipp. „Er dient vor allem dazu den Fortschritt in der Entwicklung abzubilden. Aber auch das Entwicklungsteam lernt während des Fertigungsprozesses eine Menge über die Integration der Komponenten und wie gut sie bereits miteinander funktionieren“. 

In unserem Gespräch mit Fahrzeugentwickler Max konnten wir bereits lesen, dass diese Art „Testlauf“ all jene Bereiche involviert, welche auch bei der Serienproduktion eine zentrale Rolle spielen – vom Einkauf, über Logistik, bis hin zur Fertigung.

„Es gibt zwei zentrale Gründe, warum wir bei der Fertigung der Prototypen auf einen externen Fertiger wie Roding zurückgreifen“, erläutert Philipp. „Erstens sparen wir dadurch interne Kapazitäten, die wir für die weitere Vorbereitung der Serienproduktion einsetzen. Das ist übrigens auch einer der Gründe dafür, dass wir zwei anstelle von vier Fahrzeugen fertigen lassen. Zweitens lernen wir in der Zusammenarbeit mit dem externen Fertiger auch viel über unseren internen Abstimmungsprozesse, die wir so für die spätere Zusammenarbeit mit dem Serienfertiger optimieren können“.

Philipp, verantwortlich für das Management der Prototypenentwicklung bei Sono Motors.

Bleibt natürlich noch eine der wichtigsten Fragen zu klären: Wo sind denn die größten Unterschiede zwischen der ersten und der neuen Generation der Prototypen? Immerhin sind drei Jahre vergangen, seit wir unseren Entwicklungsstand in Form eines Fahrzeugs präsentiert haben.

„Zunächst einmal kommen die meisten Kernkomponenten von unseren Serienlieferanten“, sagt Philipp. „Der Motor von Continental, das Kühlsystem, sowie das komplette Fahrwerk werden im SVC2 bereits verbaut sein. Der Radstand und die Fahrwerkgeometrie sind also so wie später in der Serie. Das gibt uns einerseits die Möglichkeit unseres Simulation unter realen Bedingungen zu validieren, andererseits können unsere Unterstützer einen neuen Eindruck von der Fahrweise des Fahrzeugs bekommen. Der Fokus liegt auch ganz klar auf einem neuen Look & Feel“.

Fertigungs- und Testgelände

Das bezieht natürlich das äußere wie auch das innere Erscheinungsbild mit ein. Die Integration der Solarzellen wird bereits anders aussehen, als im ersten Prototyp und auch das Armaturenbrett sowie das Cockpit werden sich vom Vorgänger unterscheiden. Eine reduzierte Form des seriennahen Infotainment-Systems wird es ebenfalls geben. Bei der Sono App können wir einen Teil der Mobilitäts- und Energiedienstleistungs-Features vorstellen. Dazu gehören das Öffnen des Sion via Smartphone, die Funktionalität, das Fahrzeug mit anderen zu teilen und die Möglichkeit, dem Fahrzeug Energie zu entnehmen. Sie werden zu diesem Zeitpunkt in die aktuelle Version der Sono App aufgenommen, um sie ausgiebig zu testen.

Über die vielen Jahre haben wir unsere ersten Prototypenfahrzeuge sehr ins Herz geschlossen. Trotzdem können wir es natürlich kaum erwarten, vor den neuen Prototypen zu stehen. Auch wenn es etwas mehr Zeit in Anspruch nehmen wird als angenommen, sind wir sehr glücklich mit Roding den richtigen Partner gewonnen zu haben, um die neuen Prototypen auf den Weg zu bringen.

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https://sonomotors.com/de/blog/roding-will-manufacture-the-new-sion-prototypes/ Julius
2020-06-04T07:30:00+02:00 2023-12-27T03:31:13+01:00 Ein Wohnhaus, ein Auto: Erkenntnisse aus dem ersten Pilotprojekt der Sono Motors App

Die Sono Mobility Services sollen den Sion für so viele Menschen wie möglich nutzbar machen. Sie sind einer der Grundpfeiler unseres ganzheitlichen Mobilitätskonzepts. Um unser Produkt zu validieren und frühes Feedback zu bekommen, haben wir zusammen mit einer Gruppe Freiwilliger ein spannendes Pilotprojekt gestartet.

Vor einigen Wochen haben wir euch einen Einblick gegeben, wie wir bei der Entwicklung der Solarintegration vorgehen und welche Schritte dabei besonders wichtig sind. Heute soll es darum gehen, wie vom Sion möglichst viele Menschen profitieren können. Dabei spielen unsere Mobilitätsdienstleistungen eine entscheidende Rolle. Sie vereinen drei Sharing-Konzepte in einem Fahrzeug und einer Applikation: Power Sharing, Ride Pooling und Car Sharing.

Diese ermöglichen es, den Sion weitaus effizienter zu nutzen als andere Fahrzeuge, denn alle drei Angebote stellen das Teilen des Fahrzeugs in den Mittelpunkt. Wir sind überzeugt: Die Zukunft des Fahrzeugs liegt in der gemeinschaftlichen Nutzung in vertrauten Gemeinschaften.

Per Sono App kann jede Dienstleistung des Sion bedient werden

Testen ist die halbe Miete

Bevor allerdings möglichst viele Menschen die Sono Mobilitätsdienste benutzen können, gilt es einiges an Arbeit zu leisten. Neben der konzeptionellen Entwicklung und der technischen Umsetzung spielt dabei auch das Validieren des Produktes und seiner Funktionalitäten mit realen Nutzern eine essenzielle Rolle.

Natürlich sind die Ergebnisse nur wirklich zufriedenstellend, wenn wir sie unter realistischen Bedingungen erzielen. Ebenso gibt es Anwendungsbereiche und Szenarien, die wir erst im Kontakt mit potentiellen Nutzern verstehen und nachvollziehen können. Dieses Feedback ist enorm hilfreich, wenn es darum geht Mobilitätsdienstleistungen zu entwickeln, die die Bedürfnisse unserer Nutzer treffen. 

Bei der Produktentwicklung ist es sehr entscheidend, dass wir so früh wie möglich Nutzer in den Entwicklungsprozess mit einbeziehen. So erhalten wir direktes Feedback. Anfang Februar konnten wir die ersten Teilnehmer für unser Pilotprojekt „Haus im Viertel“ gewinnen.

Testen unter realen Bedingungen: Arif testet die Sono App

Das Haus im Viertel

Wir entschieden uns zur Pilotierung unserer ersten Mobilitätsdienstleistungen in einem Wohnhaus mit mehreren Parteien im Münchner Stadtviertel Maxvorstadt. So gewährleisteten wir eine enge Betreuung des Projekts und konnten bei Problemen schnell vor Ort sein. Die Nähe erlaubt es uns außerdem regelmäßig Interviews zu führen und mit unseren Pilotteilnehmern in engem Kontakt zu bleiben.

Acht Menschen bekamen so die Möglichkeit sich eine von uns bereitgestellte Renault ZOE für einen Zeitraum von rund sechs Wochen zu teilen. Jeder Teilnehmer bekam von uns Zugang zur Sono Motors App, um das Fahrzeug zu reservieren und um das Teilen in einer Hausgemeinschaft zu ermöglichen. Alle zwei Wochen erhält die App ein Update mit neuen Funktionen oder Verbesserungen.

In einem Wohnhaus in München wurde fleißig getestet

Bei diesem ersten Piloten lag das Augenmerk auf drei Fragen. Erstens: Sind Bewohner einer Hausgemeinschaft bereit, ein Fahrzeug miteinander zu teilen? Zweitens: Achten die Nutzer auf das Fahrzeug? Laden sie es wieder auf? Hinterlassen sie es sauber? Drittens: Kann sich das Fahrzeug in solch einer Nutzung finanziell selbst tragen?

Natürlich wollten wir auch wissen, für welche Anwendungszwecke die Teilnehmer das Fahrzeug nutzen würden: Für den Weg zur Arbeit? Besuch bei den Eltern? Größere Einkäufe? Die Ergebnisse sind sehr aufschlussreich und helfen uns dabei, ein besseres Verständnis der Use Cases zu bekommen und die entsprechenden Funktionalitäten in unseren Mobilitätsdiensten zu integrieren.

Unser Kollege Noël hat übrigens zwei der Teilnehmer, die Kita-Leiterin Antonia und den Designer Philipp, mit der Kamera getroffen und sie zu ihrer Erfahrung mit dem Service befragt.

Hier geht´s zum Video! 

Wie geht es jetzt weiter?

Mit dem Verlauf des ersten Pilotprojekts sind wir sehr zufrieden. Wir konnten wichtige Antworten auf unsere Fragen finden und unsere Annahmen validieren. Schon während das Projekt lief, haben wir uns dazu entschlossen den Kreis der Teilnehmer zu erweitern. Das Vertrauensverhältnis einer Hausgemeinschaft ist ein anderes als das eines gesamten Stadtviertels. 

Um zu untersuchen, ob sich unsere Annahmen auch bei einer anonymen Gruppe von Menschen bewahrheiten, haben wir vor einigen Woche das Projekt „Das Viertel“ gestartet. Hier teilt sich eine Gruppe von Menschen ein Fahrzeug, welche keinen direkten Kontakt zueinander haben und sich nicht kennen. Ihre größte Gemeinsamkeit ist, dass sie sich gemeinsam ein Stadtviertel teilen. Ein weiterer spannender Anwendungsfall, der für die Entwicklung unseres Mobilitätsdienstes von großer Bedeutung ist. 

Zukünftige Piloten sind bereits in Planung. Dabei soll es dann auch um Ridepooling, das gemeinsame Teilen von Fahrten, gehen. Dafür werden wir unsere Mobilitätsdienstleistungen in ländliche Regionen bringen. Die Anwendungszwecke, die unser Team aus der Community täglich erreichen sind zahlreich und durch die Pilotprojekte können wir sie im Alltag erproben.

Für weitere Pilotprojekte suchen wir immer wieder Teilnehmer und Interviewpartner. Wer an der Entwicklung der Sono Mobilitätsdienstleistungen also besonders interessiert ist, kann sich hier bei uns melden.

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https://sonomotors.com/de/blog/insights-from-the-first-sono-app-car-sharing-pilot-project/ Johannes
2020-05-05T09:00:00+02:00 2023-12-27T03:31:13+01:00 Ein Update zum Entwicklungsstand der Solar-Integration des Sion

Wie integriert man eigentlich Solarzellen in ein Elektroauto? Eine einfache Frage, die Lösung komplex. Besonders wenn sich die Solarzellen nicht nur auf dem Dach, sondern auch am Heck, den Türen, den Kotflügeln und der Motorhaube befinden. Welche technischen Hürden es dabei zu meistern gilt und warum wir einen neuartigen Spannungskonverter entwickeln mussten, erzählt euch unser Experte für Photovoltaik-Leistungselektronik, Christian.

Entwickler Christian simuliert Spannungen

Wenn jemand als Laie über die Integration von Solarzellen in ein Fahrzeug nachdenkt, dann erscheint das Prinzip sehr einfach: Solarmodule drauf, mit der Batterie verkabeln, fertig. Das klingt vielleicht unkompliziert, ist in der Praxis allerdings sehr komplex. Besonders, wenn man Photovoltaikzellen nicht nur an einer, sondern mehreren Stellen der Fahrzeugkarosserie integriert. Die Bewältigung dieser Aufgabe erfordert ein hohes Maß an Expertise in einer Vielzahl von Bereichen, wie etwa Photovoltaik, Elektrotechnik und Fahrzeugdesign. All diese Kompetenzen haben wir in unserem Team vereint, um die effizienteste Lösung für den Sion zu entwickeln. 

Zusammen mit unseren Partnern haben wir nicht nur eine eigene, vollkommen neuartige Technologie zur Integration der Zellen entwickelt, sondern auch ein Gerät, das die Nutzung des Solarstroms überhaupt erst ermöglicht. Wir nennen dieses Gerät „MPPT Central Unit“. MPPT steht dabei für die in der Photovoltaik gängige Bezeichnung Maximum Power Point Tracking

Damit wir die Solar-Integration für den Sion realisieren können, mussten wir auch bei der Entwicklung alles neu denken und sicherstellen, dass alle Fahrzeugkomponenten für die Integration der Solarkomponenten optimal vorbereitet sind. Eines ist dabei klar: Der Sion ist als Solarfahrzeug entwickelt worden. Jede Entscheidung in der Fahrzeugentwicklung, auch wenn sie noch so trivial erscheinen mag, wird von uns immer auch in Hinblick auf die Effizienz des Photovoltaik Systems getroffen.

Die optimale Leistung für jede Zelle

Eine wichtige Rolle spielt dabei das MPPT. Dabei handelt es sich um ein Verfahren, das die elektrische Belastung eines Solarmoduls so anpasst, dass die Zellen ihre optimale Leistung liefern können. Nicht jede Zelle liefert dieselbe Menge an Leistung, denn unser Energielieferant, die Sonne, ist ständig in Bewegung.

Außerdem zeigen nicht alle Solarzellen am Sion in die gleiche Richtung. Damit ändert sich zum Beispiel die Stärke der Einstrahlung und die Temperatur an den Photovoltaikmodulen. Bevor der erzeugte Strom also in die Batterie gespeist werden kann, müssen einige elektrische Anpassungen vorgenommen werden – und da kommt die MPPT Central Unit ins Spiel.

Die MPPT Central Unit des Sion

Es gibt verschiedene Schritte in der Konvertierung von Spannung. Die MPPT Central Unit vereinigt zuerst die unterschiedlichen Modulspannungen auf ein gemeinsames Niveau unter 60 Volt. Erst dann erfolgt die Umwandlung auf die Spannung der Hochvoltbatterie. Diese liegt zwischen 300 und 400 Volt.

Wie bei jeder Umwandlung von Leistung entstehen dabei elektrische Verluste. Unsere Aufgabe war es herauszufinden, wie effizient die Konvertierung unterschiedlicher Spannungslevel ist und wie wir sie optimieren können. Denn am Ende zählt natürlich die Frage: Wie viel Prozent des in den Zellen erzeugten Stroms kommt in der Batterie an? 

Solarmodule zur Integration in ein Fahrzeug zu entwickeln ist eine Sache, doch diese dann am Fahrzeug optimal auszurichten und den Strom für die Batterie und den Vortrieb bereitzustellen, das könnte man als die Königsdisziplin bezeichnen. Den ersten Prototypen des Geräts, das wir bei Sono Motors genau für diese Aufgabe entwickeln, konnten wir bereits Anfang des Jahres testen. 

Forschung und Entwicklung für ein gemeinsames Ziel

Die MPPT Central Unit ist in einer sehr engen Zusammenarbeit mit ausgewählten Partnern entstanden. Um alles perfekt für den Anwendungszweck im Fahrzeug abzustimmen, war es eine der wichtigsten Aufgaben die richtige elektronische Architektur für das Gerät zu entwerfen, die Schaltpläne zu überprüfen und passende Bauteile auszuwählen, die für den Einsatz in Straßenfahrzeugen zugelassen sind.

Die erfolgreiche Konzeption und Integration innerhalb des Fahrzeugs ist eine Aufgabe, die unser Team besonders antreibt, da Sono Motors das erste Unternehmen ist, das einen solchen Solar-Konverter nicht allein zu Forschungszwecken, sondern zur Verwendung in einem Serienfahrzeug etabliert.

Um ein solches Projekt zum Erfolg zu führen, braucht es nicht nur die Expertise innerhalb unseres Teams, sondern auch kompetente Partner. Die Firma Tecnalia aus Bilbao, Spanien, ist einer davon. Das private Forschungsinstitut gehört im Bereich der regenerativen Energien zu den größten Einrichtungen seiner Art und unterstützt uns besonders beim Entwickeln und Testen der MPPT Central Unit. Das Team vor Ort arbeitet mit unseren Ingenieuren zusammen begeistert am Projekt. Die bisherigen Ergebnisse, sprechen für ihre jahrelange Expertise in diesem Bereich. Die erfolgreiche Testphase des Prototypen macht uns bereits jetzt sehr zuversichtlich, die gesteckten Ziele zu erreichen.

Technischer Prüfstand in München

Die ersten Testergebnisse haben unsere Erwartungen sogar übertroffen. Das bezieht sich besonders auf die Konverter-Effizienz. Sie beschreibt das Verhältnis der erreichbaren Ausgangs- zur Eingangsleistung und ist damit ein Maß für die entstandenen Verluste. Der bei unseren ersten Tests über verschiedene Szenarien erreichte Mittelwert von 94 Prozent ist schon jetzt Topniveau. Wir sind zuversichtlich, dass wir mit etwas mehr Feinjustierung sogar noch bessere Ergebnisse erzielen können. 

Maximale Leistung von den Solarmodulen bis zur Batterie 

Die Integration der Solarzellen hat Auswirkung auf jeden Bereich der Fahrzeugentwicklung. Besonders Fahrzeugdesign und Solar-Integration müssen sich eng miteinander abstimmen. Ein gutes Beispiel sind Türgriffe: Wie genau platziere ich sie an der Karosserie, damit die Solarmodule ideal integriert werden können? Ändert sich hier ein Parameter, ändert das die komplette Leistungsrechnung, also auch die Spannungslevel, die die MPPT Central Unit umwandeln muss. Intern ist deshalb eine kontinuierliche Abstimmung zwischen Ingenieuren und Designern notwendig.

Unsere 456 Halbzellen in der Karosserie des Sion

Wir haben dafür ein eigenes VIPV (Vehicle-Integrated Photovoltaics) Team zusammengestellt, das von unserem Director of Photovoltaic Integration, Mathieu Baudrit, geleitet wird. Hier stimmen wir jede Entwicklungsentscheidung und deren Auswirkungen auf die Photovoltaik-Integration miteinander ab, beispielsweise auch die Verkabelung der Fahrzeugkomponenten. Daher muss die komplette Übertragungsstrecke von den Solarpaneelen bis zur Batterie auf maximalen Ertrag getrimmt werden. 

Je mehr die Batterie mit Solarstrom geladen wird, desto effizienter ist das Gesamtsystem. Deshalb lädt der Sion immer, stehend oder fahrend, und auch bei diffusem Licht. Die MPPT Central Unit ist so verschaltet, dass der Solarstrom ohne Umwege für Motor und Hilfsaggregate genutzt werden kann. Der Vortrieb wird beim Sion also direkt mit Energie der Sonne unterstützt.

Weitere Tests für optimierte Leistung

Die erste Entwicklungsstufe der MPPT Central Unit ist abgeschlossen. Die nächsten Wochen und Monate werden wir nutzen, um die elektrische Architektur und das mechanische Design des Gerätes weiter zu optimieren. Auch wichtig sind nun weiterführende Tests im Hinblick auf die elektromagnetische Verträglichkeit, also einerseits die Bestimmung der Aussendung ungewollter Signale und andererseits der Störfestigkeit gegenüber Einflüssen von außen. 

Wir werden die MPPT Central Unit außerdem im Volllastbetrieb über einen längeren Zeitraum hohen Umgebungstemperaturen aussetzen, um zu sehen, wie sie performt. Wir identifizieren damit diejenigen Bauteiltemperaturen, die das Fahrzeugsystem jederzeit genau im Blick behalten muss, um einen sicheren und effizienten Betrieb des Geräts über viele Jahre gewährleisten zu können.

Auch zu Zeiten Coronas arbeiten wir unter strengen Auflagen weiter

Sobald sich die aktuelle Lage aufgrund des Coronavirus wieder entspannt, werden wir auch unsere Test-Benches an unserem Standort in München noch weiter ausbauen. So können wir mit PV-Simulatoren dann das Verhalten der Solarzellen bei unterschiedlichen Temperaturen und Lichteinfall für die Feinjustierung der MPPT Central Unit simulieren. Ich kann es kaum erwarten und spreche für das gesamte Team, wenn ich sage, dass wir für diese Technologie brennen.

Der Ausbau der Benches, die Fertigung der neuen Prototypen – dieses Jahr wird aufregend und extrem arbeitsintensiv, aber unser Ziel rückt immer näher. Mit unserer Solar-Integration entwickeln wir eine klimafreundliche Ladelösung, die das Potenzial hat, den Markt langfristig vollkommen zu verändern.

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https://sonomotors.com/de/blog/an-update-on-the-development-status-of-the-solar-integration-of-the-sion/ Christian
2020-04-02T10:00:00+02:00 2023-12-27T03:31:13+01:00 „Wir werden auch das meistern“ – Fahrzeugentwickler Maximilian Seifert im Interview

Der Sion bündelt das Know-how der Menschen, die hinter unserer Fahrzeugentwicklung stehen. Einer davon ist Maximilian Seifert, der als Director Vehicle Programs maßgeblich in alle Entwicklungsschritte involviert ist und den Sion bereits seit seinen Anfängen begleitet. Im Gespräch mit PR-Managerin Alexa Rauscher gibt er Einblicke in den aktuellsten Stand der Entwicklung, die Auswirkungen der Corona-Krise und seine ganz persönlichen Höhen und Tiefen in über drei Jahren bei Sono Motors.

Aufgrund der Corona-Pandemie wurde das Interview digital geführt.

Hi Max, in der Presse ist zu lesen, dass sich die Corona-Krise drastisch auf die gesamte Wirtschaft auswirken wird, auch auf die Automobilindustrie. Wie ist momentan die Lage im Entwicklungsteam des Sion?

Im Moment sind Sicherheit und Gesundheit des Teams die wichtigste Verantwortung. Deshalb arbeiten wir firmenweit seit zweieinhalb Wochen im Home Office. Gleiches sehen wir momentan auch bei allen unseren Partnern. Das bedeutet, COVID-19 und die aktuelle Situation wird uns alle, also auch Sono Motors und unsere weiteren Schritte, beeinflussen. Was die derzeitigen Ereignisse im Detail für unsere Entwicklung und den Prototypenbau bedeuten werden, können wir letztendlich erst in den kommenden Wochen abschätzen. Da unser Arbeitsalltag aber weitestgehend digital organisiert ist, arbeiten wir trotzdem mit vollem Einsatz weiter.

Hat die derzeitige, schwierige Situation Auswirkungen auf die Zusammenarbeit mit unseren Partnern oder ist die Umstellung auf die Arbeit im Home Office auch für die Fahrzeugentwicklung gut gelungen?

Wir haben das bisher wirklich gut gemeistert, fast alles läuft jetzt über Online-Meetings und Telefonate. Wir und auch unsere Partner sind durch die zahlreichen Möglichkeiten digital zu kommunizieren gut auf eine solche Situation vorbereitet. Trotzdem ist das eine Herausforderung, denn in diesen Wochen stehen die Kick-offs an, also der Startschuss für viele unserer Projekte, mit unseren Partnern. Das beinhaltet auch Tages-Workshops, in denen man sich über den aktuellen Status, technische Inhalte, mögliche Probleme sowie zu den nächsten Schritten abstimmt. Persönliche Treffen sind dabei häufig nahezu unverzichtbar. Um möglichst wenig Zeit zu verlieren, müssen wir gemeinsam mit unseren Partnern einen Weg finden, um weiterhin optimal zusammenarbeiten zu können. Wir versuchen all das jetzt online abzudecken. 

Was ist seit dem Abschluss der Community-Funding Kampagne im Entwicklungsteam passiert? Kannst du uns einen Einblick geben?

Es ist bereits eine ganze Menge in unterschiedlichen Bereichen passiert. Vor allem hat die Community-Funding Kampagne einmal mehr gezeigt, wie sehr wir als Team bei Sono Motors zusammenstehen, gemeinsam mit unserer Community. Ein Großteil des Entwicklungsteam hat während der Kampagne andere Abteilungen massiv unterstützt. Auch noch in den ersten Wochen nach der Kampagne, in der uns unglaublich viele Menschen über Telefon und Email kontaktiert haben, mit ihren Fragen oder Anregungen. Das heißt, wir mussten tatsächlich erst alle Ingenieure wieder in das Entwicklungsteam zurückholen und uns als Team in der Fahrzeugentwicklung erneut formieren. Sobald klar war, dass wir die finanzielle Grundlage für die Entwicklung der neuen Generation von Prototypen erreicht hatten, konnten wir unseren vollen Fokus auf die konkreten Planungen für 2020 legen. Danke an dieser Stelle nochmal an alle Unterstützer, die das möglich gemacht haben.

„Wir mussten tatsächlich erst alle Ingenieure wieder in das Entwicklungsteam zurückholen und uns als Team in der Fahrzeug­entwicklung erneut formieren.“

Das heißt, ihr musstet euch nach der Verlängerung der Kampagne noch einmal mit dem Zeitplan und den Zielen für 2020 im Detail auseinandersetzen. Hat das zu einer Verzögerung im Timing der neuen Prototypen-Generation geführt? Kann man das schon beurteilen?

Wir haben die Kampagne um vier Wochen verlängert, richtig. In der Fahrzeugentwicklung hat uns das gesamte Team daher auch erst etwa fünf bis sechs Wochen später zur Verfügung gestanden. Das gleiche gilt für das Budget, um wirklich alle nötigen Projekte und Kick-offs zu starten. Das bedeutet, dass wir erst etwas später beginnen konnten als ursprünglich geplant. Unser Ziel ist es, diese Verspätung jetzt in den Projekten wieder aufzuholen. Aber natürlich können wir alle heute noch nicht wissen, wie lange die Einschränkungen zum Schutz vor der Corona-Pandemie wirksam bleiben werden und was das für unsere Planungen bedeuten kann. 

Alle Mitarbeiter sind nun wieder an Bord und die entsprechenden Mittel sind vorhanden. Was genau ist auf strategischer Seite bei euch passiert in der Zwischenzeit?

Eine Strategie bedeutet für mich immer, Ziele zu definieren, also das „Was“ und das „Warum“ festzulegen. Danach haben wir detailliert erarbeitet, „wie“ wir die gesetzten Ziele erreichen wollen. Wir haben also intern entsprechende Maßnahmen definiert und diese in den letzten Wochen mit unseren externen Partnern intensiv besprochen. Grundlegend basiert unsere Strategie in der Fahrzeugentwicklung auf drei Pfeilern, nämlich dem Fortschritt in der virtuellen Serienentwicklung, dem Aufbau von Test Benches (Prüfstände) und der bereits angekündigten nächsten Stufe im Prototypenbau.

Behält als Director Vehicle Programs den Überblick: Maximilian Seifert.

Sehr spannend! Lass uns doch gleich mal auf den Bau der neuen Prototypen eingehen. Kannst du uns erklären, wie so ein Prototyp gebaut wird? Zum Beispiel unterscheiden sich die Fertigungsmethoden noch deutlich von der Serie, korrekt?

Das ist richtig. Ein Grund hierfür ist, dass wir zum einen Prototypen nur in einer geringen Stückzahl bauen. Es kommen hier also auch andere Fertigungsmethoden und Werkzeuge zum Einsatz, zum Beispiel bei den Verkleidungsteilen der Fahrzeuge. Zum anderen liegen die Lieferzeiten einiger Serienwerkzeuge bei über 30 Wochen. Dies bedeutet allerdings nicht, dass diese Prototypen optisch und funktionell stark vom späteren Serienprodukt abweichen. Lediglich die Fertigungsmethode ist eine andere.

Und was bedeutet das für die technischen Besonderheiten des Sion, also vor allem die Solar-Integration oder die Technologie des bidirektionalen Ladens?

Jede Entwicklung durchläuft verschiedene Reifegrade und wird in sogenannten Musterphasen durchgeführt, welche vor allem den Softwarestand und die Fertigungsmethode einzelner Bauteile definieren. In unseren derzeitigen Prototypen, den Fahrzeugen, die wir auf unseren Probefahrten vorgestellt haben, sind zumeist A-Muster oder Konzept-Bauteile zum Einsatz gekommen, also Bauteile mit eher geringem Reifegrad. In der neuen Generation von Prototypen können wir uns zumeist auf B-Muster freuen. Das bedeutet, dass die Funktionalität, also die Software und die Form der Bauteile bereits ein großes Stück näher an dem späteren Serienprodukt sind. In der darauffolgenden Prototypen-Generation, die wir im nächsten Jahr bauen werden, finden dann bereits C- und D-Muster Verwendung.

Diese Prototypen werden auch mit dem Ziel entwickelt, sie der Community vorstellen zu können. Ihre Entwicklung ist aber vor allem auch aus technischer Sicht relevant. Kannst du erläutert welche Funktionen sie konkret erfüllen?

Grundsätzlich lernt man in jeder Bauphase der Fahrzeugentwicklung enorm viel, deswegen kommt jeder einzelnen Phase auch eine solch große Bedeutung zu. Vor allem auch in der Zusammenarbeit mit dem gesamten Projektteam. Man könnte den Bau der neuen Prototypen-Generation als eine Art Testlauf bezeichnen. Alle Bereiche, die auch beim Bau des Serienfahrzeugs zusammenarbeiten werden, sind involviert – vom Einkauf, über Logistik, bis hin zur Fertigung. Entscheidend in dieser Phase ist auch die enge Zusammenarbeit mit unserem Prototypenbauer. Wir können also vor allem auch lernen unsere Abstimmungsprozesse zu optimieren, aber auch wesentliche Erkenntnisse hinsichtlich der Integration einzelner Komponenten in das Gesamtfahrzeug gewinnen. Denn eine der größten Herausforderungen im Fahrzeugbau ist es, die verschiedenen Bereiche und Komponenten in einem Produkt zu „verheiraten“ – so wird dieser Schritt im Fertigungsprozess bezeichnet.

Das Sion Entwicklungsteam hat Spaß

Und weshalb ist das jetzt wichtig für euer Team? Wird das Zusammenspiel einzelner Fahrzeugkomponenten nicht bereits am virtuellen Fahrzeug erprobt? 

Die größte Herausforderung für jeden Fahrzeugbauer ist, dass im Fahrzeug, im Fahrzeugsystem, keine Komponente, kein einziges Bauteil singulär, also in irgendeiner Art und Weise alleinstehend funktionieren oder sich verändern kann, ohne dass alle anderen Bereiche davon betroffen sind. Die Komplexität und damit die Herausforderung steckt also ganz klar im interdisziplinären Zusammenspiel aller Fahrzeugbereiche. Natürlich kann man dieses auch bereits am virtuellen Fahrzeug hinreichend entwickeln und prüfen. Es ist jedoch nach wie vor notwendig zu bestimmten Zeitpunkten einen Entwicklungsstand festzuhalten und durch den Aufbau von Hardware, also von realen Bauteilen, zu validieren. Für den Test von Fahrzeugsystemen eignen sich die Test Benches. Für die Tests in der Fahrzeugumgebung bauen wir Prototypen. 

Generell erfordert die Fahrzeugentwicklung immer flexiblere Anpassungsmöglichkeiten. Wir reagieren darauf, indem wir unsere Prozesse ständig verbessern und seit Anfang diesen Jahres noch stärker auf eine agile und in den Prozessen schlanke Arbeitsweise umgestellt haben. Die Module im Fahrzeugbau sind hinsichtlich ihrer Funktionalität und Zusammenarbeit gruppiert. Wir als Projektmanager arbeiten mit diesen Gruppen in Hinblick auf das Gesamtfahrzeug fachübergreifend zusammen, um die Zusammenarbeit zwischen Teams zu optimieren und dadurch noch effizienter zu gestalten. 

Würdest du sagen, dass sich die Arbeitsweise im Sion-Entwicklungsteam von der Arbeitsweise klassischer OEMs unterscheidet?

Was uns sicherlich unterscheidet ist, dass wir zum einen durch die Integration der Sharing-Services in der Fahrzeugentwicklung einen besonders hohen Anteil an Software-Entwicklung haben und schon deswegen sehr agil arbeiten müssen. Zum anderen braucht man in der Fahrzeugentwicklung sogenannte Synchronisationspunkte oder Meilensteine, an denen alle Entwicklungsbereiche gleichzeitig einen gewissen Entwicklungsstand erreichen. Ein solcher Meilenstein ist zum Beispiel der sogenannte Design Release. Zu diesem Zeitpunkt beginnt die Beschaffung der Bauteile. Diese Synchronisationspunkte sind in der Zusammenarbeit mit unseren Partnern auch weiterhin wichtig, denn in der automobilen Welt wird bisher noch wenig agil gearbeitet. Was wir für uns vor allem verändert haben ist, dass wir auf ein hybrides Projektmanagement umgestellt haben. Wir kombinieren im Prinzip die Vorteile des klassischen Projektmanagements, also die Organisation eines Prozesses in sequenziell aufeinander folgenden Projektphasen, das sogenannte Wasserfallmodell, mit agilen Arbeitsmethoden, wie SCRUM.

Maximilian Seifert im Austausch mit der Community 2019

Du sprachst vorhin von den drei Pfeilern der nächsten Entwicklungsstufen. Könntest du diese nochmal etwas detailierter erklären? 

Gerne. Der erste Pfeiler ist die virtuelle Serienentwicklung. Hier arbeiten wir mit allen unseren Serienpartnern gemeinsam an der Konstruktion (CAD; computer-aided design) und Simulation mithilfe von computer-aided engineering (CAE) oder vereinfacht gesagt, der virtuellen Validierung unseres Fahrzeugs. Der zweite Pfeiler ist der Bau der Prototypen, welche wir in diesem Jahr zusammen mit einem Prototypenbauer fertigen werden, um dann weitere Tests durchzuführen. Der dritte Pfeiler ist der Aufbau verschiedener Test Benches für die Bereiche Powertrain, Elektrik und Elektronik (E/E), Thermal und Infotainment. Man kann sich das so vorstellen, dass dort alle Serienteile auf einer Werkbank in Betrieb genommen werden. Der Vorteil dabei ist, dass wir bereits schnell und kosteneffizient die Funktionalität und Kommunikation der einzelnen Fahrzeugteile in der späteren Fahrzeugumgebung testen können.

Powertrain und E/E sind sicher nicht allen ein Begriff. Kannst du kurz erklären, welche Komponenten dabei getestet werden?

Auf der E/E Bench werden vorrangig die Komponenten aus dem Niedervolt- Bordnetz getestet. Das sind zum Beispiel die Steuergeräte der Fensterheber, Wischer, Leuchten oder auch der eCall-Funktion. Auf der Powertrain Bench werden die Komponenten des Antriebsstrangs getestet, zum Beispiel der Motor, die Batterie und das bidirektionale Ladegerät. 

Warum haben wir vorerst diese vier Benches gewählt? 

Durch diese Auswahl können wir alle wichtigen und kritischen Systeme parallel zur virtuellen Entwicklung direkt bei uns vor Ort testen und sicherstellen, dass alle Komponenten so miteinander interagieren, wie geplant. Macht nebenbei übrigens auch noch enorm viel Spaß.

Maximilian Seifert war einer der ersten Mitarbeiter

Das glaube ich gern! Gibst du uns noch einen persönlichen Einblick in das Entwickler-Leben? Du hast ja schon den Bau der ersten Prototypen-Generation begleitet. Kannst du erzählen, worin der Unterschied von damals zu heute liegt? Damals wart ihr ja noch ein sehr kleines Team. Worauf freust du dich besonders, welche Herausforderungen erwartest du?

Worauf sich jeder am meisten freut und wobei das Herz eines jeden Entwicklers aufgeht, ist die Phase, in der das, was bislang virtuell entwickelt wurde, dann endlich zusammengefügt wird und beginnt physisch zu existieren.
Wenn ich mich an den Bau unserer jetzigen Prototypen zurück erinnere, war das Tollste die Zusammenarbeit im Team und mit dem Prototypenbauer, aber auch die Hektik, der Stress und die wahnsinnige Motivation, die wir alle hatten. Vor Ort zu sein, zu sehen, wie das Fahrzeug Stück für Stück vom Rohbau über den Einbau der Solarpanele dann im Zusammenbau entsteht – das war einfach unbeschreiblich. Ich freue mich auch jetzt wieder am meisten darauf zu sehen, wie das, was wir erdacht, geplant und entwickelt haben, in der Realität vor uns stehen wird. Einer der absolut größten Momente für uns wird sein, wenn wir die Fahrzeuge der Community präsentieren können.

„Wenn wir etwas physisch zusammensetzen, das wir virtuell entwickelt haben – das ist der Moment, in dem jedem Entwickler das Herz aufgeht.“

Ihr werdet den Bau also wieder eng begleiten?

Ja, selbstverständlich. Das ist eine enorm wichtige Phase. Besonders in den entscheidenden letzten Wochen werden wir dann pausenlos vor Ort sein, um möglichst viel aus dieser Phase zu lernen und zu dokumentieren. Ich freue mich sogar darauf, nächtelang durchzuarbeiten und, wenn es in die Endphase geht, bis fünf Uhr morgens das Auto zusammenzuschrauben.

An welche besondere Herausforderung oder Schwierigkeit erinnerst du dich?

Um ehrlich zu sein, habe ich nur positive Erinnerungen an den Bau der ersten Prototypen. Was wir nicht wiederholen sollten: Beim letzten Mal wurde das Auto in der Nacht vor dem Release Event fertiggestellt. Aufgrund von kleinen Schönheitskorrekturen haben wir damals das Dashboard nochmal auseinander gebaut, weil wir dachten, das Moos sei nicht optimal ausgeleuchtet. Damit haben wir dann einen Kurzschluss ausgelöst und mussten um fünf Uhr morgens noch einmal die gesamte Instrumententafel zerlegen, um ein neues Kabel einzuziehen. Da kommt man dann schon an seine Grenzen.

Beim Sion Live Event 2017

Vielleicht kannst du uns zum Abschluss noch sagen, wie die Zusammenarbeit mit den Suppliern und dem Partner aussieht, mit dem wir die neuen Prototypen bauen werden?

Nach Abschluss der Kampagne ging es darum schnellstmöglich wieder alle Partner zu reaktivieren, Angebote neu einzuholen und zu verhandeln, um dann entsprechend in die Kick-offs zu gehen. Auch unsere Partner haben die Community-Funding Kampagne eng verfolgt und mitgefiebert. Jetzt versuchen alle so schnell wie möglich ihre Kapazitäten entsprechend auszurichten und mit uns in die Projektarbeit zu gehen. Wie schon beim letzten Mal, wird ein Prototypenbauer an seinem Standort dann das Fahrzeug für uns aufbauen. Mit diesem Partner werden wir dann Seite an Seite arbeiten. 

Eine Frage muss ich jetzt aber noch stellen. Wer wird denn jetzt dieser Partner sein, der den neuen Sion-Prototypen baut?

Ich wusste, dass diese Frage kommt (lächelt). Aktuell sind wir noch in den letzten Abstimmungsrunden, bevor wir eine finale Entscheidung treffen, mit welchem Partner wir diesen Schritt gehen werden.

Ist das also der Cliffhanger?

Ja, das ist der berühmte Cliffhanger (lacht).



In der Zwischenzeit hat sich bei uns bereits wieder einiges getan. Du willst wissen wer unsere aktuellen Partner für die Produktion unseres Sions sind? Erfahre die neusten Entwicklungen in unserer Pressemitteilung.

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https://sonomotors.com/de/blog/interview-with-vehicle-developer-max-seifert/ Alexa